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Alt 27.06.2018, 10:55   #1
Flockenanreicherin
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Standard Julios Zuhause

Hallo,

so, nachdem ich euch alle schon halb wahnsinnig in meinem ersten Thread gemacht habe kommt jetzt auch mal meine Beckenvorstellung.
Ich werde es jetzt mal so managen, dass ich euch aufschreibe, wann was kam, also so, als ob ich quasi damit anfange.


Mein Becken:
Tetra Starter Line LED Aquarium 30 Liter

Filter:
Easy Crystal Filter 250

Licht:
LED 220... 240 Volt, 50/60 Hz, 6 W, 430 Lumen

Eingerichtet am/Läuft seit: 25.05.2018

Boden:
Dennerle Nutri Basis 6in1 (2,4 kg)
Orbit Aquarienkies
Orbit Glanz-Sand

Der Kies ist da, wo die Pflanzen sitzen, da ich vorhatte Mini-Welse rein zu tun, habe ich für sie in die Mitte statt Kies Sand genommen... Damit die Kleinen sich nicht ihre Barteln verletzen.

Bepflanzung:
Hygrophila pinnatifida
Lysimachia nummularia aurea
Cryptocoryne lutea "Hobbit"


Es steht auf einem Sideboard vor dem Sofa.

Wasserwechsel erfolgt einmal die Woche ca. 50% mit Eimerschleppen.
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Alt 27.06.2018, 10:56   #2
Flockenanreicherin
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Standard 25.05.2018

So sieht es aus, wie es auf dem Schrank steht:


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Hier nun der Blick direkt nur ins Becken:


Click the image to open in full size.



Joa, soweit erstmal. Ich werde jetzt nach und nach posten, wie es sich dann entwickelt hat. Hoffe, das ist OK. Ich mag die Vorstellung einfach, dass ja nicht gleich alles mit einem Mal entstand, sondern nach und nach. Muss jetzt nur gucken, dass ich das nicht in Echtzeit poste, sonst bleibt es ja immer zeitversetzt.

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Alt 27.06.2018, 11:32   #3
momo0
 
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Oh, das schaut ja süß aus!
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Alt 27.06.2018, 18:32   #4
Flockenanreicherin
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Weiter geht's.


Bereits nach ein paar Tagen (so 4 -5), hatte ich kleine Fädchen im Aquarium. Wunderte mich etwas, war aber so. Habe dann auch mal versucht zu recherchieren. Dabei kam raus: Es sind Fadenalgen. Na, herzlichen Glückwunsch. (Das die in der Einfahrphase so ziemlich jeder hat/bekommt, war mir noch nicht ganz klar zu dem Zeitpunkt. Aber sie störten mich nicht.)


Hier erstmal, was eigentlich rein sollte und wie es dann kam oder

Das erste Mal im Geschäft/Die Beratung:

Ich war extra etwas weiter gefahren, weil ich eh nach einem Quarantäne-Becken schauen wollte und dieser Baumarkt der einzige war, der überhaupt einfache Vollglas-Becken anbietet. Ich wollte ja von Anfang an alles perfekt machen und ein Bekannter (früher selbst den Keller voller Aquarien gehabt und Diskus gezüchtet) riet mir, die Fische nicht gleich einzusetzen, sondern erstmal zu schauen, ob sie gesund sind. Dazu musste also ein Quarantäne-Becken her. Ich ließ mich auch gleich noch beraten (der Mitarbeiter wirkte sehr kompetent auf mich, da er selbst Aquarianer ist und mehrere Becken hat). Ich hatte vor, in das oben genannte Becken eine kleine Gruppe Perlhuhnbärblinge (danio margaritatus) zusammen mit einer kleinen Gruppe Mini-Welse (corydoras pygmaeus) rein zu tun. Der Verkäufer riet direkt von beidem ab. Grund: Es sind beides Schwarmfische, die bräuchten mehr Platz zum Schwimmen (er meinte mind. Kantenlänge von 60 cm) und außerdem besteht ein Schwarm ab 10 Tieren; weniger wären nicht gut/die Tiere nicht glücklich.


