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Alt 12.06.2016, 17:08   #1
Caillean
 
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Standard Troubleshooting bei Neocardinia Haltung

Hallo allerseits! Wie andernorts erwähnt hatte ich von Anfang an Probleme mit der Haltung von neocardinia (red fire, red sakura, orange sakura).
Das äußert sich so:
-Tiere werden über Wochen weniger, ohne, dass ich sehe ob und woran welche versterben
- wenn ich doch einmal eine tote Garnele finde, sieht sie aus als ist sie einfach tot umgefallen...zumindest sieht es nicht so aus, als wurde eine Häutung versucht.
-kein Nachwuchs

Fazit: innerhalb von einigen Wochen bis Monaten ist das Becken (habe bisher 10-30 Liter Nano versucht) wieder leer.
Auch in meinem Lido120 zusammen mit den Südamerika Fischen habe ich es probiert. Bis vor wenigen Wochen habe ich auch zumindest eine große Garnele regelmäßig gesehen, aber auch das scheint jetzt verschwunden.

Die Garnelen waren alle von unterschiedlichen Quellen, darunter auch private Nachzuchten, aus regionalem Leitungswasser. Kupfer war nicht messbar, ich habe das Becken nicht gedüngt, Chlor war nicht messbar.

Die bisherigen Versuche fanden in meinem Leitungswasser statt, bei orange sakura habe ich auch versucht dem Leitungswasser 1/3 Osmosewasser beizumischen, das hatte keinen Effekt.
In jedem Fall habe ich:
-das Einsetzen der Garnelen mit stundenlanger tröpfchenweiser Anpassung an das neue Wasser gemacht.
-Wasserwechsel in kleinen Mengen langsam durchgeführt.
-Keine neuen Pflanzen verwendet sondern Ableger aus meinen alten Becken. In einem Becken war anubias (ein unbeschnittenes intaktes Pflänzchen), in den anderen Versuchen nicht. Holz war in allen Becken, aber ich glaube es war nie das gleiche Stück.

Die Temperatur in den Becken betrug ca 22-24 grad unbeheizt, einmal probierte ich es auch bei 26 grad.
Gefüttert wurde alles mögliche in kleinen Mengen, darunter auch immer wieder spirulina aus dem Handel.

Ich hätte nun wieder die Möglichkeit private Nachzuchten zu bekommen und Algerichs Antwort (siehe unten) hat mich motiviert es noch einmal zu versuchen.

Vielleicht habt ihr ja noch mehr hilfreiche Ideen für Leute wie mich (die anonymen versehentlichen Garnelentöter?)

Zitat:
Zitat von Algerich Beitrag anzeigen
Hallo Caillean,

ich kenne das Gefühl, dass ein Fluch auf einem bestimmten Becken oder einer bestimmten Art in meinem Becken liegt.

Sprichst Du noch von den Orange Sakura? Ich habe irgendwo einmal die Theorie gelesen, dass die jüngeren Farbschläge nicht ganz so unverwüstlich sein sollen, wie die klassischen Red oder Yellow Fire, aber weder weiß ich noch, wo ich das aufgeschnappt habe, noch fällt mir eine tragfähige Begründung ein, weshalb das so sein sollte, deswegen würde ich dem nicht weiter nachgehen.

Versuchen wir also eine Analyse:

Vorfrage: Wie schnell sterben die Garnelen? Sprich: liegt es am Umsetzen oder überleben sie bei Dir einfach nicht lange?

Zweite Vorfrage: Kann Dein Wasser Chlor oder Kupfer enthalten? Das sind die Stoffe, auf die Garnelen sensibler reagieren als andere Tiere, so dass sich ein nur auf Garnelen bezogenes Sterben erklären ließe.

Dritte Vorfrage: Kann es sein, dass Du Gelaich und Gewürme im Becken hast, dass den Tieren gefährlich wird? Planarien, Libellenlarven o. ä.?

Wenn das alles keinen Lösungsansatz bietet würde ich in einem Becken neu anfangen und die Dinge konsequent beobachten. Für mich hieße das:

1. Ein kleines Becken, aber möglichst etwas größer als 10 Liter, auswählen. (Ich gehe immer noch davon aus, dass sehr kleine Becken schwer stabil zu halten sind und auch kleine Fäulnisherde oder Infektionen immer gleich das ganze Becken betreffen, was das Projekt anfälliger macht. Ich weiß aber, dass diese Ansicht von vielen nicht geteilt wird. Grundsätzlich kann man Garnelen natürlich in 10 Litern halten).

