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Alt 23.01.2017, 17:51   #1
Der Unwissende
 
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Standard Schmetterlingsbuntbarsch apathisch & Flecken

- Genaue Beschreibung des Problems (am besten mit einem Foto)
Antwort: mein SBB-Männchen hat seit ca. einer Woche solche Flecken/Narben am Kopf, ist fressunlustig (was sehr untypisch für ihn ist seltsam ist), scheuert sich gelegentlich am Kopf und ist sonst sehr passiv.

Hat recht ausgeprägte weiße Pickel (pockenartig), sieht teilweise wie ein weißer Film aus. auch etwas vernarbt...
Dachte anfangs an "Pünktchenkrankheit", aber die weißen Pickel sind auf den Kopf beschränkt und nicht so viele...

https://picload.org/image/rodwawpd/i...123_171825.jpg
https://picload.org/image/rodwawpo/i...123_171705.jpg
https://picload.org/image/rodwawpc/i...123_171641.jpg
https://picload.org/image/rodwawwg/i...123_171833.jpg
https://picload.org/image/rodwawwd/i...123_171840.jpg
https://picload.org/image/rodwawwo/i...123_171828.jpg


- Maße des Beckens (L x B x H) ?
Antwort:Juwel Rio 180l / 101 x 41 x 50 cm

- Wie lange läuft das Becken?
Antwort: ca. 3 Monate ein

- Wasserwerte (pH-Wert, Nitritwert, KH-Wert, Gesamthärte, Nitratwert und Temperatur)
Antwort:
pH-Wert: 6,8
Nitritwert: 0
KH-Wert: ca. 10
Gesamthärte: 4-7
Nitratwert: 0
Temperatur: ca. 24-26°

Verwende Osmosewasser mit Salz und benutze zusätzlich von Tetra Vital und ToruMin


- wie oft und wie viel Wasser wird gewechselt?
Antwort: aktuell jede Wochen ca. 50%

-wie viel und was genau wird gefüttert?
Antwort: Frostfutter rote Mückenlarven
Lebendfutter: Artemia, Daphnia Wasserflöhe, rote MüLa
und täglich Vitamine (JBL Atvitol)

- welche Symptome zeigt der Fisch?
Antwort:
scheuern am Pflanzen, Boden und Wurzel
fressunlust
aphatisch
Flecken/Pickel(wie Pocken)


- sind andere Tiere auch betroffen?
Antwort: nein.

- gab es evtl. vor kurzem ähnliche Probleme, bzw. andere Krankheiten, Todesfälle, etc?
Antwort: nicht nach meinem letzten Pünktchen-Verdacht (siehe hier im Forum); aber da dachte ich das Weibchen hätte was. Dem gehts aber prächtig

- wurde evtl schon mit Medikamenten behandelt, wenn ja, mit was und wie lange?
Antwort: easy-life Voogle - aktuell [seit 2 Tagen] mit der 50ml /Tag

- welchen Erfolg brachte die Behandlung (falls bereits eine erfolgt ist)?
Antwort: gefühlt - keine

- wurden in letzter Zeit neue Fische eingesetzt, wenn ja, sind die neuen Fische oder der Altbestand betroffen?
Antwort: im Gegenteil. Alle Guppys wurden entfernt weil ich dachte das könnte Stress mindern

- wurde sonst etwas gravierendes am Becken, bzw. der Technik verändert (zb Filter getauscht, Bodengrund gewechselt, neuer Dünger oder andere "chemische" Mittelchen (zb um Wasserwerte zu verändern) verwendet, etc.)?
Antwort: nein


Dachte an Lochkrankheit (weil er auch recht dunkel ist [wobei er schon immer dunkler war], aber meine Wasserwerte sind doch i.O. und dem Weibchen gehts prächtig in dem Wasser.
Ist mein Krümel vielleicht einfach schon zu alt? Geht jetzt auf sein zweites Jahr zu... :-(

Hat mir einer einen Tipp? Ich bin am Ende mit meinem Latein... und nahezu alle Seite im Inet durchsucht...
jetzt könnt nur noch Ihr mir helfen.
Der Unwissende ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 23.01.2017, 20:29   #2
Otocinclus2
 
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Hallo Unwissender,

die Fotos sind leider alle etwas unscharf. Versuche mal, bessere hier reinzustellen.

