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Alt 16.05.2016, 21:42   #1
Ruthchen
 
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Hallo ihr lieben

Heute war ich bei einer Aquarienbörse, toller Raum, tolle Becken. Der Rentner der diesen Laden betreibt war sehr nett, ich sprach über einiges mit ihm.

Das er Apfelschnecken ( gelbe ) in jedem Becken hatte fand ich schon sehr seltsam, aber fand ich jetzt nicht sonderlich schlimm. Bitte nicht falsch verstehen, ich weiss sie sind verboten, aber ich weiss auch dass diese sorte harmlos ist. Ich war schon eine stunde im laden und konzentrierte mich habtsächlich auf die Platys.

Dann sah ich sie, diese schönen Krebse. Nicht so klein wie die Zwerflusskrebse aber auch nicht so groß wie die ganz großen die es in vielen farben gibt.
Ich habe noch nie Mamorkrebse life gesehen, und war überrascht als er mir sagte dass sie ausgewachsen sind. Sie waren so lang wie eine schachtel ziegaretten, sahen spannend aus. Da wusste ich noch nicht welcher Krebs das ist.

Da Fische in dem Becken waren, wollte ich wissen ob die Krebse nicht an die Fische gehen. Er sage mir, dass es die einzigen Krebse sind die überhaupt nicht an Fische gehen. Er wollte sie mir mit gewalt an drehen, aber ich würde das meinen Platys, Panzerwelze und dornaugen nicht antun.
Er versicherte mir, sie würden Bodenfischen nicht an tun. Erst dann frug ich wie diese Art heißt...... Mamorkrebs. Hm, da war doch was....was war es noch ?

Mir fiel es dann ein, wie Schuppen von den Augen..... er meinte nur : Nicht so schlimm, die leute und die gesetze übertreiben gewaltig.

Man war ich sauer, der weiss genau was er da verkauft.

Ein Mann der 60 jahre aquaristik betreibt, verkauft diesen Pestkrebs.

Sorry, ich musste das jetzt mal los werden und möchte wissen : Kann man dagegen nichts unternehmen ?
Er hat in diesem Monat schon über 100 stück verkauft, das stück für 8 euro. der monat ist erst zur hälfte Mai, unglaublich.

Für alle die nicht wissen was an diesem Krebs so gefährlich ist, ein link.
Bitte lest ihn durch und lasst die Finger BITTE von diesem Krebs.
http://wirbellosenwelt.com/index.php...ik-marmorkrebs


lg
ruth

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Alt 16.05.2016, 23:14   #2
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Hi Ruth

Zitat:
Dann sah ich sie, diese schönen Krebse. Nicht so klein wie die Zwerflusskrebse aber auch nicht so groß wie die ganz großen die es in vielen farben gibt.
Ich habe noch nie Mamorkrebse life gesehen, und war überrascht als er mir sagte dass sie ausgewachsen sind. Sie waren so lang wie eine schachtel ziegaretten, sahen spannend aus. Da wusste ich noch nicht welcher Krebs das ist.
Das heißt, da stand dann GAR kein Schild dran, was für ein Tier es überhaupt ist?
Nur KREBS?

Ja, sehe ich auch so, man kann von KEINEM Krebs generell sagen, dass er nie und unter gar keinen Umständen an Fische, freischwimmend oder gar noch ebenfalls am Boden lebend, geht.

Ich habe mit unserer Cheraxdame Glück, aber SIE war ZUERST geplant, und es ist nur ein netter Zusatz, dass ich eine Kleingruppe Fische und sogar noch meine geliebten Schnecken in ihrem Becken haben kann.

Einen Krebs in ein bestehendes, volle Fischbecken zu tun...

Andererseits hat er ja auf die Nachfrage nicht gelogen.

Schwierig. Wie so oft. Der Käufer sollte sich schon auch informieren.
Am Besten vorher (haha).

