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Ubiview 28.03.2018 00:41

Quarantäne-AQ - gedankenlos gehandelt?
 
Hallo zusammen,

zur Vervollständigung meines Besatzes sollen demnächst noch zwei Paar Makropodus Opercularis einziehen. Jetzt habe ich am WE - kurzentschlossen ein AQ mit den Maßen 40 x 25 x 25 als Quarantäne-AQ bestellt.

Irgendwie hatte nicht wirklich nachgedacht und im Hinterkopf, dass beim Händler aufgrund der hohen Besatzdichte das normale Revierverhalten unterdrückt wird. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass das hier auch so sein wird. Jetzt bin ich mir da aber doch sehr unsicher, lässt sich schließlich nicht wirklich vergleichen.

Was meint ihr, ist damit eine Quarantäne von ca. 4 Wochen durchführbar?

Oder kann ich das Teil gleich zurückschicken?

Ein größeres AQ kann ich nicht unterbringen, zumal es danach hoffentlich ungenutzt im Keller steht.

Danke für eure Einschätzung.

Bettina

Skakkraks 29.03.2018 13:11

Hallo,
Ich hab mir mit alten Saugnäpfen, PVC- Gitter und Kabelbindern
in ähnlicher Situation einen Raumteiler gebastelt.
Ich würd aber bei derart beengten Verhältnissen zumindest noch Sichtschutz in je einer Ecke bereitstellen.
Z.B. Hornkrautbüschel etc.
Aber es ist schon sehr sehr eng.
Stapelbare Kunststoffbecken wären vlt. günstiger?
Gruß

Ubiview 29.03.2018 23:45

Hallo,

danke für deine Einschätzung.

Ich habe mir nochmal Gedanken gemacht und etwas gestöbert.

Meinst du, dass die Klämtare von Ikea mit 58x45x30 cm für zwei Paar Paradiesfische für ca. 4 Wochen ausreichen würden? Ohne Trennung im Innenleben? Ich bin nicht so die Bastlerin und habe keine Ahnung, wie ich so was machen könnte.
https://www.ikea.com/de/de/catalog/products/70292364/

Dazu eine kleine LED-Schreibtischlampe.
Wobei Pflanzen bei der Lampe wahrscheinlich sehr schnell aus Lichtmangel hinüber wären ...
https://www.ikea.com/de/de/catalog/products/10238271/

Viele Grüße

Bettina

Birka 30.03.2018 00:59

@Bettina, hallo :)

ich hab mir deinen Thread eben durchgelesen, und sag mal ehrlich meine Meinung.
In das Becken 40 x 25 x25 würde ich persönlich noch nichtmal ein Paar Makropoden einsetzen - für einen ganzen Monat . :eek:

Zwar wäre die Situation mit Basteleien wie Sichtschutz u.Ä. etwas verbessert, aber dadurch ändern sich ja die Platzverhältnisse nicht.

Ich hätte äußerste Bedenken, Fische dieser Größe in so ein Pfützenbecken zu "stopfen " ( pardon)
Wenn sie das überleben, könnten sie anschließend nachhaltige Schäden davontragen - dann hat die Quarantäne krank gemacht - das muß garnicht unbedingt nur physisch sein.

Noch schlimmer erscheint mir diese Klämtare von Ikea - eine Plastikbox, neu - wer weiß schon, was da an Weichmachern und Giften drin ist ( mit stapelbaren Kunststoffbecken waren vermutlich zwei und Durchsichtige gemeint - was ich aber auch ablehnen würde) - undurchsichtig, ohne Licht , mit vermutlich dicht schließendem Deckel, ohne Ausweichmöglichkeit für die Tiere - das dürfte nach meiner Einschätzung den sicheren Tod für die Makropoden bedeuten - qualvollen Tod.

Wohlgemerkt, ich rede jetzt noch nichtmal von Revierverhalten.

Du hast schon Besatz im Becken, und Vorsicht und gute Planung ist alldieweil besser als kopfloses Überstürzen - aber in deinem Fall erscheint mir das Einsetzen der Tiere ins Zielbecken nach dem Kauf das wesentlich geringere Risiko zu sein.
Klar, es könnte was passieren - aber dein Becken ist eingefahren, wenn alle Tiere gesund sind, geht es in der Regel gut.

Vorher nochmal einen ordentlichen WW, zur Sicherheit ein paar Seemandelbaumblätter und Erlenzapfen rein ( haben antibiotische, desinfizierende, keimtötende Wirkung), auch im großen Becken eine gute Struktur von Pflanzen und Wurzeln als Sichtschutz und Versteckmöglichkeit, so würde ich das - nach rund 20 Jahren Aquaristikpraxis - machen.
Ein Restrisiko bleibt immer - aber ist ja nicht nur in der Aquaristik so .;)

Verena 30.03.2018 10:45

Hi,
ich nutze die Dirkboxen von Hornbach.
Sind auch Lebensmittelecht.
Da ich in solchen Behältern eh täglich 30% WW mache ( aufgrund nicht eingelaufener Filter) sehe ich auch eine neue Box nicht als Problem an.

Viel Pflanzen reinstopfen, eventuell 2 Boxen aufstellen.
Ich habe sie immer in der Küche dicht an der Spüle zu stehen, so ist ein WW super schnell gemacht.