Bis dahin mit ganz großem Vorbehalt:
Es könnte die Lochkrankheit sein. Dass deine Wasserwerte in Ordnung sind, steht dem nicht unbedingt entgegen. Die Ursache der Lochkrankheit sind immer noch nicht zeifelsfrei bekannt; vielleicht gibt es ja auch mehrere.

Ein Auslöser soll falsche oder einseitige Ernährung und dadurch bedingtet Mineralstoffmangel sein. Fügst du deinem Osmosewasser auch Mineralien zu? Abwechslungsreiche Fütterung und Zusatz von Mineralstoffen soll schon zur Heilung geführt haben.
Schau mal hier: http://www.thomas-pritzkow.de/Krankh...ankheiten.html

Nystatin Salbe (rezeptfrei in der Apotheke) soll in 90% aller Fälle auch zum Erfolg geführt haben.
Schau mal hier: http://diskuszucht-stendker.de/plugi...hkrankheit.pdf

Eine Kombination beider Therapien dürfte wohl gute Chancen bieten.

Aber nochmals: Das alles unter dem Vorbehalt, dass es wirklich die Lochkrankheit ist. Also versuch noch einmal, bessere Fotos zu machen.


Gruß
Otocinclus2

Danke: (1)
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Alt 24.01.2017, 08:08   #3
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Danke für die Antwort!
Hab vorsichtshalber die Salbe schonmal bestellt... und versuche heute Abend nochmal bessere Fotos zu machen.
... wenns noch was bringt... ist der 3te Tag an dem er nix isst... vor dem lebendfutter scheut er zurück und wenn ich ihm seine roten MüLa mit der Pinzette gebe schwimmt er weg. Normalerweise schwimmt er gleich drauf zu und zupft genüsslich...
... fast so alsob ihm schlecht ist....
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Alt 24.01.2017, 19:59   #4
Der Unwissende
 
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https://picload.org/image/roarpowi/i...124_194815.jpg

wieder keine Futteraufnahme... er wird immer apathischer...
Und neu: langer weißlich-durchsichtiger Kot-Faden (ist auf dem Bild schwer zu sehen). gleichzeitig wirk sein Bauch aufgedunsen...

Ich tippe solangsam darauf dass er sich Darmflagellanten eingehandelt hat. Von den Symptomen hatte ich schon gestern den verdacht. Hab mir gerade noch Spirohexol geholt und mach jetzt ein Wasserwechsel.
Dann kommt der Kohlefilter raus und morgen früh versuch ichs damit. :-(
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Alt 24.01.2017, 21:33   #5
Otocinclus2
 
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Hallo Unwissender,

das letzte Bild ist schon aussagekräftiger. Der weißliche Kotfaden ist auch gut erkennbar.

Es spricht vieles für einen Befall mit Darmflagellaten. Zwar magern die befallenen Fische meistens ab, aber es gibt eben (wenn auch seltener) dabei auch das Symptom eines aufgeblähten Bauches.

In der Fachliteratur (soweit ich sie kenne) ist umstritten, ob die Darmflagellaten die Lochkrankheit verursachen oder die durch Mineralmangel hervorgerufene Lochkrankheit vermehrten Befall mit Darmflagellaten (die in geringer Anzahl oft auch in gesunden Fischen vorhanden sind) bedingen. Aber das ist möglicherweise auch nur ein Streit um des Kaisers Bart - gut möglich, dass beides stimmt.

Einen besseren Tipp, als das schon besorgte Spirohexol anzuwenden, kann ich dir jetzt auch nicht geben. Ich habe zwar selbst glücklicherweise mit der Lochkrankheit noch keine Erfahrungen machen müssen und kann dir deshalb hier nur das weitergeben, was ich mir über die Jahre über Fischkrankheiten angelesen und zusätzlich jetzt aktuell zusammengesucht habe. Allerdings habe ich mit anderen Produkten von JBL durchweg gute Erfahrungen gemacht.

