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Alt 15.01.2019, 22:57   #1
Archilleos
 
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Standard Wiederholtes Corydorasterben

Folgende Angaben ermöglichen eine zeitnahe und umfassende Antwort deiner Frage. Bitte trage unterhalb der Punkte deine Antworten ein und vervollständige darunter deine Frage.:

- Genaue Beschreibung des Problems (am besten mit einem Foto)
Corydorae verschwinden/sterben über einen längeren Zeitraum hinweg.
Die Anzahl der Tiere nimmt beständig ab mit einer Rate von ca. 1-2 Tiere/Monat.

- Maße des Beckens (L x B x H) ?
180x60x60

- Wie lange läuft das Becken?
1 Jahr

- Wasserwerte (pH-Wert, Nitritwert, KH-Wert, Gesamthärte, Nitratwert und Temperatur)
ph: 7
Nitrit: 0
Nitrat: 20
KH: 14
GH: 21


- wie oft und wie viel Wasser wird gewechselt?
Wöchentlich 50%, danach Zugabe von Huminelixier

-wie viel und was genau wird gefüttert?
täglich Frostfutter (abwechselnd rote, weiße, schwarze Müla und Artemia) und Vipachips

- welche Symptome zeigt der Fisch?
Blässe, Kraftlosigkeit/Apathie, eingefallener Bauch.

- sind andere Tiere auch betroffen?
Bisher exklusiv Corydorae, sowohl Antennenwels als auch Engelswelse zeigen keine derartigen Schwund. Salmler geht ab und an einer über den Jordan, aber das sind Einzelfälle und meist schon vorher zu erkennen.
Sogar der erblindete Fadenfisch hält sich weiter prächtig...


- gab es evtl. vor kurzem ähnliche Probleme, bzw. andere Krankheiten, Todesfälle, etc?
Nur unter den Corydoras.

- wurde evtl schon mit Medikamenten behandelt, wenn ja, mit was und wie lange?
Nope.

- wurden in letzter Zeit neue Fische eingesetzt, wenn ja, sind die neuen Fische oder der Altbestand betroffen?
Nein, nichts neues seit über 6 Monaten. Der Schwund zieht sich aber auch schon längere Zeit hin.

- wurde sonst etwas gravierendes am Becken, bzw. der Technik verändert (zb Filter getauscht, Bodengrund gewechselt, neuer Dünger oder andere "chemische" Mittelchen (zb um Wasserwerte zu verändern) verwendet, etc.)?
Nope.

Soviele Krankheiten und Probleme hatte ich in meinem alten Becken nichtmal ansatzweise... Oder ich bin aufmerksamer und bekomme es besser mit
Alle Fischarten halten sich prächtig, nur dir Corys haben wiederholt Probleme - schon seit längerer Zeit.
Durch deren Tendenz, sich zu verstecken und sehr scheu zu sein fällt auch immer nur nach einer Weile auf, dass es weniger wurden. Ich habe dann den Tieren zuliebe von einem anderen Händler die selbe Gattung wieder aufgestockt, was aber nur effektiv zu mehr Todesfällen führte :/

Die übrigen Tiere wirken alle mehr oder weniger gesund, Bäuchlein und alles ist dran. Ein klassisches Verhungern durch Nahrungskonkurrenz kann es nicht sein, denn das ist das erste, das ich versucht habe. Der einzige Effekt war eine Explosion an Turmdeckelschnecken, aber das Schwinden der Corys hielt und hält an. Auch sind sie eher selten unterwegs und gründeln nicht tagaus/tagein, kommen aber begeistert, wenn es Futter gibt und bilden Trauben um die Tabletten.
Durch die Putzkolone kriege ich nur selten ein verendetes Tier zu Gesicht, aber die, die ich finde sind alle ausnahmslos relativ blass und sehr abgemagert (Bauch ist faktisch nicht mehr vorhanden, das Knochengerüst drückt sich deutlichst durch). Meistens ist die Leiche auch nicht mehr "frisch", weswegen Augen und Teile der Flossen fehlen - vllt. aber auch ein Hinweis auf die Ursache? Meistens fällt mir da auch ein fehlen der Barteln auf, was ich bis eben aber auf "Abgenage" geschoben habe. Könnte aber das Verhungern der Tiere erklären...
Interessant ist, dass die ältesten Corys (2 Einzelgänger und Resttiere) länger leben als die bisherigen (Leoparden)Corybewohner.
Es scheint so, als wäre alles in Ordnung, bis die Tiere auf einmal abmagern, entkräften und sterben.