Hm, OK... Wird also nix mit dem Besatz, den ich im Kopf hatte. Ich war erstmal ziemlich traurig, hatte ich mir doch mein Becken bereits in den schönsten Farben ausgemalt, dazu noch (wirklich doof und nicht machen!) bereits Futter bestellt - Flockenfutter und Wels Tabs. Toll!



Der Verkäufer ließ mich aber nicht ganz dumm zurück und schlug mir vor, ich könnte entweder ein paar Endler-Guppies rein tun oder einen Kampffisch. Die Guppies fand ich tatsächlich auch ganz niedlich. Der Kampffisch war jetzt OK... Er schaute so traurig, fand ich. Er war noch nicht ganz raus, aus der Auswahl, aber iwas war... Jetzt konnte ich mich überhaupt nicht entscheiden, was ich statt dem, was ich im Kopf hatte, nehmen wollte bzw sollte. Na ja, da diese Entscheidung noch etwas Zeit hatte, habe ich versucht rauszufinden, was ihr mir raten würdet, welche Erfahrungen ihr habt und ihr habt auch fleißig geschrieben. (Danke dafür an der Stelle. Ich habe mich sehr nett aufgenommen und beraten gefühlt!)


Während sich am Becken an der Ansicht noch nichts veränderte - stand da, ohne Fische, ohne Schnecken oder sonstigen Besatz. Noch recht langweilig - beschloss ich nach guten zwei Wochen, dass es Zeit wird, etwas Leben da rein zu bringen. Ihr habt mich tatkräftig unterstützt hier im Forum, sodass am 11.06.2018 die ersten Bewohner ins Aquarium ziehen durften. Endlich iwas zu gucken!

Wieder zu dem Laden hin und Schnecken besorgt. Dazu noch eine Portion Wasserpest (egeria densa), da die Algen echt Überhand nahmen, mich nerv(t)en und durch die das Becken einfach nur Sch*** aussieht.



Mitlerweile sprang ich deshalb schon seit Tagen im Dreieck, denn ich konnte machen was ich wollte, die Teile gingen nicht weg bzw. sind zu schnell wieder da. Ich malte mir schon aus, dass das jetzt immer so bliebe, ärgerte mich, war deprimiert, naja... iwie war alles gar nicht mehr so toll. Warum wollte ich das nochmal unbedingt haben?



Abends war ich dann endlich mit der Wasserpest und den Schnecken Daheim - war auch erst spät nachmittags losgefahren und brauchte eine ganze Weile im Laden. Erst die Wasserpest rein, dann die Schnecken mit Tüte in den Eimer und schön jede Stunde ein Gläschen (Schnapsglas wurde zweckentfremdet) Aquarienwasser zu den Schnecken mit rein. Da die Tüte iwie ständig umfiel, "Tütenwasser" mit Schnecken in Eimer. Um 19.00 Uhr angefangen, glaube, so gegen 00.30 Uhr durften sie dann endlich einziehen. Hurra, die Schnecken waren umgesiedelt - und ich totmüde! Gute Nacht.


Nächster Morgen. Erstmal schnell gucken, was die Schnecken machten. Zählen... 1,2,3 alle da. Zumindest von den Rennschnecken Orange Track / Leopard-Rennschnecken (Neritina turrita var. semiconica). Und da war auch die Kleine: Orange rabbit snail (Tylomelania sp. orange). Also, alles gut.



Mit der Zeit stellte ich fest, dass sich die "Leoparden" (wie ich sie nenne) gerne abends auf eine Runde Kartenspielen oder so treffen. Sie hocken dann alle auf dem Stein zusammen. Wahrscheinlich ist es aber doch eher eine Selbsthilfegruppe für entschleppte Wirbellose...