2. Eine Garnelensorte auswählen (noch nicht kaufen). Wenn Du das Gefühl hast, bei neocaridina blockiert zu sein, kannst Du natürlich erst einmal auf eine andere Art ausweichen, aber ich würde den Stier bei den Hörnern nehmen und die neocaridina wählen, die mir am besten gefällt. "Scheitern ist keine Alternative".

3. Den Bodengrund gründlich absaugen: ich weiß: Mulm ist gesund, hält Bakterien und Kleinstlebewesen usw., aber zu denen kommen wir später. Garnelen können empfindlich auf organischen Aball reagieren, also vergammeltes Futter, dass sich in den Zwischenräumen der Kieskörner ansammelt. Im online-shop von "Garnelen Tom" wird für mich nachvollziehbar empfohlen, deswegen einen Futterplatz mit einer kleinen Glasschale einzurichten, in die Futter über ein Rohr gegeben wird. Muss alles nicht sein, schon gar nicht bei neocardidina, aber wir basteln hier ein Becken unter Laborbedingungen.

4. Das Becken entgegen den allgemeinen Empfehlungen so einrichten, dass es gut einsehbar ist. Auch hier Stichwort: Laborbedingungen. Wir wollen sehen, wenn es einem Tier nicht gut geht und wir wollen das verendete Tier sehen, bevor es die Schnecken gefressen haben und so feststellen können, ob es Häutungsprobleme waren oder eine andere Ursache zu erkennen ist.

Konkret bedeutet dies:

a) Auf Wurzelpflanzen, in denen sich alles mögliche verbergen kann, so weit wie möglich verzichten. Wegen der biologischen Wirksamkeit der Pflanzen weichen wir auf Schwimmpflanzen und vielleicht zwei kleinere Aufsitzerpflanzen aus.

b) Eine großzügige Ecke mit einem nicht zu hoch wuchernden Moos auslegen. Das produziert Sauerstoff und bildet Kleinstlebewesen aus, die wir mit der Bodenreinigung erst einmal verdrängt haben. Außerdem sollen unsere Garnelen ja irgendwo weiden.

c) Auf Wurzeln verzichten und statt dessen Steine so einsetzen, dass die Sichtbarkeit erhalten bleibt. Ohne Frage sind Wurzeln ein wertvoller Bestandteil eines Beckens und normalerweise völlig unproblematisch. Sie sind aber biologisch komplexer als Steine und wir wollen die Dinge wie erwähnt einfach halten. (Ich habe einmal den Bericht eines gewerblichen Züchters gelesen, der schrieb, dass er immer, wenn in einem Becken Probleme auftauchen zuerst das Holz in Verdacht hat. Bestätigen kann ich das aus eigener Erfahrung nicht, aber wie gesagt: Keine zusätzlichen Risiken eingehen.

5. Jetzt müsstest Du ein Becken mit einem Steinaufbau (Beispielhaft hinten links), einer Futterstelle (z. B. vorne links) einem möglichst weit von der Futterstelle entfernten Moosbeet (z. B. rechte Seitenwand) und viel freiem Bodengrund haben. Einen Teil dieses freien Bodengrundes bestücken wir jetzt mit getrocknetem Laub, wiederum wegen Mikroorganismen und Nahrungsangebot. Auch hier gilt: Garnelen sind "Weidetiere", die den ganzen Tag nach Futter suchen. Ergänzt wird das Laub noch durch einige Erlenzapfen. Nicht nur wegen der gesunden Wirkung dieses Produkts, die wohl oft überschätzt wird, sondern um wegen des Fehlens von Holz ein wenig festere Struktur für die Garnelen zu schaffen.

6. Das Becken gut beleuchtet stehen lassen, bis sich kleinere Algen auf dem Stein gebildet haben. Auch wenn ich mich wiederhole: Aufwuchs ist Weideland und Nahrung für die Tiere.

7. Natürlich können und sollten wegen der Bodenhygiene ein paar Turmdeckelschnecken in das Becken einziehen, auf weitere Schnecken würde ich verzichten, es sei denn, sie werden eingeschleppt. Ich will Garnelen beobachten und kein Wirbellosenbiotop.