Vielleicht aber auch ist er als Rentner auch schon sehr lange ein sehr motivierter Aquarienmensch, möglich ist ja, dass er jeden angehenden Käufer ausführlich über jedes seiner angebotenen Tiere berät

(ich wieder, ich will immer an das Gute glauben)

Auf jeden Fall Danke Ruth, es ist gut, immer mal wieder daran erinnert zu werden, dass Tiere in Becken sitzen, die manchmal nicht gut zu halten sind

Gruß Sonne
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Alt 16.05.2016, 23:58   #3
Ancaladon
 
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Und was ist an dem so schlimm außer der Jungfernzeugung? Klar läd das gerade dazu ein, das uninformierte Halter die einfach aussetzen, weil sie plötzlich überschwemmt werden. Aber wenn die jemand bewusst kauft wird er im Normalfall was mit den ganzen Nachzuchten anzufangen wissen.
Einen großen Unterschied zu den ganzen anderen amerikanischen Arten, die ja auch gehalten und verkauft werden, sehe ich nicht. Alle sind potentielle Krebspestüberträger und sollten nicht in die Umwelt gelangen (was natürlich trotzdem passiert, bzw. oft egal ist da irgendeine amerikanische Art aktuell besch....weise schon in den meisten Gewässern, wo einheimische Krebse mal vorkamen, vorhanden ist, zumindest hier in BaWü). Von daher seh ich das nicht so als Aufreger.

Marmorkrebse konnten sich übrigens nicht so festsetzen wie die anderen Arten, hier im Regierungsbezirk ist mir aktuell nur ein Gewässer bekannt wo sie vorkommen, dort werden sie auch untersucht.

Geändert von Ancaladon (17.05.2016 um 00:02 Uhr)
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Alt 17.05.2016, 08:17   #4
Heikow
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Zitat:
Zitat von Ancaladon Beitrag anzeigen
Und was ist an dem so schlimm außer der Jungfernzeugung? Klar läd das gerade dazu ein, das uninformierte Halter die einfach aussetzen, weil sie plötzlich überschwemmt werden. Aber wenn die jemand bewusst kauft wird er im Normalfall was mit den ganzen Nachzuchten anzufangen wissen.
Genau da liegt aber das Problem. Die meisten Leute kaufen, ohne sich vorab zu informieren. Da ist Verantwortung noch nicht sehr weit verbreitet. Und der Handel hat jahrelang fleissig mitgespielt und Tiere ohne ausreichend Informationen verkauft. Nur die allerwenigsten können mit den Nachzuchten etwas anfangen oder sind gar bereit, Nachzuchten zu töten bzw. die Eier regelmäßig abzukratzen.

Der Großteil der Heimaquarien wird von "Verbrauchern" betrieben. Da halten sich normale Tiere ein paar Wochen und werden dann ersetzt.

Als Lebendfutterquelle sind Marmorkrebse geradezu ideal. Für die normale Haltung im Gesellschaftsaquarium aber absolut ungeeignet.

Daher ist es zu begrüßen, wenn immer wieder vor der Anschaffung dieser Art gewarnt wird.

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Alt 17.05.2016, 10:18   #5
Verena
 
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Hallo,


selbst informieren...

Wisst ihr, wie ich an manchen Tagen innerlich leise aufseufze, wenn Kunden vor mir stehen, mich an anschauen und sagen:

"Ich hätte gerne Fische...welche kann ich denn nehmen?"

Und ganz ehrlich?
Wenn ich wollte, könnte ich ihnen ALLES andrehen...

Oder :
"Ich möchte ein Aquarium, erzählen sie mir mal, was ich brauche und wie das geht..."

Machen die das beim Autohändler auch so?
Ich will ein Auto, was muß ich für den Führerschein lernen?


Nur wenige informieren sich im Vorfeld... nur wenige gehen auf den Satz ein:
"Ich notiere ihnen den Namen und sie informieren sich noch mal in Ruhe zu hause?"

Nope... dann "versucht" man es mal.
Man ist los um Fishce zu kaufen...und dann will man nicht ohne gehen.
Punkt.