Die Tylomelania habe ich "Rüsselchen" genannt, vorerst wird sie aber liebevoll mit "Baby" ansprochen, da sie noch keine 2 cm misst. Das ist auch das Problem, dass sie bis heute gerne stunden- oder tageweise verschwindet. Ich habe einmal den Filter sauber gemacht. Ganzen Filter raus, das "Innenleben" so gut es ging durch gespült, aber auch von außen etwas geputzt. Wieder rein. Lief. Alles gut. Iwie fiel mir aber auf, dass ich Baby schon lange nicht mehr gesehen hatte. Die war weg! Spurlos. Ja, es ist ein großes Becken für so einen Winzling. Da kann sie sich überall verschanzen. Ich versuchte mir einzureden (und zu 99,98 Prozent war ich davon wirklich überzeugt), dass ich es gemerkt hätte, wenn sie am Filter gesessen hätte. "Sie hätte sich ja festgesogen. Nur das Haus ist dunkel. Die Schnecke selbst siehst du doch, du ist orange... orange! Das hättest du gesehen und gefühlt. Die hätte sich nicht so einfach runter bürsten lassen. Und im Filter ist noch unwahrscheinlicher. Also, ruhig bleiben, atmen ooooooooooohhhhhhhhhhhhhmmmmmm...". Auch wenn ich mir sehr sicher war, dass sie noch im Becken iwo rumschwirrte, ich war mega erleichert und habe mich riesig gefreut, als ich sie abends wieder sah. Puh, was eine Aufregung!



Als ich die Schnecken fotografieren wollte, wurde mir klar, warum sie "Rennschnecken" heißen - verdammt schnell, die Teile, wenn man erst warten muss, bis das Tablet hochgefahren ist.



Aber hier sind mir einige Klicks geglückt, hoffe ich. Bitte:


Hier sind sie alle am Holz:


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Hier ist die Gruppensitzung gerade beendet worden (vermutlich wegen Paparazzi außerhalb des Beckens):


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Hier ist eine Diva alleine auf dem Bild:


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Und das hier finde ich scharf, weil sie alle so hübsch versetzt liegen (ich schwöre, die haben sich freiwillig so hingesetzt. Ich habe es nicht gestellt):


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Hier ist Baby. Einmal beim Erklimmen der Senkrechten:


Click the image to open in full size.


Und einmal "läuft" sie richtig schön auf mich zu:


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Ich hoffe, es gefällt euch.


Geändert von Flockenanreicherin (27.06.2018 um 18:41 Uhr)
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Alt 27.06.2018, 19:28   #5
Otocinclus2
 
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Standard

Hallo Flocke,


schöne Bilder - und schöner Bericht.

Allerdings komme ich jetzt um ein "Aaaaber..." nicht herum...



Zitat:
Zitat von Flockenanreicherin Beitrag anzeigen
...dazu noch (wirklich doof und nicht machen!) bereits Futter bestellt - Flockenfutter und Wels Tabs. Toll!

Sind das die Futterdosen, die man auf dem ersten Bild in Post #2 auf dem Regal über dem Becken sieht?
Ich sehe eine Dose Tetra Delica, eine zweite nicht erkennbarer Marke und dann die Wels-Tabs von Sera mit vermutlich 300 bis 500 ml Inhalt und dann tatsächlich eine EINLITERDOSE Sera Vipan (Sonderangebot? ).


Wenn die Dosen noch unverschlossen und luftdicht versiegelt sind, dann versuch zumindest die großen Dosen in kleinere Gebinde umzutauschen.



Das aufgedruckte MHD gilt natürlich nur für die ungeöffnete Dose. Wenn die luftdichte Versiegelung einer Dose erst einmal geöffnet wurde, beginnt das Futter durch Oxydation relativ schnell zu altern und verliert an Nährwert. Enthaltene Öle und Fette werden ranzig, Vitamine und andere Nährstoffe zerfallen...