Positiv an JBL finde ich auch, dass die klipp und klar angeben, welche Wirkstoffe in welcher Konzentration enthalten sind, welche Nebenwirkungen es geben kann etc. Eben ganz anders als manche anderen Firmen, wie z.B. easy life, die um die Zusammensetzung ihrer Mittel immer ein großes Geheimnis machen; das betrifft auch das von dir verwendete Voogle.

Noch eine generelle Frage zu deinem Wasser:
Du schreibst, dass du Osmosewasser mit Salz verwendest. Ist da auch Kalziumchlorid bei?
Als eine mögliche Ursache für die Lochkrankheit wird nämlich hier:
http://www.grumpi.de/haustiere/aquar.../lochkrankheit
eine hohe Konzentration von Kalzium-Ionen genannt.
Zitat: "Als weitere Ursache kommt, vor allem bei Barschen, die das Weichwasser als Lebensraum bevorzugen, ein unausgeglichener Ionenhaushalt in Frage. Es wurde berichtet, dass bei Skalaren und Diskusfischen die Lochkrankheit nur bei Wasser mit einem sehr hohen Leitwert vorkommt, in Wasser also, in dem viele Kalzium-Ionen enthalten sind."


Gruß
Otocinclus2

Danke: (1)
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Alt 25.01.2017, 19:14   #6
Der Unwissende
 
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Standard Kurzes (trauriges) Update

... mein Krümel hats leider nicht geschafft.
Schätze er ist schon in der ersten Behandlungsnacht gestern gestorben (heute morgen hatte ich ihn nicht gefunden) erst eben als ich heimkam... :-(

... vielleicht wars mit seinen fast 2 Jahren auch einfach zuviel...

Jetzt stellen sich mir 3 Fragen:
a) soll ich gleich einen WW machen (weil er schon vom Wels angeknabbert wurde und ja schon ca. 12h tot im Wasser lag).
b) würdet ihr die Spirohexol-Behandlung vol zuende bringen? (für den Fall dass das Weibchen sich auch was geholt hat, aber noch keine offensichtlichen Anzeichen hat)
c) was mach ich mit dem Weibchen... ???
=> kann man SBB auch alleine halten.

Ich habe auf SBBs irgendwie keine rechte Lust mehr. Ich schließ die kleinen irgendwie zu sehr ins Herz... auch wenns "nur" Fische sind. Aber im Gegensatz zu vielen anderen entwickeln sie halt ne richtig kleine Persönlichkeit.... und wenn sie dann sterben oder krank werden ... ufff....
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Alt 25.01.2017, 19:25   #7
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Otocinclus2 - VIELEN VIELEN DANK für deine Unterstützung trotzdem!!!!! Echt super nett von Dir, dass Du Dich so mit meinem Problem beschäftigt hast!!!!!!


noch zu Deiner Frage wegen dem Salz & Osmosewasser:

ja - ich salze es auf mit Dennerle Osmose ReMineral+; verwende auch nicht ausschließlich Osmosewasser sondern verschneide es mit Leitungswasser.
Hatte lange rumprobiert und so fanden die beiden Barsche es am angenehmsten...
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Alt 25.01.2017, 22:38   #8
Otocinclus2
 
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Zitat:
Zitat von Der Unwissende Beitrag anzeigen
... mein Krümel hats leider nicht geschafft.
Hallo Unwissender,

schade, dass er es nicht gechafft hat. Dein Engagement, dem Tier zu helfen, hat ja gezeigt, wie sehr du an ihm hängst, auch wenn es "nur" ein Fisch ist. Lobenswert! Gerade auch in Zeiten, wo (so zumindest mein Eindruck) viele weniger engagierte Aquarianer alle paar Wochen im Zooladen einen neuen Besatz kaufen, weil der alte halt "hinüber" ist.


