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Mein Labidochromis frisst nicht mehr, scheint Atemnot zu haben und wird weiß. Mache mir große Sorgen.
Hallo zusammen, bin noch ein gänzlicher Neuling was Aquarien angeht und habe hier leider ein Problem. Am Mittwoch stellte ich bei einem zufälligen Wassertest fest, dass ich einen extrem hohen Nitrat Wert hatte (Tatsächlich Nitrat, kein Nitrit). 75 mg/l. Fische waren unauffällig. Habe 9 Labidochromis Yellow. Daraufhin habe ich einen 50% Wasserwechsel gemacht. Seitdem stimmt etwas nicht. Alle meine Yellows haben schnelle Atmung. Einen hats besonders erwischt, der macht mir Sorgen. Der schwamm heute seitlich am Boden, dachte schon ihn hätte es plötzlich erwischt. Der gute (Bilder von ihm übrigens anbei) frisst nichts mehr und scheint große Atemnot zu haben, er schwimmt jetzt permanent an der Wasseroberfläche. Außerdem wird er gefühlt extrem schnell komplett weiß. Was könnte das sein? Die anderen 8 haben auch schnelle Atmung, sind ansonsten aber unauffällig und fressen, wenn auch etwas weniger, verlieren aber keine Farbe und sind auch nicht an der Oberfläche. Sind fidel. Habe zur Unterstützung stundenweise eine Luftpumpe mit eingebaut. Ob das was nutzt weiß ich nicht. Würde mich sehr über Tips und Ratschläge freuen, bin wie gesagt noch ein absoluter Noob mit nur 6 Wochen Aquarienerfahrung. Gruß Christian Maße des Beckens: 260 Liter Juwel Vision, 1,21 m lang Wie lange läuft das Becken? Bei mir seit 6 Wochen ohne Probleme, beim Vorbesitzer viele Jahre am Stück. Wasserwerte (pH-Wert, Nitritwert, KH-Wert, Gesamthärte, Nitratwert und Temperatur) Gemessen mit JBL ProScan: pH-Wert: 7,4 Nitrit: 0 KH-Wert: 8°dH Gesamthärte: >7 °dH Nitratwert: leicht runtergegangen, aber immer noch bei 50 mg/l Temperatur: 25° wie oft und wie viel Wasser wird gewechselt? turnusmäßig alle 10 Tage, zuletzt letzten Mittwoch 50% wie viel und was genau wird gefüttert? Mehlwurm, Moringa, Flakes, Tetra Granulat - immer abwechselnd und nur so viel, dass es den Aquarienboden möglichst nicht erreicht welche Symptome zeigt der Fisch? Atemnot Hängt an der Wasseroberfläche Frisst nicht wird innerhalb kürzester Zeit weiß (siehe Bilder) sind andere Tiere auch betroffen? Jein; etwas schnellere Atmung als sonst und weniger Appetit, aber keine akuten Symptome und keinen Farbverlust gab es evtl. vor kurzem ähnliche Probleme, bzw. andere Krankheiten, Todesfälle, etc? Nein, Problem besteht erst seit letztem Wasserwechsel am Mittwoch wurde evtl schon mit Medikamenten behandelt, wenn ja, mit was und wie lange? Nein wurden in letzter Zeit neue Fische eingesetzt, wenn ja, sind die neuen Fische oder der Altbestand betroffen? Nein wurde sonst etwas gravierendes am Becken, bzw. der Technik verändert (zb Filter getauscht, Bodengrund gewechselt, neuer Dünger oder andere "chemische" Mittelchen (zb um Wasserwerte zu verändern) verwendet, etc.)? Mein Außenfilter hat vor 10 Tagen 50% neue Filtermedien bekommen Steinhöhlen und Wurzeln als Versteckmöglichkeiten wurden ergänzt Sonstige Anmerkungen: innerhalb der letzten 7 Tage gab es öfters mal Auseinandersetzungen und Verfolgungsjagten untereinander. |
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Hallo Christian!