Einmal geöffnete Dosen sollten innerhalb von 3 bis maximal 6 Monaten verbraucht werde - optimale Lagerung (kühl, dunkel und trocken) vorausgesetzt. Mit deiner 1-Liter-Dose schaffst du das mit deinem 30-Liter-Becken selbst bei massivem Überbesatz nie!


Also: Kaufe bei wenig Futterbedarf (und bei deinem kleinen Becken hast du nunmal nur einen kleinen Futterbedarf) möglichst kleine Gebinde. Das ist zwar auf dem ersten Blick teurer, letzten Endes aber doch preiswerter (im wahrsten Sinne des Wortes). Denn was bringt es dir, wenn du billigeres Futter aus Großgebinden verfütterst, das kaum noch Nährwert hat oder gar schon verdorben ist - außer Misserfolge und Frust?


Gruß
Otocinclus2

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Alt 27.06.2018, 21:18   #6
Sonnentänzerin
 
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Hallo Flocke

Herrlich, SCHNECKEN.

Wenn Du Deine Baby-Tylomelania mal länger vorne sehen willst, ich hab da ein Lockmittel:

junge Löwenzahnblattspitzen im Wasserkocher (keine Spülmittelreste!) eine knappe Minute lang kochen.

Dann etwas zusammenknüllen damit es sinkt und vorne absinken lassen.
Etwas warten und dann sitzt Deine Tylo da drauf und schabt und raspelt.

Auch nett: eine kleine Karotte aus dem GLAS, die fressen sie besonders gerne und damit lassen sich auch viele Rennschnecken (Deine Leos) an künstliches Futter locken.
Die Karotte ODER der Löwenzahn bleibt im Becken, zur Sicherheit gebe es genau zwei Tage vor Deinem großen wöchentlichen Wasserwechsel.
Dann passiert mit dem Wasser nichts.

Wer ist wohl der Julio grübel?
Sicher ein Kämpferlein, muss ich wohl noch warten bis Du aktuell bist

Gruß Sonne

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Alt 02.07.2018, 11:00   #7
Flockenanreicherin
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Standard 14.06.2018 - Julio kommt!

Hallo,


erstmal schön, dass mein kleines Becken bei euch Zuspruch findet. Freut mich natürlich.


@Otocinclus:
Bis auf die getrockneten Mückenlarven ist alles noch ungeöffnet. Ich hatte gedacht, dass ich die einfach mal anbiete zum Weiterverkaufen. Vielleicht habe ich ja Glück und jmd nimmt sie mir ab, dann war der Verlust nicht ganz so groß, als wenn ich sie verschenken muss. Aber danke für deinen Ratschlag; ich dachte tatsächlich, dass es länger hält (jetzt nicht so lange wie das MDH, aber länger als du schreibst)...


@Sonne:
Auch dir danke für deinen tollen Tipp. Werde ich bestimmt mal umsetzen, gerade auch, um noch paar schöne Bilder zu machen.


OK, dann geht's mal weiter im Text... äh... der Story:


Ich war ziemlich genervt, dass ich mit den Algen so krass zu tun hatte.



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Anfänglich waren es nur kleine dünne Fädchen (sogar noch dünner als so manches Haar), eher wenige und e i n z e l n e vor allem. Mitlerweise wuchsen die Dinger heran, man konnte sogar die Farbe (grün, logisch sind ja Grünalgen) erkennen. Vorher schienen sie recht farblos zu sein. Zu erst sah ich es auf der Wurzel: Ein kleines grünes Gewölle. Störte mich nicht, könnte man bei Bedarf noch recht schnell weg machen.