8. Nunmehr können die Garnelen gekauft und eingesetzt werden. Die grundlegende Technik des Umgewöhnens via Tröpfchen ist bekannt. Hier würde ich so päpstlich sein wir irgend möglich. Gern darf der Vorgang einen ganzen Abend dauern. Ich möchte auf jeden Fall ausschließen können, dass spätere Todesfälle auf das Umsetzen zurückzuführen sind.

(Anmerkung: Ich bin etwas paranoid, was die Qualität mir gelieferter Tiere angeht und neige daher dazu, Tiere verschiedener Lieferanten zusammenzuführen, um auszuschließen, dass die Ausgangstiere bereits krank waren. Das ist aber eher eine persönliche Schwäche von mir. Die Gefahr ist nämlich, dass die Tiere aus unterschiedlichen, untereinander unverträglichen Bakterienkulturen kommen. Du führst die Tiere bei meiner Methode ja quasi ohne Quarantäne zueinander. Welches Risiko Du für größer hältst, musst natürlich Du beurteilen.)

9. Nach dem Einsetzen gibt es nur noch drei Dinge zu tun:
a) Fleissig Wasser wechseln,
b) die Tiere beobachten, beobachten und nochmals beobachten,
c) etwaige Probleme hier berichten.
Vermeide jeden Aktionismus. Wir haben unser "Labor" eingerichtet und sehen, was passiert. Fortgesetztes Ändern der Versuchsbedingungen führen zu nicht aussagekräftigen Ergebnissen.

10. Wenn das Vorhaben gelingt, was für mich dann der Fall wäre, wenn ich eine F2-Population feststellen kann, die problemlos aufwächst oder - einfacher zu beobachten - der Bestand an adulten Tieren sich verdoppelt hat, kann das Laborbecken langsam auf Normalbedingungen umgestellt werden. Du kannst also jetzt auch anspruchsvollere Pflanzen einbringen, Verstecke schaffen und die Steine, wenn Du willst durch Wurzeln ersetzen. Ich würde aber zwischen jedem Schritt zwei bis drei Wochen abwarten, ehe ich den nächsten unternehme, um, sollten jetzt vermehrt Todesfälle auftreten, die Ursache einigermaßen exakt benennen zu können.

Beachte bitte, dass ich nichts über Wasserwerte gesagt habe und erst recht nicht dazu rate, Wasser zu panschen. Der einzige Wasserwert, den ich in der Anfangszeit beobachten würde, ist Nitrit. Wenn Deine Probleme bei neocaridina auftreten, liegt es weder am ph-Wert noch an der Härte. Extreme Werte können auch hier die Fortpflanzung beeinflussen, aber nicht das Überleben der Tiere.

Wenn Du magst, kannst Du zusätzlich ein geeignetes Wässerchen kaufen, um die Garnelen mit Mineralien zu versorgen. Eigentlich sollte das aber nicht erforderlich sein.

@Patrick: Entschuldige bitte, dass ich Dein Thema kurz ausgeliehen habe, um auf das Problem von Caillean zu antworten. Vielleicht ist meine Laboridee aber auch außerhalb des konkreten Problems von Interesse, um einen Fluch, wie er von Caillean beschrieben wurde, zu brechen.

Gruß!

Algerich

Geändert von Caillean (12.06.2016 um 17:10 Uhr)
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Alt 12.06.2016, 17:28   #2
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Hallo Caillean

Hast Du auch schon alle typischen Garnelenkrankheiten auf Bildern angesehen, nur um sicher zu gehen.

Dann würdest Du das mit Deinen Händen, gleiches Handtuch, gleicher Kescher, usw evtl überall hin übertragen.

Das könnte (nur könnte) dann erklären, warum es egal ist, welches Wasser Du verwendest, oder wie Du es zusammenmischst.

.

Giftspuren

leichte, die aber ständig schwächen, und manchmal auch umbringen?

Also ich denke da an das Streicheln von Katzen, die fast immer behandelt werden. Oft mit Langzeitpräparaten, wer weiß, wie lange so etwas auf einer Stuhllehne aktiv bleibt.
Hundeflohhalsband, spot on.
Pferde gestreichelt, die mit Insektenspray eingenebelt sind
Aquarienhandtuch, das mit Waschmittel gewaschen wird (riech mal danach an Deinen Händen, das ist dran!)