Leider klappt das nicht, daß man den Käufer in die Verantwortung nehmen kann.
Auch wenn es das logischste der Welt ist, daß man sich selbst unabhängige Informationen einholt.

Da es aber keine einheitlichen Daten zu den einzelnen Arten gibt, die gesetzlich bindend sind, kann der Verkäufer natürlich auch munter verkaufen.
Wenn da kein Ge-/Wissen hinter steht, dann landet da so ziemlich alles in den Becken.

( Und natürlich nicht die Käufer vergessen, die trotz abraten den bestimmten Fisch haben wollen)

Hier ist es so, daß man immer dem anderen den schwarzen Peter zuschieben kann.


Die Frage ist...willst Du dem Ladenbesitzer ans Bein pieseln?
Dann erstatte Anzeige.
Verkauf von verbotenen Tieren, keine ausreichende Beschilderung der Becken.
Eventuell sogar Falschberatung.

Wenn er Glück hat, bekommt er nur was auf die Finger...wenn nicht kann es seinem Geschäft sehr schaden.
Wenn er Schwein hat, ist da ein AV desinteressiert und macht gar nichts außer "Du-Du-Böser".

Alles ist möglich.

Danke: (1)
Verena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.05.2016, 17:02   #6
Heikow
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Zitat:
Zitat von Verena Beitrag anzeigen
selbst informieren...
ist ein Vorwurf, den ich manchem Halter nur zu gern an den Kopf knalle, wenn dann der große Aufschrei nach dem Motto: "Meine Guppys vermehren sich wie die Ratten" oder sonstwas in der Art kommt. Dann nämlich sind Menschen manchmal offen für Kritik. Das Kind muss aber erst einmal in den Brunnen gefallen sein. Vorher aber hat das wenig Zweck.

Und vor allem kann ich, natürlich mit gewissen Einschränkungen, den Handel verstehen, wenn dieser Fische verkauft, die eigentlich nicht in das Becken des Kunden gehören. Man muss sich dazu einfach mal bewusst machen, dass die allermeisten die Fische zu Hause einfach versemmeln. Für die ist es völlig normal, dass rote Neons nur ein halbes Jahr alt werden. Sind ja billig und man kauft einfach neue. Und wenn der ansässige Händler mit seinem laufenden Kostenapparat dieses Geschäft nicht übernimmt, dann tut es entweder die nächste Kette oder eben der Onlineversand. Auch die privat weiter gegebenen Tiere haben ihren Anteil daran. Manch Händler lebt von genau diesem Klientel, welches alle vier Wochen neue Guppys und Neons, sowie regelmäßig Mollys für das 54er Becken kauft.

Das mag für den einen oder anderen bitter klingen, aber es ist die kalte Realität. Stellt Euch mal nen Nachmittag in ein Aquaristikgeschäft und überzeugt Euch selbst.

Ich denke man muss das Pferd von hinten aufzäumen. Möglichst vielen die Aquaristik ein kleines bisschen durchschaubarer machen, ohne gleich mit unwichtigen Details wie "passen zueinander" oder "werden zu groß für das Becken" zu nerven. Dann sind die Ohren zu und kann genauso gut die nächste Parkuhr damit belästigen.

In nem Forum ist es noch etwas anderes. Da wird oft erstmal gelesen, bevor die Leute sich anmelden. Dann ist der Weg vom Ohr ins Hirn meist schon einigermaßen frei

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Alt 17.05.2016, 21:57   #7
Ruthchen
 