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Während ich anfing mich mit Algen, deren Entfernung, Eindämmung, Beseitigung zu beschäftigen (ich las im Netz, schaute YT Videos von Aquarianern), begann ich zu verstehen, dass es wohl länger noch ein "Problem" bleiben sollte. Ich versuchte mich damit abzufinden. Im Hinterkopf allerdings immer noch im Geschäft stehend mit dem Algen-Ex in der Hand! Ich las zur Not auch mehrmals das gleiche. Eine Seite hat es zumindest geschafft, dass ich etwas mehr Ruhe in mir rein bekam: Die Seite von Aquamax. Dort konnte ich nachlesen, dass ich nicht gute Wasserwerte habe trotz der Algen, sondern wegen der Algen! OK, akzeptiert. Die Dinger dürfen bleiben, definitiv kein Algen-Ex (bin eh kein Freund der Chemie-Keule) - kleines Aufatmen. Aber manuelles Entfernen muss drin sein. Die Teile wachsen zu schnell!


Während ich mich mit der Frage rumschlug, welche Art von Fisch ich denn demnächst nun beherbergen möchte, ging alles plötzlich ganz schnell. Ich wollte im Baumarkt eigenlich nur noch ein paar kleine Dinge besorgen. Zum Abschluss noch "schnell" (ja, ja, ist klar! ) Becken gucken. Da sah ich ihn: Einen Kampffisch. Er war nicht der einzige in der Anlage. Ich schaute mir die anderen auch an, aber dieser eine hatte es mir angetan. Ich ging zu der Verkäuferin und fragte, ob sie mir den reservieren könne. Es war schon Abend und ich wollte nicht nochmal so spät anfangen mit der Prozedur des Umsetzens. Leider verneinte sie. Erklärte mir, dass es schlecht umzusetzen sei, wenn sie Zettel schrieben (und klebten), verschwinden diese doch iwie, mit Zahlung im Vorfeld schonmal gar nicht "nachher sind Sie das Geld los und der Fisch ist trotzdem weg!". Hm... "Was spricht denn dagegen, dass Sie ihn mitnehmen?", wollte sie wissen. Ich schaute bedröppelt drein und meinte trocken: "Die Uhrzeit.". "Das Umsetzen dauert doch keine 10 Minuten!", sagte sie und weiter "Wenn die bei uns ankommen, haben wir die Zeit auch nicht, das langsam zu machen.".

Gott, die Armen! Er tat mir eh schon leid, weil er mit Platys zusammen im Becken war.



Das Ende vom Lied: Ich nahm ihn dann doch kurzerhand mit!


Dann komme ich zwar wieder spät ins Bett, aber was soll´s..?! Der hatte es mir angetan. Dabei bin ich jemand, der eigentlich seine Entscheidungen nochmals überdenkt und überdenkt und nochmal prüft und überdenkt. Tja, ausnahmsweise hat mal das gesprochen, nicht der Verstand! Gut? Schlecht? Keine Ahnung. Aber ich habe mich so gefreut über ihn, das kann nicht schlecht sein. Wie er so niedlich mit seinen Brustflossen schlug - ganz schnell immer hin und her. Man sah ihm auch seine Aufregung total an.



Gleiche Prozedur wie bei den Schnecken: Schnapsglas wieder her, Tüte in den Eimer (diesmal gestellt nicht gekippt) und immer pro Stunde ein Gläschen voll zum Fisch. Nach ein paar Stunden dann alle halbe Stunde eins, dann alle halbe Stunden zwei... (wie er immer wieder niedlich mit den Flossen wedelte, wenn neues Wasser rein kam!) bis er endlich umziehen durfte. Mit dem Netz hat es nicht funktioniert ihn rauszufangen. Da mir so schnell nix einfiel, habe ich einfach meine Hand genommen. Ging ganz schnell. Aber was sollte ich ihn ewig mit dem ollen Kescher jagen? Macht ja auch nur Stress und führt dabei nicht mal zu etwas.



Etwas blieb ich noch auf. Ich glaube, er hat sich erstmal alles ganz genau angesehen, wo er da überhaupt gelandet ist. Scheint ein sehr aufgeschlossenes Kerlchen zu sein.



