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Alt 22.02.2017, 23:14   #1
Marinko
 
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Standard Schmetterlingsbuntbarsch hat probleme beim Fressen

Schönen Abend zusammen,


- Genaue Beschreibung des Problems (am besten mit einem Foto)
Antwort: Ich habe ein altes Tetra Becken wieder fit gemacht (Stand 1-2 Monate ohne Besatz, Technik war aus, 70% voll mit Hronkraut dank Tageslicht, rum). Habe den größten Teil an Mulm entfern und ein paar Pflanzen gewechselt, danach mehrmals 80% WW. Nach relativ kurzer einlaufzeit ( ca. 4 Tagen mit kleinen WW) kamen 2 Schmetterlingsbuntbarsche (M und W) rein. In der ersten Woche war alles prima. Im Laufe der zweiten Woche konnte ich beim Mänchen ein seltsames Verhalten beobachten. Das relativ junge Schmetterlingsbuntbarschmänchen hat Probleme die Nahrung zu treffen. Erst nach mehreren, manchmal 20 Anläufen, klappt es. Diese Verhalten konnte ich jetzt seit 3 Tagen beobachten. Da sowas schlecht auf einem Foto einzufangen ist hier ein Video. Da ich meinen Testkoffer seinerzeit mit den großen AQ verkauft habe, lies ich heute in einem großen Fachhandel in Duisburg einen Tröpfchentest machen. Außerdem zeigte ich einem Mitarbeiter dort das Video und beschrieb die Problematik. Dieser hatte sowas in 30 Jahren noch nie gesehen und vermutete eine sehschwäche beim Fisch. Das Mänchen frisst wenn es mal trifft und ist sonst munter. Meine Sorge ist nur, dass auf dauer er zu wenig abbekommt und langsam abbaut. Da ich mir noch kein klares Urteil bilden konnte wollte ich mal hier nachfragen ob jemand sowas schonmal gesehen hat und einen guten Rat hat um ihm zu helfen.

- Maße des Beckens (L x B x H) ?

Antwort: 57x30x37 = ca. 60L

- Wie lange läuft das Becken?
Antwort: Mehr als ein Jahr, dann die 1-2 Monate Pause

- Wasserwerte (pH-Wert, Nitritwert, KH-Wert, Gesamthärte, Nitratwert und Temperatur)
Antwort:

Heute durch Tröpfchentest
Temp: 27 °C
KH: 5-6 °dKH
pH: 7,6
GH: 9 °dGH
Ammonium: ~0 mg/l
Nitrit: 0 mg/l
Nitrat: 15 mg/l
PO4: 0,15 mg/l
Fe: <0,03 mg/l
(Den Pflanzen gehts gut, trotz wenig Eisen)

Hier die Wasserwerte vom WW-Wasser.

- wie oft und wie viel Wasser wird gewechselt?
Antwort: erste Woche 2 mal 1/3 (20L), im Anschluss wöchentlich 1/3 (20L). Beim wieder fit machen mehr als 3 mal 80% gemacht habe.

-wie viel und was genau wird gefüttert?
Antwort: Abwechselnd Flocken/Granulat, seltener mal Lebendfutter. Das ganze 2-3 mal am Tag, so dass es in weniger als einer Minute weg ist.

- welche Symptome zeigt der Fisch?
Antwort: Die im Video erkennbaren. An einem einzigen Tag haben er und das Weibchen sich für kurze Zeit an Objekten im AQ gerieben, seitdem aber nicht nochmal. Der Kot, welchen ich bis jetzt sehen konnte schaute normal aus. Wobei der im Video an der Spitze eher auffällig erschien?!

- sind andere Tiere auch betroffen?
Antwort: Nein, nur er.

- gab es evtl. vor kurzem ähnliche Probleme, bzw. andere Krankheiten, Todesfälle, etc?
Antwort: Keine Todesfälle, keine anderen Probleme

- wurde evtl schon mit Medikamenten behandelt, wenn ja, mit was und wie lange?
Antwort: Kein Einsatz von Medikamenten

- welchen Erfolg brachte die Behandlung (falls bereits eine erfolgt ist)?
Antwort:

- wurden in letzter Zeit neue Fische eingesetzt, wenn ja, sind die neuen Fische oder der Altbestand betroffen?
Antwort: Es sind 10 Algengarnelen hinzugekommen. Diese scheinen Munter zu sein. Die SBB haben relativ schnell das jagen dieser aufgegeben.

- wurde sonst etwas gravierendes am Becken, bzw. der Technik verändert (zb Filter getauscht, Bodengrund gewechselt, neuer Dünger oder andere "chemische" Mittelchen (zb um Wasserwerte zu verändern) verwendet, etc.)?
Antwort: Eine neue relativ große Wurzel ist hinzu gekommen. Diese wurde 24 Stunden gewässert.