Zimmerpflanzen oder Balkonpflanzen?????
JEDE von ihnen ist beim Kauf mit Pestiziden voll, mit Insektiziden, mit Akariziden.

Du gießt, fühlst nach der Erde, brichst alte Blüten ab.
Wäscht Dir die Hände, fasst in ein Aquarium...
Spuren sind noch immer da

Pyrethrum und co bauen sich schnell ab, sagt die Werbung.
Ja, draußen, mit UV-Strahlung.
Auf Gegenständen in der Wohnung aber sehr sehr lange nicht.

Kombidüngestäbchen angefasst? Mit Schädlingswirkung?
Etwas auf den Boden gebröselt? Dort die Woche drauf etwas fürs Aquarium abgelegt...
Stäbchen wieder aufgeräumt, Türklinke angefasst...

Deosprühen im Raum - vielleicht nicht Du, aber jemand anderes?

.

Hast Du SEHR weiches Wasser?

Kann mir zwar kaum sooo weiches Wasser vorstellen, dass DIESE Garnelen Häutungsprobleme deswegen hätten, aber das wäre dann ja leicht mit einem Löffel Aufhärtesalz behoben.

sind nur Spinnereien

Ich bin da auch echt etwas para... denke um alle Ecken, und fasse tagelang vor geplanter Wochenreinigung nichts an

Gruß Sonne
Sonnentänzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2016, 21:30   #3
Rinkikäfer
 
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Hallo Caillean,

anfangs hatten wir mal hin und wieder eine tote Garnele, jede einzelne davon haben wir tot aufgefunden. Da schiebe ich es auf unsere Unwissenheit. Wahrscheinlich hatten wir sie durch die von Sonne genannten schädlichen Einflüsse auf dem Gewissen.

Für meine Orange Sakura kann ich das alles ausschließen. Es sind definitiv nur zwei von zehn übrig geblieben, die wuseln aber quietschfidel herum. In diesem Becken habe ich nie auch nur eine tote Garnele gefunden.

Ich vermute eher einen Fressfeind. Wie schon erwähnt habe ich mal eine Anentome helena an einer der Garnelen erwischt. Sie hat es nicht geschafft, die Garnele ist weggesprungen.

Es wird öfter mal erwähnt, dass die Garnelen Schnecken nicht als Gefahr wahrnehmen und deshalb nicht flüchten. Und die Helena nehmen meiner Meinung nach einfach das was auf den Tisch kommt. Hier schreibt man auch darüber:
http://crustahunter.com/clea-helena-...nur-schnecken/


Liebe Grüße
Annette
Rinkikäfer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2016, 22:04   #4
Öhrchen
 
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Hallo,

ich denke, wie Sonne, in Richtung Vergiftung/ für Garnelen unpassendes Wasser.

Es gibt so Fälle. Leitungswasser, mit dem Fische kein Problem haben, erweist sich als ungeeignet für Garnelen. Ohne, daß man konkret weiß, woran es liegt.
Naheliegend als Ursache wäre Kupfer, das auf irgendeine Weise ins Wasser gelangt (Leitungen, Warmwasserspeicher o.ä.). Garnelen reagieren da schon auf Mengen, die mit den Tests für Aquarienwasser nicht nachweisbar sind.

Wenn du es nochmal mit Garnelen Versuchen willst, rate ich dir zu einem kleinen Becken, in dem du ohne großen Aufwand Osmosewasser oder destillertes Wasser nehmen kannst. Das dann aufbereiten mit GH/KH+, so dass es ungefähr die Werte von mittelharten Leitungswasser hat. Somit wäre dein Wasser aus dem Hahn als Ursache ausgeschlossen.
Öhrchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2016, 19:08   #5
Caillean
 
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Hallo

Ich werde später noch mal ausführlich antworten und dabei auf alle von euch Drei (und Algerich) genannten Ideen eingehen bzw mein geplantes Setup vorstellen.

Ich frage mich halt, wenn so kleine Mengen Kupfer schon tödlich sein können, gibt es dann auch spezielle Tests um diese Mengen nachzuweisen? Oder würde eine Wasseraufbereitung helfen um solche Metalle zu binden?

Ich habe durch die Arbeit Zugriff auf destilliertes Wasser, daran soll es also nicht scheitern wenn es absolut notwendig ist.