Sein Name: Julio.

Warum er so heißt ist schnell erklärt: Schon auf der Rückfahrt dachte ich darüber nach, wie ich ihn nennen könnte. Iwie fiel mir spontan sofort ein, es müsse was spanisches sein. Er sieht aus wie ein Latino-Tänzer. Ich weiß wirklich nicht mehr, ob mir das echt schon im Kopf rum gegeistert ist, aber ich bilde mir zumindest ein, dass der Zufall entschieden hat. Im Auto dachte ich "Juan" oder "Julio". Witzigerweise ging es in einer Serie an dem Tag u. a. um einen Julio. Ich meine, dass mir der Gedanke schon im Auto kam, also sollte er so heißen: Julio.



Bis dahin erstmal.

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Alt 09.07.2018, 15:57   #8
Flockenanreicherin
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Da jetzt aber ein lebendes Ökosystem (ist das jetzt doppelt gemoppelt oder kann man das so sagen?) nun mal keinen Stillstand macht, sah es - was die Algen angeht - bald echt sch*** aus. Die Dinger wucherten überall. Täglich wurden die Fäden länger und dichter.
OK, ich schaffe das. Ich werde das überleben. Tschacka!

Anfänglich war mein Kampffisch noch relativ scheu. Nicht im eigentlichen Sinne, dass er Angst vor mir hatte oder sich nur in einer Ecke rum drückte. Aber ein ordentliches Bild von ihm hinzukommen, war unmöglich. Ich gab es für einige Tage auch auf. Klar, ich wollte ihn euch gerne präsentieren, aber was nicht geht, das geht nun mal nicht. Nach gefühlten 8.493 Bildern sah ich es ein. Irgendwann klappten aber ein paar Versuche, sodass ich euch jetzt endlich und voller Stolz meinen Julio präsentieren kann:

Hier schwimmt er ganz süß genau auf die Kamera zu:


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Er ist sehr neugierig, aber hält halt nie still



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Dieses Bild ist ein Standbild eines Videos (ich hatte die Idee, ihn einfach mal kurz zu filmen und dann zu schauen, ob ein brauchbares Bild dabei sein könnte. Hat geklappt ):



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Nach ein paar Tagen bereits hatte er sogar ein Schaumnest gebaut. Hier sein erstes:



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Ich hoff(t)e, dass er es tut, weil er sich wohl fühlt und nicht, weil es einfach nur ein innerer Drang ist und er es nur aufgrund seiner Biologie tut... Versteht man, was ich meine?



So niedlich ich meinen Fisch auch fand, der Kampf mit dem „Grünzeug“ ging weiter:
Ich sprang iwann im Dreieck! Mich nervten diese Teile. Es muss doch iwann jetzt mal weniger werden! Weiter YT Videos geguckt und gesehen, dass jmd erklärt hat, dass das Einfahren eines Beckens auch locker mal 8-12 Wochen dauern kann. Zumindest was das Pflanzengleichgewicht angeht. Ja, suuuuuuuuuuuper. Hab ich ja "nur" noch 8 Wochen (!!!!!!) vor mir (klar gehe ich davon aus, dass es bei mir die längste Zeit dauert!).

Mein Becken sah einfach gerade mal so was von nicht hübsch aus.



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Schön zu wissen, dass u. a. die Algen dafür verantwortlich sind die Wasserwerte soweit stabil zu halten, aber es sieht h ä s s l i c h aus. Punkt. Das konnte ich mir auch nicht mehr schön reden. Meine Lysimachia nummularia Aurea sah sehr "krüppelig" aus mittlerweile. Die Blätter hatten Beläge und wurden dunkel.


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Sogar um die Wasserpest hatten sich die Fäden gewickelt und somit diese teilweise eingenommen.