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Hallo Ancaladon

Du hast den Artikel nicht gelesen und dir sollte es nicht egal sein wenn Exoten unsere Heimischen Tiere vertängen.
Jeder meckert über Mückenstiche, aber sind wir nicht froh dass wir hier bei uns keine Anopheles Mücke haben ? Ist es nicht schrecklich wenn uns unsere heimischen Fliegen im Gesicht rum krabbeln ? Da bin ich froh dass wir nicht die Tsetse Fliege auch noch an der Backe haben.
So ein Biss von einer Schnappschildköte im Fuss des eigenen Kindes, oooooch ist doch nicht so schlimm, ist doch nur eine kleine schildröte.
Von Würgeschlangen, Giflschlangen, Vogelspinnen, Skorpione und die süßen Kleinen Kaimane rede ich erst nicht, die werden teilweise ausgesetzt oder flüchten aus ihrem heim ins unsere Natur.
Die leute sind die gleichen die sich so einen Marmorkrebs kaufen und es gibt nur ganz wenige Menschen die sich wirklich bewusst sind was sie sich da anschaffen und die volle verantwortung über nehmen.

Ich mag nicht daran denke wieviele schildröten dieses Jahr über unsere straßen laufen.

Aber es gibt immer leute die von unserer Natur keine Ahnung haben.

Ich mag auch nicht darüber diskutieren, wollte nur mal wieder ins gedächniss rufen BITTE DIESEN KREBS NICHT KAUFEN.

Wir werden die Welt nicht retten können, aber jeder kann ein stück dagegen wirken.

lg
ruth

Ruthchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2016, 16:43   #8
Ancaladon
 
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Hallo,
entschuldigt bitte diese erst spät erfolgende Antwort. Nein mir ist es nicht egal, ob einheimische Arten verdrängt werden durch ausgesetzte Exoten (was tatsächlich seltener der Fall ist als man glauben mag). Ja, ich habe den im ersten Post verlinkten Artikel gelesen und wie gesagt ich kann da weder was neues entdecken noch etwas was diesen Krebs wirklich gefährlicher macht als all die anderen amerikanischen Krebsarten (über die sich so euphorisch auf der restlichen verlinkten Seite ausgelassen wird und wo nur der Marmorkrebs "verteufelt" wird). Alle sind potentielle Träger der Krebspest und somit gefährlich für einheimische Arten (was auf der Sieite ja als Problem angegeben wird) und genügend haben sich ja auch leider hier etabliert. Der Marmorkrebs vermehrt sich dazu eben noch alleine ( wobei sich viele Krebse gut und reichlich vermehren lassen), ist dafür aber weitaus weniger anpassungsfähig und kommt hierzulande nicht gut zurecht und eigentlich kaum vor, nur in abgeschlossenen Fischteichen. Es geht mir dabei auch nicht darum abzustreiten, dass Marmorkrebse potentiell gefährlich sein können und dass es unverantwortlich ist, Haustiere, die einem lästig etc. geworden sind, einfach auszusetzen.Nur finde ich den Tenor "Es werden Krebse verkauft, die sich schnell vermehren und Krankheiten verbreiten, Hilfe" einfach überzogen, dass müsste man dann ja bei jedem Amerikaner machen. In dem Artikel wird auf Madagaskar eingegangen, ja der Krebs ist dort ein Problem, aber Madagaskar ist unter keinen Umständen mit Nordeuropa vergleichbar. Das Problem sind, wie es ja auch schon angesprochen wurde, nicht die Arten, sondern neben völlig unzureichende Gesetzgebung zu der Schulung von Zooladenmitarbeitern vor allem die Mentalität von Zooladenverkäufern und -käufern gleichermaßen. Wenn die stimmen würde, gäbe es gar keine Probleme, egal mit welcher Art. Nebenbei von den aufgezählten Exoten haben nur Schnappschildkröten längerfristige Probleme verursacht, weil sie sich hier halten können (und die Chance von einem Hund gebissen zu werden ist ungleich höher, als von iregendeinem entkommenden/ausgesetzten Exot geschädigt zu werden..).
Ancaladon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2016, 18:01   #9
Champsochromis
 
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Hi,

ja, Marmorkrebse sind zur Jungfernzeugung fähig, aber was so manche "Nichtfachleute" deswegen über seinen "alleinigen" Beitrag am verschwinden der Edelkrebse behaupten ist auf deutsch gesagt schlichtweg falsch

