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Alt 21.02.2022, 16:15   #1
S'harien
 
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Standard Umgang mit Krankheiten

Hallo zusammen,

da ich gerade einen aktuellen Fall einer Krankheit im Becken habe, würden mich eure Erfahrungen beim Umgang mit dieser Thematik interessieren. Die Ausgangslage ist aktuell so, dass ich bei einem meiner Salmlern bemerkt habe das er Krankheitsanzeichen zeigte. Erst passives Verhalten, dann Verfärbung, Glotzaugen, angeschwollener Körper und zuletzt abstehende Schuppen. Schaut alles nach Bauchwassersucht bzw. irgendeiner bakteriellen Infektion aus.
Erste Maßnahmen sind klar: Wasserwechsel, Quarantäne für die Tiere mit Symptomen, Eichenlaub, Erlenzapfen, Seemandelbaumblätter und dann abwarten und hoffen. Aussichten sind aber mies, der erste Fisch ist in der Quarantäne bereits verstorben...
Ebenfalls habe ich für die Tiere in Quarantäne zusätzlich eine Behandlung mit Virumor von Aquarium Münster angefangen. Ob die Behandlung erfolgsversprechend ist sei mal dahingestellt, aber ich wollte es zumindest versucht haben.

Jetzt zu meinen eigentlichen Fragen:
Wie geht Ihr mit dem verbliebenen Besatz um? Ausschließlich die ersten Maßnahmen wie oben beschrieben durchführen und dem Ganzen seinen Lauf lassen?

Würdet Ihr eine prohyplaktische Behandlung mit dem Medikament machen, unter der Annahme das der gesamte Bestand infiziert ist (auch wenn er noch keine Symptome zeigt)? Letzterer Gedankengang kommt daher, dass ich einige Tage nach Separierung der ersten Tiere weitere kranke Tiere entdeckt habe. Die Krankheit geht also weiter im Becken um.

Kann es Sinn machen die ohnehin in den nächsten Monaten geplante Grundreinigung des Beckens vorzuziehen? Und sollte man dabei lieber einen kompletten Neustart in Betracht ziehen, also neues Hardscape, neue Pflanzen, neu aufgesetzter Filter und alles desinfizieren, oder würdet Ihr es bei einer Grundreinigung und Erneuerung nur der ohnehin geplanten Sachen belassen?

Danke euch für jede Erfahrung,

Gruß Jörg
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Alt 21.02.2022, 16:53   #2
dumdi65
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Hallo Jörg.

Natürlich ist das kein schönes Thema. Von daher kann ich dir nur sagen was ich in diesem speziellen Fall mache: den Fisch erlösen. Warum? Einfach erklärt. Wenn du den Fisch darauf behandelst bevor die Schuppen abstehen hast du eine ERfolgschance von 30%. Stehen die Schuppen ab sind die Erfolgschancen bei 0%. Das ist leider die Realität.

Ansonsten machst du alles so wie ich es auch machen würde bei jeder XY Krankheit. Nur die Beckenreinigung würde ich nicht machen da es die Tiere zusätzlich schwächen würde. Stattdessen jeden 2ten Tag Wasserwechsel 50% durchführen. Auch eine Behandlung in betracht ziehen. Ist es aber wirklich die infektiöse BAuchwassersucht ist solltest du dir wegen der Beckenhygiene allgemein Gedanken machen. Den zu 99% ist diese Krankheit darauf zurückzuführen.
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Alt 21.02.2022, 18:43   #3
S'harien
 
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Hi Balu,

danke dir für Antwort.

Wegen der Erfolgsaussichten mache ich mir auch eher wenig Illusionen, auch wenn ich die weiteren betroffenen Tiere seit Patient 0 frühzeitig erwischt habe und separieren konnte.

Wie du auch, vermute ich Probleme in der Beckenhygiene als Hauptverursacher, denn von außen kam schon seit Monaten nichts mehr rein in das Becken. An den aktuellen Pflegemaßnahmen kann es eigentlich nicht liegen, aber ich vermute es ist nicht ganz unwahrscheinlich das in dem Becken auch ein paar Altlasten schlummern. Im aktuellen Setup läuft das Becken schon einige Jahre und es gab aus unterschiedlichen Gründen zwischendurch eine Phase in der ich dem Becken nicht die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet habe. Vermutlich hat sich da etwas angesammelt und bricht sich gerade ein bisschen Bahn. Daher die Idee das Becken zu sanieren.

Aber du hast recht, zunächst sollte ich das Becken versuchen zu stabilisieren.

Wenn wir jetzt einen Schritt weiterdenken: Wie grundlegend würdest du die Sanierung machen? Mein ursprünglicher Gedanke war - Bodengrund komplett tauschen, Hardscape teilweise erneuern und den Rest abwaschen, Pflanzen teilweise ersetzen. Der Filter sollte unangetastet bleiben und auch das Becken selbst wollte bestenfalls einmal durchspülen.
Würdest du das so machen, oder ist eher der ganz große Schnitt mit komplett neuen Pflanzen, Desinfektion und abkochen nötig?

Grüße, Jörg
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Alt 21.02.2022, 18:54   #4
dumdi65
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Also ich sehe das so:

Bodengrund auf jeden Fall gründlich spülen, außer du möchtest einen anderen.

Gründlich abspülen, nur erneuern was dir nicht mehr gefällt.

Pflanzen sind eher seltener Überträger von Krankheiten, wie die Deko auch. Von daher austauschen was du nicht mehr möchtest, den Rest mußt ja eh wässern.

Somit habe ich deine Frage beantwortet.

Danke: (1)
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Alt 10.03.2022, 09:27   #5
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Hallo zusammen,

noch eine weitere Frage nach euren Erfahrungswerten:

Am Samstag wären es jetzt drei Wochen seit ich das Wasserwechselintervall erhöht habe. Am Anfang dieser Zeitspanne habe ich in dem Becken auch das angesprochene Virumor gegeben, da ich mir bei 1-2 Tieren nicht sicher war ob sie ein verändertes Verhalten zeigen oder nicht und dementsprechend das Risiko einer Infektion Bestand. Glücklicherweise hat sich diese Befürchtung nicht bewahrheitet. Seit dem habe ich keine weiteren Ausfälle mehr und die Tiere verhalten sich alle normal und sehen gesund aus.

Wie lange würdet ihr Maßnahmen wie die häufigen Wasserwechsel bei einer Krankheit durchziehen bzw. ab wann würdet ihr davon ausgehen das ein Krankheitsausbruch eingedämmt ist und man wieder in Richtung Normalbetrieb wechseln kann?

Das man in die Tiere schlecht reinschauen kann und ein gewisses Restrisiko verbleibt ist klar. Ich versuche gerade nur herauszufinden, ob man das nach Bauchgefühl machen muss, oder es vielleicht ein paar helfende "Regeln" gibt an denen man sich orientieren kann.

Danke euch wie immer,

Gruß Jörg
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Alt 15.05.2024, 08:20   #6
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