Eigene Beschreibung vom Erkennen der Krankheit bis hin zu deren Auswirkungen und mehr:
Antwort:Ich habe/hatte die Vermutung, dass es Kiemenwürmer sein könnten:
Dafür:
+ (gefühlt) relativ schnelle Atmung
+ Probleme mit Futter
Dagegen:
- Wenn er Futter trifft frisst er es und spruckt es nicht aus
- Munteres und neugieriges Verhalten
- versucht nicht an der Wasseroberfläche mehr Sauerstoff zu bekommen.

Vielen Dank schonmal fürs lesen und für Ratschläge.

Viele Grüße
Marinko
Marinko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2017, 00:19   #2
PulcherLilly
 
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Hi,

Ich kann auf die schnelle nicht direkt helfen, aber sieht es nur so aus, oder ist es tatsächlich so, dass das Tier nicht richtig zuschnappen kann? Also dieses schnappende Einsaugen des Futters scheint nicht richtig zu funktionieren. ?

Eine Sehbehinderung schließe ich persönlich aus, da er sich nach dem Futter umsieht und es visuell zu suchen scheint.
Jedenfalls steuert er es schon zielgerichtet an.

Und der Kot sieht wirklich komisch aus. Als erstes fallen mir dazu Darmparasiten, wie Fräskopfwürmer ein. Das wird man aber wahrscheinlich nur genau unter dem Mikroskop abklären können.

Kann mich aber auch irren. Bin gespannt, was die anderen dazu sagen.

LG Jessy
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Alt 23.02.2017, 00:35   #3
Marinko
 
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Hallo Jessy,

das Einsaugen vom Futtern, sofern es direkt vorm Maul ist funktioniert in den meisten Fällen. Soweit ich es richtig beobachten konnte schnappt er nur leider oft knapp daneben. Gefühlt öfter nach links danaben. Ich kann es aber nochmal genauer Beobachten und nochmal ergänzend schreiben.

Viele Grüße

Marinko
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Alt 23.02.2017, 00:41   #4
PulcherLilly
 
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Hi,

Dann ist es gut möglich, dass er zumindest auf einem Auge nicht richtig sieht. Das 3-dimensionale Sehen scheint nicht intakt zu sein.
Würde zumindest das Problem des überwiegend einseitigen Verfehlens erklären.

Bin auf weitere Beobachtungen gespannt.

Edit: mir fällt noch folgendes ein:
Frisst er aus der Pinzette? Falls ja, probier ihm mal gezielt das Futter von beiden Seiten zu reichen und schau, ob er auf einer Seite vielleicht gar nicht oder eingeschränkt reagiert.
Falls er nicht von der Pinzette frisst, kann man das leicht angewöhnen, Buntbarsche sind da sehr lernfähig. Eines meiner Purpur-Weibchen hat das innerhalb weniger Tage begriffen.


LG Jessy

Geändert von PulcherLilly (23.02.2017 um 00:51 Uhr)
PulcherLilly ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2017, 23:04   #5
Marinko
 
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Hey,

ganz kurzes Update: Er scheint bisschen geschickter beim Treffen von schwebender Nahrung zu werden. Wenn sie am Boden ankommt fällt es ihm noch recht schwer. Hatte leider heute erste gegen Abend mehr Zeit für Beobachtungen.
Werde es mal mit der Pinzette probieren, wobei ich eigentlich ein generelles Augenproblem für unwahrscheinlich halte. Das Verhalten ist seit 4 Tagen erkennbar, vorher hat er das Futter prima erwischt.

Ich werde auch einfach mal die WW verdoppeln und öfter füttern, damit er nicht zu kurz kommt. Will auch nochmal genauer auf das Koten schauen. Bei Neuigkeiten folgt ein Update.

Zur Zeit haben die beiden wieder Spaß mit neu gelegten Eiern.

Viele Grüße
Marinko
Marinko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2017, 16:39   #6
Marinko
 
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Hallo zusammen.

Es ist eine Weile her, aber hier der finale Stand. Der Fisch ist mittlerweile nicht mehr am leben. Es war wohl ein Problem mit dem Auge, er hat mit der Zeit gelernt damit umzugehen und hat ausreichend futter erwischt (trotzdem im Vergleich zu "normalen" SBB auffällig beim Fressen). Sein restliches Verhalten war völlig normal. Auch wurde etliche male geleicht und die jungen bis zum freischwimmen begleitet (züchten wollte ich nicht). Danke nochmal für die Anregungen.

Kann geschlossen werden.

Gruß

Marinko
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Alt 08.12.2017, 17:15   #7
Wasserwelt
 
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Hallo Marinko

Danke für deine Rückmeldung.

Ich habe so etwas noch nicht gesehen, vielleicht war es wirklich ein Problem mit den Augen, denn "krank" sah der Fisch nicht aus.
Wasserwelt ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
futteraufnahme, mikrogeophagus ramirezi, probleme, schmetterlingsbuntbarsch

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