Ein paar spontane Gedanken für eine nähere Fehlersuche hätte ich. Da die Atemnot direkt nach dem Wasserwechsel aufgetreten ist: Hast Du mal überprüft ob mit dem Wasser alles in Ordnung ist? Könnte es zum Beispiel sein das Chlor im Wasser war? Ich weiß zwar nicht ob es Atemnot auslöst, es wäre aber in jedem Fall ungesund. Diese Menge an Nitrat muss irgendeine Ursache haben. Überprüfe doch mal ob sich irgendwo hohe Mengen an organischem Material angesammelt haben. Wie Deine Futtergaben sind (und ob wirklich alles gefressen wird) oder ob irgendwo vielleicht etwas vergammelt. Auch könnte es sein das der Wechsel des Filtermaterials den Anstieg der Werte ausgelöst hat, da dadurch die Beckenbiologie aus dem Gleichgewicht gekommen ist und sich schädliche Soffe im Becken ansammeln. An diesem Punkt hilft dann nur Geduld (und Wasserwechsel - vorausgesetzt das Wasser ist in Ordnung s.o.) und drauf warten bis die fehlenden Filterbakterien wieder zurückgekommen sind. In dem Zusammenhang würde ich den Nitritwert auch nochmal überprüfen und vielleicht den Ammonium/Ammoniak Gehalt. Wenn dort die Konzentrationen zu hoch sind, verdrängt das den Sauerstoff und deine Tiere hängen an der Oberfläche. Die Flossen des Tieres scheinen mir auch in Mitleidenschaft gezogen zu sein (oder sehen die bei dieser Art so aus?). Ob das jetzt krankheitsbedingt oder das Ergebnis der Verfolgungsjagden ist vermag ich von hier aus nicht zu beurteilen, denke aber das es in jedem Fall Teil des Problems ist. Wenn das Tier Blässe zeigt, ist das eigentlich immer ein Zeichen von Stress und das wiederum schwächt das Immunsystem. Grüße, Jörg
Geändert von S'harien (17.06.2022 um 19:56 Uhr) |
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Registriert seit: 17.06.2022
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Hallo Jörg,
danke für Deine schnellen Tips! Chlor kann ich tatsächlich mit ausschließen, das ist laut Messstreifen bei 0. Ich hab jetzt gerade mal noch den Beckenboden "abgesaugt". Futterreste hab ich nicht nennenswert entdeckt, aber in der einen Höhle die ich gebaut habe eine größere Menge Fischkot. Hinsichtlich Filter: Hab in meinem Filter noch einen Medienkorb frei und hab hier jetzt ein zusätzliches Harz zur Neutralisation von Nitrat, Nitrit und Ammoniak bestellt, sollte eigentlich morgen kommen, dann kommt das mit rein in den Filter. Frage zu Ammoniak: Das hatte ich bis jetzt gar nicht auf dem Schirm, wie kann ich das prüfen und welche Auswirkungen hat das auf die Fische? Nitrit war heute immer noch bei 0. Zwecks Flossen noch: Ist mir auch aufgefallen, dass der gute zersaust aussieht, die Flossen der anderen Fische schauen definitiv besser aus. Der Fisch ist halt leider in der Gruppe so bisschen der Prügelknabe, der wird recht arg viel gejagt und der Alpha in der Gruppe versucht auch ab und an zu beißen, anscheinend erfolgreich. Somit kommt dann natürlich auch der Stress auf. So wie ich Dich jetzt verstehe heißt die Maßnahme im Moment mal morgen nochmal nen Wasserwechsel machen und dann kurzfristig nochmal, richtig? Zusätzlich werd ich dann meinen Filter noch um entsprechende Medien erweitern. Hoffe nur dass mein Fischi das packt, der hängt gerade im Moment immer noch an der Wasseroberfläche :-( Gruß Christian |
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Gast
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HI Christian,
und herzlich Willkommen im Forum. Teststreifen sind so eine Sache für sich. Tröpfchentest sind da viel sicherer und genauer. Wie sehen die Wasserwerte deines Verorgers aus? Wurde vor kurzem eine Leitungsspülung von denen durchgeführt? Bei welchen Wasserwerten lebten sie beim Vorbesitzer? Für Malawis ist das Wasser in d3inem Becken eher weich. Die vertragen viel härteres Wasser und leben darin auch in der Natur. Ebenso kann der pH Wert ruhig bei 8 oder leicht darüber liegen, das verkraften die. Wasserwechsel in der Anfangszeit eher öfter machen, nicht erst alle 10 Tage. Das Becken läuft noch nicht stabil und braucht gerade bei wenig bis keinen Pflanzen diese Unterstützung durch kürzere Intervalle des Wechselns. Wie oft, wie viel und was wird gefüttert? Kann sich dies in ecken ablagern wo es gammelt?