An Deo etc als Gefahrenquelle habe ich nie gedacht, kann das zwar nicht ganz ausschließen aber meine Becken sind zumindest alle abgedeckt und ich greife nur mit gewaschenen (nur viel heißes Wasser, keine Seife, kein abtrocknen) in meine Becken.
Fressfeinde kann ich im Grunde ausschließen, außer Posthornschnecken sind eine Gefahr. Auch im Lido die Salmler haben den Garnelen (auch den kleineren) nicht nachgestellt und hätten höchstens Nachwuchs dezimiert.

Parasiten (Planarien, Hydra, Libellenlarven oder sonst irgendetwas auffälliges) habe ich noch nie in einem meiner Becken bemerkt. Werde danach suchen.

Ich werde dann bei den Garnelen noch vermehrt darauf achten nicht vom Garten direkt zum Becken zu gehen, nicht Katzen streicheln etc. war zwar damals kein Thema, aber inzwischen wäre auch das eine Gefahrenquelle.

Ich frage mich gerade, wie so empfindliche Tiere überhaupt bei irgendjemandem überleben nur bei mir nicht *g*

Ich halte ja noch Ameisen und eine Vogelspinne, also sind Insektizide sowieso als Riesen-Tabu abgestempelt bei uns daheim.
Caillean ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2016, 19:24   #6
Snausen
 
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Hallo Caillaen,

ich würde anfangs nicht zu sparsam füttern, ein ganz frisches Becken hat ja noch nicht so viel Mulm usw.

Ameisen? Das finde ich super interessant!

Ciao Susanne
Snausen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2016, 19:25   #7
Öhrchen
 
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Hi
In Sachen Kupferbelastung von Wasser kann dir Sonne aus leidvoller Erfahrung sehr gut weiterhelfen
Mit (entsprechend aufbereiteten) destillierten Wasser bist du natürlich auf der sicheren Seite, und könntest zumindest das Wasser als Ursache ausschließen.
Öhrchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2016, 23:02   #8
Sonnentänzerin
 
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Hallo Caillean

Ja, leider (Kupfererfahrung)

Ich kann bestätigen, dass Du mit dem JBL Test, der nicht gerade tief auflöst, wenn dieser o.K anzeigt, Deine Red Fire auf jeden Fall halten kannst!

Ich habe auch noch Apfelschnecken, und zwar schon sehr alte Tiere, diese leben sehr gut in meinem Wasser.
Und Amanogarnelen, Mulukken- und Gabun-Fächergarnelen.

O.k ich bin ein wenig "drüber", und jag mein Dauerkupferwasser gleich durch ZWEI Kohlefilter, UND dann gebe ich noch normalen Wasseraufbereiter in 3/4 Dosierung.

Die werden auch bald bei Dir leben, Red Fire sind nicht kompliziert.
Sie leben ja sogar noch in geleerten Becken mit 1 cm Wasser, das extra noch rumsteht, bis man jede Einzelne der Nachzügler mit dem Teelöffel rausgesammelt hat.
Hat bei mir über 1 Woche so gestanden, damit ich ja kein Tier wegschütten muss mit dem alten Kies.

Lass noch mal genau messen.
Denn wenn nichts drinnen ist, brauchst Du auch den teuren Kupfertest gar nicht kaufen.

Und falls doch, gibt es Wasserfilter.
Anschluss direkt an einen Wasserhahn, trennbar durch Kupplungen.
Ohne Hilfe vom Mann.
Ist ein Gefäß mit einer Kohlepatrone innenliegend.
Wasser läuft durch, und fertig ist alles.
Keine Probleme mehr mit fraglichen Giftstoffen aus der Leitung.

Aber mess erst noch einmal, bevor Du da sonst was machst, oder mit destilliertem Wasser hantierst.
Denn Red Fire können in fast jedem Leitungswasser leben.
Notfalls eben vorher durch die Kohlepatrone, und gut.

Das wird

Ich hab auch ewige Heulerei deswegen gehabt, und Angst, in der neuen Wohnung nie wieder Aquarien haben zu können.
Mal wieder völlig umsonst geflennt gehabt, wie typisch für liebe Sonne

Gruß Sonne
Sonnentänzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2016, 11:56   #9
Caillean
 
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Hallo Allerseits!

Ich habe jetzt das Thema noch einmal überschlafen.
Meine Grundsatzfragen drehen sich jetzt eigentlich alle darum, wie Laborhaft das Design wirklich sein soll.


