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Alt 28.12.2015, 22:35   #1
Tümpelhofrat
 
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Standard Mein guter Vorsatz für 2016: Nette kleine Krebse aus Nordamerika-aber welche?


Grüß Gott!
Im Neuen Jahr 2016 würde ich gerne einigen kleinen Krebsen aus dem Norden Amerikas („Zwerg“ klingt unverdient herablassend) Kost und Quartier bieten. An Behausungen gibt es eine breite Auswahl! Ein Aquarium mit 54 Liter in der Küche, ein anderes mit 30 Litern im Wohnzimmer. Beide bereits von Garnelen und Schnecken bevölkert!
Dann hätte ich noch ein 20-Liter Nanoaquarium am Balkon anzubieten, welches in einer geschützten ecke nicht durchfriert. Bewohnt derzeit von faulen heimischen Sumpfdeckelschnecken und ein paar Bachfloh-krebsen. Und dann gibt es noch meinen Heimgarten, weit entfernt von jeglichem Freilandgewässer. Dort befindet sich ein künstlich angelegter Tümpel mit einem Volumen von ungefähr 2.300 Liter. Weiters auch auf einem Baumstumpf montiert ein mit Teichfolie ausgekleidetes ehemaliges Blumenkistel, welches ungefähr 60 Liter fassen dürfte. Der Tümpel friert höchstens an der Oberfläche ein paar Zentimeter zu, das Blumenkistel allerdings zu mindestens zwei Drittel!
Jetzt gibt es einen Haufen Arten, deren Beschreibungen im Internet und in Büchern recht ähnlich klingen: kleinbleibend, anspruchslos, vermehrungsfreudig, halbwegs nett zu anderen Aquarien-Mitbewohnern….Irgendwelche Unterschiede im Verhalten sind mir in diesen zahllosen Beschreibungen aber leider bisher nicht aufgefallen!
Dabei würde gerade das mich interessieren! Wer kann und möchte mir über seine Erfahrungen mit diversen Kleinkrebsen erzählen und mir so einen Fingerzeug für die Entscheidung geben? Ein hübsches Äußeres ist natürlich nicht unwichtig, aber weniger maßgeblich als ein interessantes Verhalten. Der Krebs aus dem Patzcuaro-See in Mexiko ist mir vorläufig zu orange, das kann doch genetisch nicht gesund sein!
Wissen möchte ich noch, ob auch die kleinen Nordamerikaner Überträger der Krebspest sind, ob man dies im Aquarium erkennen kann, und wie generell die Tendenz zur Flucht aus dem angestammten Feuchtbiotop ist, ich lasse Zwecks Luftaustausch bisher gerne für einige Stunden tagsüber oder nachts die Becken abgedeckt.
Wieder einmal mit Dank im Vorhinein, verbunden mit dem allseitigen Wunsch für einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 2016!
Glück auf! Masel tov! ERWIN aus GRAZ-Andritz!
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Alt 29.12.2015, 07:31   #2
Sonnentänzerin
 
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Hallo Erwin

Ja, leider alle Krebs aus Amerika, auch die Kleinsten sind Überträger der Krebspest. Du siehst davon gar nichts! Sie selber haben eine Art Resistenz, bringen aber allen anderen den sicheren 100%igen Tod

Bitte bedenken, auch Cambarellus-Arten sind Zwerg-FLUSS-Krebse.
Eine Haltung in einem filterlosen Becken wäre für sie lebensfeindlich.
Vor allem, wenn es sich dabei um Kleingefäße bis 60l Wasser handelt.

Vorsicht bei Glasaquarien auf Terasse oder Balkon.
Sie können sich innerhalb weniger Stunden EXTREM aufheizen im Sommer.
Nichts für sauerstoffhungrige Krebse, vor allem nicht ohne Belüftung.

Im Freien in einem Teich sieht es dagegen anders aus.
Allerdings wird Krebspest nicht nur durch flüchtende Tiere übertragen, auch Vögel und co können es in andere Gewäser in der Nähe weiterschleppen.

Vielleicht findest Du auch bei den europäischen Krebsen ein schönes Tier.
Bei Deinem Teich musst Du vorher Temperatur und Sauerstoffgehalt messen. Sie mögen es nicht zu kalt, deshalb ist es möglich, dass man bei einem sonnigeren Teich ohne Beschattung, der die Kriterien der Mindesttemperatur erfüllt, im Punkt Sauerstoff künstlich nachhelen muss.

(Bachlauf, künstliche Belüftung)

Gruß Sonne
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Alt 30.12.2015, 01:10   #3
Schneckinger
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Hi Erwin,

1.
Leider hat Sonne recht:
ALLE nordamerikanischen Flußkrebse sind potentielle Überträger der Krebspest und haben damit im Freiland oder auch auf Balkon und Terrasse nichts zu suchen.

2.
Grundsätzlich solltest Du alle Krebsbecken rund um die Uhr absolut ausbruchsicher abdecken. Alle Flußkrebse sind wahre Ausbruchskünstler, die durch die kleinste Lücke flüchten. Selbst die Kabeldurchlässe an Abdeckleuchten oder Scheiben unbedingt sichern. Ich nutze dazu immer Filterschwammstücke.

3.
Das 54er wäre gut für die meisten Cambarellus-Arten geeignet. Das 30er noch so gerade für die friedlicheren Arten dieser Familie. Das 20er wäre mir auch für Zwergflusskrebse definitiv zu klein.