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#5 |
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Registriert seit: 17.06.2022
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So, kurzes Update über die Nacht: Meinem Fisch gehts immer noch nicht gut. Er schwamm heute morgen wieder am Grund auf der Seite, lebte aber noch. Problem war halt nur, dass ihn seine Artgenossen gequält haben (anstupsen, anknabbern).
Ich hab ihn jetzt mal in einen Eimer rausgetan mit viel frischem Leitungswasser und bisschen Aquariumwasser. Da drin gefällt es ihm wesentlich besser als im Becken, keine Seitenlage, keine Schnappatmung etc. ---> er hat also eindeutig Probleme mit meinem Aquariumwasser! Ergo mach ich jetzt dann einen ordentlichen Wasserwechsel, in der Hoffnung, dass nicht nur er, sondern auch die anderen aus der Gruppe davon profitieren. Bei den anderen im Becken ist die Atmung übrigens wieder relativ normal, aber der Hunger ist immer noch recht moderat. @ dumdi65: hab vorhin mal das Leitungswasser getestet: Nitrit 0 Nitrat 18 mg Gesamthärte >21° Karbonhärte 10° pH-Wert 7,6 Chlor 0 Kohlendioxid <15mg Leitungsspülung wäre mir nicht bekannt. Auch zu den Wasserwerten des Vorbesitzers kann ich nichts sagen, leider. Zwecks pH-Wert: Der kommt wie man an der Leitungswasserprobe erkennen kann im Bereich ~ 7,5 raus. Meinst Du ich soll den erhöhen? Futter gabs bis jetzt einmal täglich, zweimal in der Woche Pause. Die Fische erschienen mir irre verfressen zu sein. Größere Ablagerungen, gerade von Essensresten, kann ich nicht feststellen, ich hab aber als Grund ja Sand im Becken, kann es sein dass da was eingegraben ist und von unten gammelt? |
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#6 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Moin.
Wasserwerte vom Versorger sind also bis auf den leicht erhöhten Nitrat gut für die Malawis. pH mußt nicht erhöhen. Jetzt meine Vermutung wenn er sich im Eimer mit frischem Wasser wohl fühlt: du hast einen Nitritpeak. Der kann am Anfang immer auftreten, reguliert sich aber später von alleine. Bis dahin alle 2 TAge Wasserwechsel um das Nitrit aus dem Wasser zu bekommen. Mulmsauger besorgen um den Boden effektiv sauber machen zu können. Nur alle 2 Tage füttern am Anfang. Lieber wenig und wenn das gleich aufgefressen ist einen kleinen Nachschlag geben. Auch ein Foto deines Beckens wäre schön um mal zu wissen wie die Fische leben und ob wir dir Empfehlungen geben können zur Verbesserung. Was und wie viele Pflanzen hast du im Becken? Welchen Bodengrund? |
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Registriert seit: 17.06.2022
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Also, ich hab jetzt heute Vormittag nen großen Wasserwechsel gemacht mit ~ 80% Wasser. Außerdem hab ich sämtliche Steine und Wurzeln raus, heiß abgespült, in der Sonne getrocknet.