Grundsatzfrage 1: Soll ich trotz genügend vorhandener Nano-Becken (30 Liter) die ich wieder in Betrieb nehmen könnte ein ganz neues Becken kaufen damit das ganze wirklich Sinn hat?

Ganz neu anfangen wäre für mich: 1 (oder eingentlich 2 ganz neue idente) Becken kaufen, minimalistisch einrichten, absolut nichts einbringen (Schnecken, Pflanzen), was in meinen bishrigen Becken war (falls ich tatsächlich Garnelen-Krankheitserreger in meinen Becken habe, sind sie in allen Becken), sondern alles neu kaufen bzw. Pflanzen und Schnecken dort holen wo ich auch die Garnelen holen werde.

Ich würde sonst einfach das Becken komplett mit heißem Wasser ausspülen, genauso den vorhandenen Sand.

Grundsatzfrage 2: Woher weiß ich, dass nicht bereits auf meinem Herbstlaub oder den Erlenzäpfchen Spuren von etwas sind, das die Garnelen tötet? Ich sammle natürlich weder in der Nähe von Straßen noch in der Nähe von bewirtschafteten Feldern, aber trotzdem...

Grundsatzfrage 3: 1 oder 2 Becken? ideal fände ich persönlich 2 Becken die beide nebeneinander laufen.
Es würden dann beide Becken mit (ggf durch Kohlepatrone gefiltertem) Leitungswasser laufen. Idealer weise würden die Garnelen also in beiden Becken gleich gut leben und sich vermehren, und wenn ich dann einen (potenziell tödlichen...) Parameter ändere, also z.b Holz oder Ableger meines Pflanzenbestandes in ein Becken einbringe, habe ich zumindest noch ein zweites Kontrollbecken.
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Alt 14.06.2016, 12:45   #10
Öhrchen
 
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Hallo,

Zitat:
Grundsatzfrage 1: Soll ich trotz genügend vorhandener Nano-Becken (30 Liter) die ich wieder in Betrieb nehmen könnte ein ganz neues Becken kaufen damit das ganze wirklich Sinn hat?
Ich würde die vorhandenen nehmen. Die meisten Erreger sterben ohne Wirt, und im Trockenen, ab. Wenn du ganz sicher gehen willst, kannst du die Becken und eventuelles Zubehör wie Filterteile nochmal mit Klorix einweichen. Man braucht ziemlich viel davon zum desinfizieren, und muß natürlich sehr gut nachspülen. Habe ich hier schon mehrfach gemacht, über Nacht eingeweicht, gespült, nochmal mit klarem Wasser stehen gelassen. Gut trocknen lassen (eventuelle Chlorreste verdunsten ja auch). Filtermedien wie Schaumstoff kann man abkochen, würde ich aber neu kaufen. Ebenso Sand.

Zitat:
Grundsatzfrage 2: Woher weiß ich, dass nicht bereits auf meinem Herbstlaub oder den Erlenzäpfchen Spuren von etwas sind, das die Garnelen tötet? Ich sammle natürlich weder in der Nähe von Straßen noch in der Nähe von bewirtschafteten Feldern, aber trotzdem...
Also wenn die Pflanzen oder deren Umgebung nicht gerade massiv mit Pestiziden behandelt wurden, glaube ich nicht, daß das Laub oder die Erlenzapfen die Ursache sind.

Zitat:
Grundsatzfrage 3: 1 oder 2 Becken? ideal fände ich persönlich 2 Becken die beide nebeneinander laufen.
Es würden dann beide Becken mit (ggf durch Kohlepatrone gefiltertem) Leitungswasser laufen. Idealer weise würden die Garnelen also in beiden Becken gleich gut leben und sich vermehren, und wenn ich dann einen (potenziell tödlichen...) Parameter ändere, also z.b Holz oder Ableger meines Pflanzenbestandes in ein Becken einbringe, habe ich zumindest noch ein zweites Kontrollbecken.
Ist ein bißchen Geschmackssache, oder? Willst du verschiedene Farbformen vom Neocaridina halten? Da bieten sich zwei AQs natürlich an.

Das Wasser würde ich auf jeden Fall filtern, eventuell auch Wasseraufbereiter rein, falls das der Auslöser ist. Oder eben dest. Wasser...
Öhrchen ist offline   Mit Zitat antworten
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