Tschüß,
Schneckinger
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Alt 30.12.2015, 17:06   #4
Tümpelhofrat
 
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Standard Unwillkommene Wahrheiten


Sonne und Schneckinger, ihr bestätigt meine Vermutungen,
als daß leider auch alle Zwergerln aus N-Amerika Überträger der Krebspest sein können, und ganz bestimmt nicht freigesetzt werden dürfen!

Und daß ein Becken auch für Zwutschkerln zumindest 54 Liter fassen soll, leuchtet mir ein, auch wenn es Reinhard Pekny und Chris Lukhaup in ihrem Buch "Wirbellose-Garnelen, Krebse Krabben & Schnecken im Süßwasseraquarium" billiger geben.

Alle 9 vorgestellten Arten der Gattung Cambarellus sind demnach mit 30 cm Kantenlänge zufrieden, der Kleinste Zwergkrebs sogar mit nur 20cm!

Kennt Ihr eine luftdurchlässige UND ausbruchssichere Abdeckung?

Die unterschiedlichen Temperaturen auf meinem sich über 3 Zimmer erstreckenden Balkon und die extremen Temperaturschwankungen sind mir schon aufgefallen.

Dennoch ist gerade dort die Infrastruktur so super, daß ich sie für irgendeinen aquaristischen oder terraristischen Zweck ( Tausendfüßler, Asseln, keine Lurche und keine Kriechtiere!) nutzen möchte.

Heimische Krebse im Tümpelgarten würden mir alles andere auffressen, zudem scheint mir auch mit über 2.000 Litern das Wasservolumen-was ja gut klingt- für den Europäischen Flußkrebs und den Galizischen Sumpfkrebs am untersten Limit!

Also nun einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 2016!
Erwin
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Alt 31.12.2015, 09:55   #5
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Hi,

mein Mann hat mir diese Abdeckung aus recht dickem Plexiglas (Baumarkt)
gebaut. Anheben unmöglich, und sie biegt sich nicht durch.
In der Mitte möglichst viele auch größere Löcher, damit es nicht so beschlägt, und man mit den Fingern hineingreifen kann.

Unter dem Becken arbeitet ein extrem überdimensionierter Außenfilter, gedrosselt. Falls Du so einen auch noch übrig hättest, er hält das Wasser sehr stabil.
Da Krebse ja gern Kiesschichten umlagern, Blätter in den Bodengrund einarbeiten, überhaupt den Bodengrund ständig stören

Gruß Sonne
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Alt 25.01.2016, 21:31   #6
Tümpelhofrat
 
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Standard Präzise: 10 kleine Krebselein!


Guten Abend!
In dem wunderschönen und informativen Buch von Reinhard Pekny und Chris Lukhaup mit dem Titel „Wirbellose-Garnelen, Krebse, Krabben und Schnecken im Süßwasseraquarium“sind folgende 7 kleinen Nord-und Mittelamerikaner angeführt: Quasi die „Sieben Zwerge ohne Schneewittchen!“
Der AllerallerkleinsteKrebs heißt auch so, die Cambarelli aus Texas,-gleich zwei, einer heißt nach dem Staat, ein anderer ehrt eine Frau Nina-, folgen nach, aus Lousiana kommt einer, und aus dem Patzcuaro-See in Mexico auch einer, diesmal in orange. Weiters kommen im Buch noch ein Bübischer Zwergkrebs vor, und außerdem der „Schmittchen Schleicher“unter den Scherenträgern .
Weiters habe ich gelesen von einem kleinen Zehnfüßler aus Alabama, einem anderen aus dem Lago Magdalena in Mexiko, und einem armen Krebs aus dem Lande der Azteken, welcher nach einem arroganten, aber glücklosen Indianer-Häuptling benannt ist, ohne sich dafür rächen zu können.
Also sind es 10 kleine Krebselein, aus denen ich wählen könnte!
Guter Rat ist da vielleicht nicht teuer, aber selten!


Glück auf! aus Graz-Andritz
Erwin
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Alt 25.01.2016, 21:55   #7
Schneewitchen
 
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Hallo Erwin!

Hier spricht ein CPO Fan, wobei ich neben den orangefarbenen Minis auch ein schokobraunes Weibchen hatte.
Lebten in meinem ehemaligen Gesellschaftsaquarium. Von der Aggressivität gegenüber Fischen, vor der oft gewarnt wird, konnte ich nichts merken. Obwohl einiges an Bodenbewohnern mit dabei war.

Besonders interessant an den Zwergen war, das sie abends zur Fütterungszeit an der Frontscheibe standen - was es mir auch sehr einfach gemacht hat, da ich sie so gezielter füttern konnte. Gefressen haben sie so ziemlich alles, wobei Frostfutter schon hoch im Kurs stand bei Ihnen (derzeit gab es noch kein LeFu bei mir).

Eher negativ ist die geringe Lebenserwartung von 18 Monaten... Trotz das ich öfters die Entwicklung von Ei zum kleinen Minikrebs beobachten konnte - ein absolutes Highlight für mich gewesen - hat nie ein Krebslein überlebt nachdem es von der Mutter entlassen wurde. So starben sie dann aus in meinem Gesellschaftsaquarium

Aber absolut klasse Zeitgenossen und interessant zu beobachten

Danke: (1)
Schneewitchen ist offline   Mit Zitat antworten
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