In ein 40er Becken würde ich die auch nicht setzen.

Aber diese sollte reichen.
https://www.hornbach.de/shop/Kunstst...1/artikel.html

Deckel gibt es auch dazu, denn Makropoden springen nicht selten.
Dunkles Tuch/Karton einmal aussen rum, fertig.


Diese Teile haben mir seit Jahren sehr gute Dienste erwiesen.
Ob beim Aquarienumbau, oder weil ich Nottiere aufnahm und unterbringen musste.

Ich habe sie in Zig Größen da, kann man ineinanderstapeln und wegstellen.

http://online.verenas-aquaristik.de/...G?i=2027331204

DEUMB 30.03.2018 13:36

Aha, Verena hält also Katzenhaie :D

Für Quarantänezwecke ist so eine Größe ausreichend. Allerdings würde ich die Makropoden einzeln pro Box einquartieren. Es soll ja nicht für eine Dauerhaltung sein. Mein überlebender Bolivianer hat seine dreiwöchige (Nematol)Behandlung auch in einem 20 Literbecken verbracht, ohne dadurch Schaden zu nehmen. Schließlich haben ich und auch viele Andere hier im Forum bei Notwendigkeit Fische auch zeitweilig in Eimern gehalten, wenn es nicht anders ging, ohne das diese Schaden nahmen. Natürlich wäre schon gut wenn es Behälter sind, die keine Schadstoffe absondern, aber da kann ich die IKEA-Boxen nicht einschätzen.

carpenoctemtom 30.03.2018 14:53

Aaaalso,

dass ist definitiv zu klein für den Katzenhai, der quillt ja schon aus dem Becken, DAS sollte Nicht passieren... ;)

Ich persönlich würde wie Birka, die Makropoden direkt ins Hauptbecken tun. Aus den gleichen Gründen...

Tom

Birka 30.03.2018 15:28

@ all hallo :)

das war mir natürlich klar, dass zu diesem "hochbrisanten" Thema kontrovers disskutiert wird ;)

Ist halt was, wo wohl unmöglich alle einer Meinung sein können.
Sogar Katzenhaie sind ins Spiel gekommen - wow :D

Jedenfalls ist es ein lebendiger Thread, begrüße ich durchaus - bisher bekennen sich Volker und Tom zu meiner "Radikalmethode " ;) - die Anderen würden Plastikboxen nehmen.
Wobei Verena da den interessanten Aspekt reingebracht hat, dass man bei der Fischhaltung in so einer "Tupperdose " dann täglich 30 l Wasser wechseln sollte - abgesehen von ordentlich Pflanzen reingestopft.

Nun, da muß sich jetzt die Threadstellerin raussuchen, welche Methode ihr mehr zusagt - ich bleibe ohne Abstrich bei meiner Ansicht - und das durchaus nicht nur, weil mir allein schon 2 Fälle bekannt sind, wo die Fische nach sorgfältiger Quarantäne und Anpassung - wohlgemerkt in wesentlich größeren Glasbecken , als hier hinterfragt wurden - im Zielbecken verstorben sind.

Für mich persönlich gehört mehrwöchige strikte Quarantänehaltung - man sollte ja auch nicht aus den Augen verlieren, dass die Tiere in der Regel aus Zwischenhändlerbecken kommen, in denen sie alles andere als ideale Bedingungen zu ertragen hatten - zu den Teilen der Aquaristik, die heutzutage einfach zu hochgeputscht und übertrieben werden.

Gesunde Fische in moderater Menge in ein gesundes und angemessenes Becken eingesetzt - das hat mindestens millionenmal , bestimmt noch viel öfter gut geklappt.

Wie ich bereits im ersten Post schrieb - eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht - wer das glaubt oder behauptet macht sich und Anderen was vor .

Und nun wünsche ich allen weiterhin schöne Osterfeiertage :)

dumdi65 30.03.2018 15:44

Hallo.

Quarantänebecken?

Ich Persönlich würde das auf jeden Fall dann machen, wenn sich die Wasserwerte vom Händler zum Zielbecken sehr unterscheiden. Dient dann ja auch der Anpassung der Fische an das Wasser.

Ansonsten ziehe ich die Methode von Birka vor. Gerade wenn man genug Laub und Erlenzapfen im Wasser hat minimiert sich das Risiko extrem. Und wenn man dau noch bedenkt wie viele Anfänger ihre Fische ohne eine Temperaturanpassung einfach so ins Becken lassen und nichts passiert, könnte man sogar der Meinung sein wir übertreiben es masslos, was natürlich nicht so ist.

Gruß Balu

Ubiview 30.03.2018 17:26

Hallo,

ich danke euch alle für eure Meinungen. Für das kleine Becken ist auf alle Fälle schon der Rücksendeantrag gestellt.

Die dunkle Box habe ich u.a. wegen der Farbe ausgeguckt (Stressminderung) und wenn ich mich für diese Lösung entscheiden sollte wird der Deckel natürlich nicht so aufgelegt, dass das Becken luftdicht verschlossen ist. Angemacht war eh, dass er tagsüber nur auf vielleicht der Hälfte liegt, damit Licht reinkommt.

Aber ich lasse mir das alles nochmal gründlich durch den Kopf gehen.

Viele Grüße

Bettina


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