Boden komplett abgesaugt (was dabei rauskam war größtenteils "nur" Dreck, wenige Futterreste etc) Ergebnis: Nitrit weiter bei 0 Nitrat jetzt nur noch bei 25mg (finde ich aber immer noch recht deutlich nach so nem großen Wasserwechsel) Den Fischen gehts - mit einer Ausnahme - merklich besser. Normale Atmung, recht aktiv, jagen sich. Dem einen Sorgenkind gehts auch etwas besser, aber immer noch nicht toll. Atmung auch bei dem jetzt langsam und normal, schnappt auch nicht mehr an der Oberfläche nach Luft, aber der liegt jetzt aktuell - wieder in Seitenlage - unter einer Wurzel, atmet aber ganz ruhig, schwimmt auch ab und an wieder los, legt sich dann aber schnell wieder hin. Alles in allem muss ich sagen, ich versteh das nicht. ![]() Weil Du wegen dem Bodenbelag gefragt hast: Hab Sand sind, gemischt mit ganz feinem "split", Verhältnis 70% Sand und 30% Split. Geändert von Ecki84 (18.06.2022 um 13:02 Uhr) |
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#8 |
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Gast
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Wer hat dir den Split empfohlen? Der ist scharfkantig und nicht für wühlende Fische geeignet. Da drohen Verletzungen.
Jetzt kommt es darauf an wie gut er sich erholt. Da in Malawibecken immer sehr wenige Pflanzen sind muss man um so mehr auf die Wasserwerte achten. Also immer vorsichtig füttern und am besten Lebendfutter. Dies wird in der Regel meist gleich gefressen. Im Becken könntest du noch ein paar Steine platzieren als Aufbau und Ausweichmöglichkeit für die Fische. Pflanzenmäßig eignen sich Javafarn, große Anubia und Riesenvalisnerien. Die ersten beiden sind Aufsitzerpflanzen. So wird wenigstens etwas des Nitrats verbraucht. |
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#9 |
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Registriert seit: 17.06.2022
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Den Grund hab ich vom Vorbesitzer übernommen.
O-Ton: Das finden Barsche total super! Naja... Du musst Dir das auch mal so vorstellen: Da waren als ich das Becken übernommen habe zwei Wurzeln drin. Den ganzen Rest (Steine, Höhle, Lochstein und die beiden Pflanzen) hab ich schon nachträglich gesetzt. Finde das Becken ist inzwischen ziemlich voll, aber hatte eigentlich den Plan das ganze step-by-step weiterzuentwickeln. Da mich das mit meinem einen mutmaßlich kranken Fischi im Moment aber irre beschäftigt bin ich im Moment zugegebenermaßen richtig demotiviert :-( Update noch zur Situation: Eigentlich wieder alles in Butter im Becken, bis auf meinen einen Fisch. Der liegt mit Schlagseite aufm Präsentierteller und ich hab Sorgen, dass der über Nacht von seinen Kammeraden gar massakriert wird. Da ich aber kein Quarantänebecken habe kann ich im Moment ja gar nix anderes machen als den drin zu lassen, oder? Atmet inzwischen auch wieder ganz normal, aber fressen will er nicht. Geändert von Ecki84 (18.06.2022 um 19:27 Uhr) |
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#10 | ||
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Gast
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Na wenn du das Becken so übernommen hast kannst du auch nicht sicher sein wie alt die Fische wirklich sind.
Machen könntest du schon was, den Fisch erlösen. Aber ich weiß das sowas nicht jedermans Sache ist. Falls du dich damit aber doch beschäftigen solltest, hier was zum lesen: https://www.drta-archiv.de/fische-toeten/ Und hier noch ein interessanter Bericht zur HAltung von Malawis: https://www.zierfischforum.info/beck...ulonocara.html
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