Fakt ist nämlich:

die Krebspest ist nachweislich schon seit 150 Jahren in Europa verbreitet ist (1860 erstmals in Italien aufgetreten und von dort aus innerhalb von net mal 20 Jahren über den Großteil Mitteleuropas verschleppt worden) und nicht erst die letzten 10-15 Jahren von mutwillig ausgesetzten Marmorkrebsen eingeschleppt worden ist (diese Behauptung hab ich schon mehrfach in "Berichten zur Krebspestverbreitung durch den Marmorkrebs" gelesen)

in Europa schon seit 1885 wegen dem schon damals fast komplett verschwundenen Edelkrebsen Kamberkrebse und Signalkrebse in alle gut zugänglichen Flüssen, Seen, Kanäle als Edelkrebsersatz ausgesetzt wurden, (in Deutschland alleine zwischen 1960 und 1990 rund 30.000.0000 Signalkrebse) übrigens auch gefördert von Naturschutzbehörden

alle Arten amerikainschen Flußkrebse hochgradige Krebspestverbreiter sind.
In Asien z.B hat der im Aquarium so beliebte Procambarus clarkii sich innerhalb weniger Jahre über ganz China invasiv ausgebreitet und die dortigen Krebse durch die übertragene Krebspest fast ausgerottet. Und das alleine über die ganz normale geschlechtliche Vermehrung die ja, nach Autoren die vor der schnellen Vermehrung des Procambarus fallax f. virginalis schimpfen, in der freien Natur angeblich vollkommen "harmlos" sei - daher ist diese Art ja auch zusammen mit dem Marmorkrebs in das EU-Gesetzt zum "Haltungsverbot von invasiven Arten" aufgenommen worden was Ende letzten Jahres beschlossen wurde. War ja hier auch drüber nachzulesen was so alles drunter fällt - weiß eigentlich einer ab wann das Gesetz gültig wird

die Krebspest nicht nur dirket von "ausgesetzten" Marmorkrebsen und den anderen amerikanischen Krebsen auf europäische Krebse sondern nachweislich auch durch den Kontakt mit krebspestinfizierten Wasser übertragen werden kann. die Sporen sind in der Lage einige Tage selbst widrigste Bedingungen (z.B Trockenheit) überstehen zu können und auch auf anderen Tieren überleben. Folglich ist sie auch über Angelgeräte, Wasserfahrzeuge, Wasservögel, Pflanzenaustausch, badende Tiere (Vögel, Nager, Hunde ect.), Wind, Fische, Wasserinsekten ubertragbar auch Kläranlagen halten net alle Sporen zurück

folglich jeder Halter von Amikrebsen - selbst die kleinen CPO sind Krebspestschleudern - ein ebenso potenzieller Edelkrebsvernichter ist wie jeder Halter von Marmorkrebsen

die europäischen Edelkrebse, selbst wenn alle !!!! amerikanischen Krebse im Aquarium europaweit sofort vernichte werden würden, auf Dauer nicht mehr zu retten sind da rund 99% aller ehemaligen Lebensräume in Europa schon von Kamber- Signalkrebs und Co. besiedelt sind und man diese nie wieder los werden kann. Und daran kein einziger Aquarianer beteilig ist, selbst wenn er mutwillg seine Amikrebse in die schon krebspestverseuchte Gewässer einsetzen würde

die einzigste Möglichkeit die europäischen Edelkrebse wirklich zu retten die Gentechnik wäre - nur so könnte man die Europäer imun gegen den Pilz machen, des weitern müssten natürlich auch sämtliche Gewässer wieder in einen recht naturnahen Zustand gebracht werden um Imun gewordenen Edelkrebsen wieder atiquate Lebensräume zu bieten

MfG Frank

Danke: (1)

Geändert von Champsochromis (29.05.2016 um 19:55 Uhr)
Champsochromis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2016, 22:25   #10
jope06
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Hi Frank,

wenn du das vor 3-5 Jahren geschrieben hättest, wärst du aus den Foren gemobbt worden.

gruß jo
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