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Ich hatte mehrmals versucht es mit der Pinzette und vorsichtig auch mit den Fingern den Großteil abzunehmen, damit ich die Pflanzen nicht wieder "schrubbte". Ich hatte es nämlich schon einmal fertig gebracht, alles komplett „raus zu reißen“, ab in den Eimer damit, Wasser dazu und bei jede Pflanze einzeln vorsichtig mit den Fingern die Wachstumsphase der Pflanzen gestört hätte. Na toll! Was sollte ich also noch tun? Ich hatte das Gefühl, dass es nichts mehr mit dem Einfahren zu tun hatte. Ich machte mittlerweile ein Mal die Woche Wasserwechsel, jedoch 80%, um die Algen wenigstens iwie einzudämmen. Es musste doch möglich sein, dass es nicht ganz so wirr aussieht. Nächstes Beispiel: Mein Bäumchen (Hygrophila pinnatifida) hatte drei Ableger. Die Mutterpflanze sah aber auch nicht mehr so gut aus: auch kleine Fäden überall auf den Blättern, viele Blätter fielen ab/aus, nachdem sie gelb wurden... Und die Cryptocoryne lutea Hobbit geht auch langsam ein... vereinzelte braune Blätter an mehreren Pflänzchen.



Ich wollte wirklich etwas ändern. Also fing ich an, mich mit der Düngung von Aquarienpflanzen zu beschäftigen. Mir flog gefühlt alles um die Ohren: CO2-Anlage, Mikro- und Makrodünger, Lumenzahl des Lichts, Garnelen ja/nein/vielleicht,… usw.
Ich wollte plötzlich doch gerne Garnelen haben, da ich erfahren hatte, dass es Garnelen gibt, die sich nicht wie blöd vermehren und zum zweiten hielt ich es für eine super Idee, dass sie mithelfen können, gegen die Algen zu arbeiten. Musste aber sehr schnell feststellen, dass die gewünschten Amano-Garnelen nicht gehen. Zum einen war mein Becken zu klein für sie, zum anderen hatte ich nicht garnelen-tauglichen Bodengrund für die Pflanzen rein gepackt. Ich hatte extra das „Garnelenhaus“ kontaktiert, die mir aber bestätigten, dass es bei dem Bodengrund keine gute Idee sei diese Tierchen dort einzusetzen. Wieder ein Rückschlag, empfand ich.
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Alt 09.07.2018, 16:49   #9
carpenoctemtom
 
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Hi Flocke,


a) Das Becken ist zu hell. Einfachste Lösung: Froschbiss als Schwimmpflanze über die ganze Fläche.


b) Das Becken dichter bepflanzen, mit Pflanzen die bis an die Oberfläche wachsen und darauf driften.


Julio wird es Dir danken und die Algen verschwinden. Dünger etc. bringt Dir erstmal nichts. Meine Meinung. Egal was Du alles für gute Tipps kriegst. a und b reichen völlig aus und Julio freut sich.


Tom
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Alt 10.07.2018, 16:01   #10
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Standard Kleine Schnecke, was bist du..?

Hallo,

Zuvor erstmal der Hinweis, nur, dass es nicht zu Missverständnissen kommt: „Wir“ befinden uns immer noch in der Vergangenheit. Das bisher - und auch in diesem Post - beschriebene gibt nicht den aktuellen Zustand wieder. Ich werde drauf hinweisen, wenn ich im Jetzt angekommen bin.


Die Wasserwerte zum ersten Mal im Becken selbst ermittelt – nach knapp einem Monat!
Chlor: 0 mg/l
pH: 6,8-7,2
KH: 6-10°d
GH: >4°d - >7°d
NO2: 0 mg/l
NO3: 10 mg/l
Ich dachte, damit kann ich zufrieden sein, denn laut Tabelle passt alles. Wenigstens eine Sache stimmte an meinem Becken… Paaaaartyyyyy!