Zitat:
Zitat von Der Unwissende Beitrag anzeigen
Jetzt stellen sich mir 3 Fragen:
a) soll ich gleich einen WW machen (weil er schon vom Wels angeknabbert wurde und ja schon ca. 12h tot im Wasser lag).
b) würdet ihr die Spirohexol-Behandlung vol zuende bringen? (für den Fall dass das Weibchen sich auch was geholt hat, aber noch keine offensichtlichen Anzeichen hat)
c) was mach ich mit dem Weibchen... ???
=> kann man SBB auch alleine halten.
Zu a) und b):
Ich selbst halte nicht viel von "vorbeugender" Behandlung, solange die anderen Fische keine Krankeitssymptome zeigen. Ich gehe davon aus, dass du den Beipackzettel vom Spirohexol aufmerksam gelesen hast, trotzdem kurzes Zitat:

"Nach der Anwendung: Nach der Behandlung sollte das
Aquarienwasser 24 Stunden über Aktivkohle gefiltert werden,
um die Medikamentenreste zu entfernen. Die Aktivkohle
ist danach ordnungsgemäß zu entsorgen. Eine Zugabe von
Bakterienstartern ins Aquarienwasser hilft, geschädigte Reinigungsbakterienwieder zu ersetzen"

Ein vorheriger Wasserwechsel (ruhig mehr als 50%) ist auch zu empfehlen.

Und zu den von dir oben aufgezählten Futtersorten auch ruhig zur Ergänzung Trockenfutter (am besten Granulat) und Tetra Delica Fresh füttern; letzteres ist zwar nicht ganz billig, aber sehr gehaltvoll und wird von meinen Fischen fast genauso gern genommen, wie Lebendfutter.

Zu c):
Ja, da ist es jetzt schwer, einen guten Rat zu geben, weil...
Zitat:
Zitat von Der Unwissende Beitrag anzeigen
Ich habe auf SBBs irgendwie keine rechte Lust mehr. Ich schließ die kleinen irgendwie zu sehr ins Herz... auch wenns "nur" Fische sind. Aber im Gegensatz zu vielen anderen entwickeln sie halt ne richtig kleine Persönlichkeit.... und wenn sie dann sterben oder krank werden ... ufff....
eigentlich soll man SBB paarweise halten. Aber du wenn du dir den Frust des Verlustes dieser herrlichen Tiere nicht wieder antun willst, solltest du vielleicht besser versuchen, das Weibchen abzugeben.
Denn mit Verlusten wirst du auch ohne Krankheiten bei SBB immer wieder in sehr überschaubaren Abständen zu tun haben, weil sie leider nicht sehr langlebig sind. Viel mehr als 3 Jahre ist nicht drin, meist sogar weniger.
Schau hier:

http://www.zierfischverzeichnis.de/k...s_ramirezi.htm

Zitat: "Die Lebenserwartung von M. ramirezi beträgt zwischen 2 und 3 Jahren, bei Fischen aus Intensivzucht ist sie jedoch deutlich reduziert."

Zitat:
Zitat von Der Unwissende Beitrag anzeigen
Otocinclus2 - VIELEN VIELEN DANK für deine Unterstützung trotzdem!!!!! Echt super nett von Dir, dass Du Dich so mit meinem Problem beschäftigt hast!!!!!!
noch zu Deiner Frage wegen dem Salz & Osmosewasser:
ja - ich salze es auf mit Dennerle Osmose ReMineral+; verwende auch nicht ausschließlich Osmosewasser sondern verschneide es mit Leitungswasser.
Hatte lange rumprobiert und so fanden die beiden Barsche es am angenehmsten...
Die Unterstützung hat ja leider nichts gebracht. Trotzdem danke für die Lorbeeren.

Ich habe mir die Zusammensetzung von Dennerle Osmose ReMineral+ mal angeschaut:
http://dennerle.com/de/produkte/aqua...mose-remineral
Ob diese Zusammensetzung (gerade auch im Hinblick auf die 45% Kalzium-Kationen) optimal ist, kann ich nicht beurteilen. Ich habe selbst noch nie mit Osmosewasser gearbeitet und das bisschen "Reinschnuppern" bei befreundeten Aquarianern, die es regelmäßig verwenden, ist für mich keine zuverlässige Grundlage, um hier Ratschläge zu erteilen. Da können dir hier hoffentlich andere User mit entsprechenden Erfahrungen weiterhelfen.