Die einzige Option, die ich mir momentan noch vorstellen könnte, wären Darmflaggelaten oder etwas anderes, das die Verdauung der Tiere kritisch stört (fehlende Barteln? Aber was verursacht sowas... kein scharfkantiger Bodengrund, keine zupfenden Fische...)Wobei jetzt wo ich das so schreibe... Als "Unterbau" für den Bodengrund wurde Lavagestein verwendet, JBL Proscape-System. Gelegentlich kommt davon aber immer etwas an die Oberfläche, wo es eigentlich nicht hingehört (ich drücke das so gut es geht als wieder nach unten, aber jedes kleine Steinchen erwischt man nicht und das könnte natürlich die Barteln der Tiere verletzen...). Manche Arten leben schon wie gesagt solange im AQ wie es steht, andere habe inakzeptable Ausfallraten...
Andererseits gibt es natürlich auch diesen Bericht:

https://www.youtube.com/watch?time_c...&v=yGx__0JDZls

Hm.
Jemand eine Idee dazu?

Geändert von Archilleos (15.01.2019 um 23:27 Uhr)
Archilleos ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 16.01.2019, 09:13   #2
Finn
 
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Moin.
Darf ich mal nach der Beleuchtung fragen?
Habe mal Corys in einem stark beleuchteten Becken gehabt. Scheinen sie nicht sehr zu mögen. Vom ersten Tag an waren sie wie du beschrieben hast, scheu und apathisch. Ist dann auch dauerhafter Stress. Hatte dann die Beleuchtung einige Tage stark gedimmt und konnte wieder die natürliche Verhaltensweise feststellen. Anschließend kamen sie in ein anderes Becken.

Alles gute für die kleinen.
Gruß
Finn

Danke: (1)
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Alt 16.01.2019, 09:31   #3
Archilleos
 
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Die Beleuchtung ist eher Durchschnitt, wenn ich mich recht erinnere mit knapp 28lm/Liter. Eine Lichtsteuerung ist auch vorhanden, weil ich den Lichtschock durch spontanes Einschalten eh verhindern wollte - Sonnenuntergänge und Mondlicht gibt es

Ich habe mich vielleicht auch etwas falsch ausgedrückt - durch die natürliche Scheu sieht man sie recht selten einfach im vorbeilaufen, bleibt man aber still wird wie immer gegründelt Das Becken ist inzwischen auch recht gut bewachsen mit Cabomba, Sessiflora und einigen Echinodorus. Unterschlupfe sind alleine schon wegen den Engelswelsen an sich genug vorhanden. Die gesunden Tiere haben auch genug Energie, zumindest können sie massiv flitzen wenn sie eine unerwartete Bewegung feststellen

Mein Becken habe ich übrigens, mit Video, hier vorgestellt -
https://www.zierfischforum.info/beck...rika-fast.html
Der Bewuchs ist inzwischen natürlich eher intensiver geworden
Archilleos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2019, 10:14   #4
radlhans
 
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Hallo,

Zitat:
Ich habe dann den Tieren zuliebe von einem anderen Händler die selbe Gattung wieder aufgestockt, was aber nur effektiv zu mehr Todesfällen führte :/
Da denke ich sofort an Keimunverträglichkeit. Für diesen Grund spricht, dass du nach dem Zusatz der neuen Tiere mehr Todesfälle hattest.
Könnte aber höchstens eine Begleiterscheinung sein, da du ja vorher auch schon Todesfälle hattest, wenn ich das richtig verstanden habe...
Wie hast du die neuen Corys denn eingesetzt - mit längerer Eingewöhnung oder gar Quarantäne?

Ansonsten fällt mir erstmal nix weiter dazu ein. Sorry!

Gruß,
Gerd

radlhans ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2019, 11:08   #5
Archilleos
 
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Damals hatte ich noch kein Quarantänebecken, also wurden sie, wie die letzten Jahre auch, direkt eingesetzt.
Aber das Aufstocken kam ja auch erst nach dem ersten Schwund der Tiere. Von daher bestenfalls eine Verschlimmerung, aber leider nicht die Ursache... Was ich meinte ist, dass der Bestand wieder weiter geschrumpft ist, weil ich die Ursache nicht kannte (ich ging von einem unbemerkten Krankheitsausbruch aus, wartete eine Weile ob mir etwas auffiel und als alles gut war hab ich dann nachbesetzt).

Aber es ist etwas tröstlich, das ihr auch etwas ratlos seit. D.h. für mich nämlich, dass ich nichts offentsichtliches übersehen habe und damit die Tierchen quasi ermordet habe
Wenn sich nichts ergibt werde ich wohl einfach die Tierchen ihr Leben leben lassen, einige Zeit warten, wenn sie nicht mehr sind (mind. 6 Monate) und dann mit einer anderen Gattung nochmal mein Glück versuchen...
Früher habe ich marmorierte Welse fast 8 Jahre gehalten und ein Ausfall pro JAHR gehabt...
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Alt 16.01.2019, 11:36   #6
Finn
 
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Wie sieht es mit Sauerstoff aus? Schießen sie ab und an zur Wasseroberfläche?
Was Fischkrankheiten kenne ich mich leider nicht aus. Deswegen versuche ich es eher die Rahmenbedingung abzufragen.
Und so schleichende Sachen sind immer etwas schwieriger einzuschätzen.