Am 25.06.2018 fand ich raus, dass ich blinde Passagiere beim Kauf der Wasserpest mitgebracht hatte. Ich konnte die Viecher aber nur grob zuordnen: Schnecken. Das war es auch schon, was ich wusste. Ich versuchte sie zu fotografieren und stellte hier die Frage ein, was es war. Blasenschnecken. Aha.



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Ah, gute Schnecken, alles klar. Fein, wenigstens brauche ich mir dann um meine Pflanzen nicht noch mehr Sorgen zu machen. Beschluss: sie darf bleiben. War nur eine. Kurz danach eine zweite gesehen. Niedliche Gesellen. Jmd postete einen Link mit Infos über diese Tiere, da war ein Video mit bei, wo sie in der Strömung surft. Na, das will ich dann aber auch mal sehen bei meinen!




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Für die Lumenzahl musste ich erst beim Hersteller selbst anrufen, um diese zu erfragen. Ich fand heraus 430 Lumen, was, nach Recherche ziemlich gering ist. Lass ich jetzt erstmal trotzdem so, denn ich konnte ja nun auch nicht alles auf einmal besser machen bzw. verändern. Denn ich hatte endlich beschlossen: Das Becken echt einfach mal in Ruhe lassen. (Wasser wechseln, vorher max. mechanisch Fadenalgen entfernen.) Gut is!

Oh Mann, da hatte ich mir jetzt aber was aufgeladen! Ich und einfach nur da sitzen, absolut nichts tun, außer Zeit abwarten..? Den ganzen Tag auf so ein wüst aussehendes Teil schauen und dabei denken „nicht schön“..?! Jetzt musste ich mir halt zig mal am Tag sagen: "Liebe Flocke, das wird schon noch... gaaaaaaaanz ruhig, einfach in Ruhe lassen. Du wirst sehen, das wird toootaaaaaal schön (werden)!". Iwie glaubte ich mir das nur noch nicht. Dann ein tiefes entspanntes "Ooooooohhhhhhhhhmmmmmm" hinterher und zur Not eine Runde spazieren gehen, um nicht die ganze Zeit drauf zu gucken.

Das Problem: Wenn ich mich an einem Tag entscheide, wie ich es machen will, heißt es noch lange nicht, dass ich am nächsten Tag noch überzeugt davon bin. Ich guckte ja fleißig weiter YT Videos bzw las zu dem Thema und jetzt fingen sich alle an zu widersprechen. Das Ping-Pong in meinem Kopf ging an.

In Ruhe lassen: das Gleichgewicht des kleinen "Kosmos" ist noch nicht hergestellt, daher bringt jeder Eingriff ihn wieder durcheinander und es dauert nur noch länger bis es sich eingependelt hat.

Gegen die Algen arbeiten: heißt, im Becken rumfummeln, aber die Algen sind sehr präsent und ich habe nicht das Gefühl, dass die bald (auch in acht Wochen) weg gehen und dann alles wie von Zauberhand grünt, als wäre nix gewesen.

Und die Achterbahn ging wieder los. "Herzlich willkommen, treten Sie näher und steigen Sie ein! Nicht nur eine Runde, nein, es wird der Ritt Ihres Lebens..." Puh... Kann ich nervig und anstrengend sein. Das Schlimme: ich muss mich mein ganzes Leben lang noch aushalten – alle anderen können gehen, wenn’s ihnen nicht passt. Ich muss bleiben! Immer! Tja…


Ich entschied mich einigen Minuten nach dem „Kampf“ für in Ruhe lassen. Entscheidung getroffen und endlich mal dabei bleiben! Konnte doch verdammt noch mal nicht so schwer sein. Einfach in der Zeit was anderes machen ist jetzt der Plan. Nicht (so genau) hingucken. Der Fisch schwamm noch munter rum, die Schnecken lutschten die Scheiben und den Stein ab... alles war in bester Ordnung..., dachte ich…
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