Gruß
Otocinclus2
Otocinclus2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.01.2017, 23:29   #9
jope06
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Erhielt: 106 Danke in 77 Beiträgen
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Hallo,

Zitat:
Als weitere Ursache kommt, vor allem bei Barschen, die das Weichwasser als Lebensraum bevorzugen, ein unausgeglichener Ionenhaushalt in Frage. Es wurde berichtet, dass bei Skalaren und Diskusfischen die Lochkrankheit nur bei Wasser mit einem sehr hohen Leitwert vorkommt, in Wasser also, in dem viele Kalzium-Ionen enthalten sind."
Interessant, was so vom Stapel gelassen wird.

Welchen Platz nimmt eigentlich Kalzium als Element in unserem Leitungswasser ein?

gruß jo
jope06 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2017, 06:26   #10
Schneckinger
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Guten Morgen,

als Antwort auf die Fragen in Post Nr.6, auch wenn ich in diesem Fall (leider) für das Männchen deutlich zu spät bin:

zu 1:
Bei bzw. nach Todesfällen hat ein großer Wasserwechsel noch nie geschadet. Wenn mehrere größe Wasserwechsel in relativ kurzen Abständen hintereinander gemacht werden, kann man sich auch gleich die Aktivkohlefilterung sparen.

zu 2:
Auch wenn der offensichtlich kranke Fisch leider jenseits jeder Behandlung ist :-( würde ich die Behandlung dennoch durchziehen. Die Nebenwirkungen der Behandlung hat der Unwissende jetzt sowieso schon. Da sollte man auch die positiven Therapiewirkungen voll ausnutzen, um subklinisch (noch nicht äusserlich erkennbar) erkrankte Tiere zu behandeln.

Wenn ich in meinen Aquarien (selten) Chemie einsetzen muß, ziehe ich die Behandlungen dann auch grundsätzlich durch.

zu 3:
Ein Schmetterlingsbuntbarschweibchen im letzten Lebensdrittel (wenn es ähnlich alt ist wie das verstorbene Männchen) würde ich nicht mehr "verpflanzen". Zumal Du dem neuen Besitzer nicht garantieren kannst, dass das Tier 100%ig gesund ist. Auch ist nicht gesagt, dass das Weibchen einen neuen Partner auch akzeptiert. Buntbarsche können da sehr eigen sein. Ich würde dem Fisch bis zu seinem Ableben das Gnadenbrot geben.

Was das Leitwert-Zitat von Otocinclus angeht,
Zitat:
"Als weitere Ursache kommt, vor allem bei Barschen, die das Weichwasser als Lebensraum bevorzugen, ein unausgeglichener Ionenhaushalt in Frage. Es wurde berichtet, dass bei Skalaren und Diskusfischen die Lochkrankheit nur bei Wasser mit einem sehr hohen Leitwert vorkommt, in Wasser also, in dem viele Kalzium-Ionen enthalten sind."

Das ist leider ziemlicher Quatsch: Der Leitwert steigt nicht nur durch Kalziumionen im Wasser, sondern durch sämtliche Ionen: Neben Kalzium gilt das auch für sämtliche anderen Salze und auch organische Verbindungen wie z.B. Nitrit, Nitrat, Ammoniak, Schwefelwasserstoff... Eben ALLES was im Wasser gelöst ist. Deshalb steigt ja auch der Leitwert in einem Aquarium durch die Asscheidungen der Bewohner ständig, wenn man keinen Wasserwechsel macht. Zumindest bis zu einem gewissen Höchstwert.

Das Risiko der Lochkrankheit steigt zwar bei stark erhöhten Leitwerten tatsächlich deutlich, da dürfte dann aber neben zu hohen Kalziumgehalten (schlicht eine [zu] hohe Karbonathärte) vor allem der steigende Gehalt an organischen Verschmutzungen die Ursache sein.

Tschüß,
Schneckinger

Geändert von Schneckinger (31.01.2017 um 06:42 Uhr)
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