Vielleicht ist es auch schon ein Problem in der Zucht? Hast du den Nachbesatz beim gleichen Händler gekauft wie die Tiere zuvor?

Und wegen Lavagestein... Hast du mal geschaut, ob die Barteln noch intakt sind?

Danke: (1)

Geändert von Finn (16.01.2019 um 11:38 Uhr)
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Alt 16.01.2019, 11:59   #7
Archilleos
 
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Nur zu, etwas Brainstorming schadet nie
Alles, was wir ausschließen können führt näher zu einer Lösung


Sauerstoff hatte ich gefühlt ein Problem, da die Atmung der anderen Fische etwas zu heftig war für meinen Geschmack. Hab ich aber schon vor einer Weile durch veränderten Filterauslauf und stärkere Oberflächenbewegung so eingestellt gekriegt, dass alle ruhig atmen.
Ein Darmatmen habe ich bisher auch (fast) nie beobachtet - nur sehr selten hat sich mal einer im mittleren Bereich aufgehalten. Würde ja auch die anderen Fische oder die Engelswelse betreffen, aber denen geht es hervorragend.

An die Barteln dachte ich auch schon und nachdem mir gestern die Idee kam bin ich im dunklen mit dem Kescher durch und habe versucht, die oberste Schicht (und damit das Vulkangestein) abzuschöpfen. Hab dann gestern auch noch etwas Recherche betrieben und das "Barteln weg durch scharfe Steine" scheint eher eine dieser hartnäckigen Aquaristikfabeln zu sein. Nichtsdestotrotz werde ich da verstärkt versuchen, die Bröckchen zu entfernen, die doch irgendwie nach oben gewühlt wurden. Sind halt feiner als der sonstige Bodengrund und mit der Zeit "rüttelt" sich mal etwas nach oben...

Mir ist auch das Thema Faulgase durch den Kopf geschossen, aber trotz Gestochere konnte ich da keine Blasenbildung feststellen. Wäre auch unwahrscheinlich bei der Armee an TDS im Becken, da wird alles übrige sofort verfuttert.

Wie gesagt, generell hat kein Bodenbewohner ein Problem, nur dir Corys, es ist also etwas, dass sie speziell beeinflusst...
Archilleos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2019, 12:13   #8
Finn
 
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Wo du gerade Darmatmer sagst. Das geht jetzt zwar schon in Richtung absurde Spekulation und ist etwas haltlos, aber wenn du sagst, sie fressen und fallen trotzdem mehr oder weniger vom Fleisch, könnte es vielleicht doch in Richtung Wurm/Paradist gehen, die sich aufgrund ihrer etwas anderen Anatomie nur bei den Corys breitmachen??

Bitte nicht verurteilen. Das ist 0 recherchiert. Nur so ein Gedankenspiel.

Danke: (1)
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Alt 16.01.2019, 13:02   #9
Archilleos
 
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Kein Verurteilen, ist garnicht absurd und eine gute Theorie!

Aus irgendwelchen Gründen mögen die Corys schwächer sein, weswegen bei denen das ausbricht - daher die Vermutung auf Darmflagellaten.
Einen Befall von Hautwürmern hatte ich schon, dem konnte ich mit durch meine Katzen vorhandenes Panacur damals entgegenwirken. Das Zeug hat eine lange Halbwertszeit im Becken, ist aber für alles, was im Becken lebt, sonst ungefährlich.
Auch wenn ich dafür geschimpft werde, habe ich natürlich sowas auch bedacht und wieder Panacur eingesetzt - alleine schon, weil ich sehr viel Frostfutter füttere und sich somit so Dinge einnisten können. Hat aber nichts geändert, deswegen bin ich jetzt ja bei den Darmflagellaten gelandet... Hätte gestern fast schon Flagellol bestellt, aber da das Hauptsymptom, die Lochkrankheit, nicht auftritt...
Ich bin eigentlich alle mehr oder weniger bekannten Gründe durch, deswegen bin ich ja wieder hier gelandet, weil ich es mir einfach nicht erklären kann. Von daher sind deine Denkanstöße genau das, auf was ich gehofft habe
Archilleos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2019, 16:57   #10
David Teichfloh
 
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Hi,

uff - da ist wirklich schon an alles gedacht worden.
Ich tippe ebenfalls auf eine Unverträglichkeit. Das kommt vor, heißt aber, dass du diese nette Gesellen eben NICHT halten kannst. Lass es also...

Das war bei mir mit Gruppys ebenso. Anderswo vermehren sie sich wie die Karnickel - bei mir wurden es immer weniger.
Heute weiss ich: mein Wasser war zu weich für sie (kann eigentlich nicht sein...).

Danke: (1)
David Teichfloh ist offline   Mit Zitat antworten
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