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Alt 14.02.2016, 22:57   #1
Ruthchen
 
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Trauriges Hallo

Habe heute WW im Garnelenbecken gemacht, alles wie immer gemacht.
Eimer mit Wasser über Dusche gefüllt, temperatur wie immer gemacht.
Ich habe nichts im Becken verändert und alles lief wie immer.
Waser aus dem Becken geholt und die abgestandenen Eimer vorsichtig ins Becken geschüttet.
Nach einigen Minuten zuckten die Garnelen rum, einige langen ab Boden auf der Seite und versuchten sich auf zu richten. Schock und Panik machte sich in mir breit. Ich sah zu wie sich die Garnelen zu tode zuckten und sich krümmten.
Stadtwerke im Internet angeschaut ob sie was verändert haben und auch angerufen. Angeblich ist das Wasser sauber.
Vor einem Jahr hat die Stadt angefangen unser Wasser weicher zu machen.

Ich habe vor dem Becken gesessen und hilflos zugeschaut wie meine über 500 Garnelen zuckten und elendig starben.

Dann bin ich in den Garten gerant und habe den ca. 3-4 cm durchmesser schlauch geholt und habe gesaugt was ich saugen konnte. So viele Garnelen wie möglich abgesaugt und ins große Aquarium getan. Ich wusste nicht mehr was ich machen sollte.

Ich habe so wunderschöne mischlinge gehabt, braun getiegert, schwarz getiegert, rote, grünliche und jede menge andere Farben.

Ich könnte so heulen, war so stolz dass sie sich so toll vermehrt haben und diese traumfarben.

Meine Frage an euch......
Kupfer ist es nicht gewesen und clor kann ich nur über stäbchen testen.
Kann es sein dass die stadt etwas in wasser macht was sie einem nicht sagen?
Rohre spühlen mit chemie oder was weiss ich?

Ich leide so sehr und habe jetzt angst im großen becken das wasser zu wechseln.

Bitte helft mir

Lg
ruth
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Alt 14.02.2016, 23:19   #2
Algerich
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Hallo Ruthchen,

das ist eine von den Geschichten, die einem an der Aquaristik verzweifeln lasen können.

Vorab: über welche Garnelen reden wir hier?

ABer gleichgültig, welche Art es ist: Bei einer erfahrenen Aquarianerin wie Dir setze ich voraus, dass Rükstände/Chemie in den Eimern nicht der Grund sein können ,weil Du natürlich Objekte, die für die Aquaristik bestimmt sind, nicht auch für die Küche, die Wäsche oder sonst etwas verwendest.

Verschneidest Du das Garnelenwasser? Kann hierbei ein Fehler aufgetreten sein?

Wenn nicht, gibt es eigentlich keine andere Erklärung als dass das Wechselwasser selbst problematisch war. Da Du Kupfer als Problem ausschließt, ist Chlor natürlich der erste Verdächtige, aber zur Beweissicherung kann heute auch kaum etwas unternommen werden.

Du hast das Wichtige bereits getan und die überlebenden Garnelen separiert. Hoffentlch überstehen sie den Wechsel, aber was sosnt hättest Du machen können?

Ich selbst würde jetzt wie folgt vorgehen:

Morgen würde ich eine aktuelle Probe des Leitungswassers und eine Probe aus dem Todesbecken zu meinem Zoohändler tragen und dort auf alle relevanten Werte prüfenv lassen.
Ebenfalls morgen würde ich eine dezidierte Stellungnahme meines Wasseranbieters zur Chlorierung meines Leitungswassers anfordern.

Schließlich würde ich morgen mit der Einfahrung eines neuen Beckens beginnen, das die überlebenden Garnelen aufnehmen soll und das Beste hoffen.

Heute würde ich mir einen großen Cognac genehmigen, um nach der Tragödie zu dem notwendigen Nachtschlag zu finden.

Es tut mir wirklich leid, keine besseren Empfehlungen geben zu können.

Teilnehmende Grüße!

Algerich
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Alt 14.02.2016, 23:36   #3
Dumdidum
 
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Zitat:
Zitat von Algerich Beitrag anzeigen
Morgen würde ich eine aktuelle Probe des Leitungswassers und eine Probe aus dem Todesbecken zu meinem Zoohändler tragen und dort auf alle relevanten Werte prüfenv lassen.
Ebenfalls morgen würde ich eine dezidierte Stellungnahme meines Wasseranbieters zur Chlorierung meines Leitungswassers anfordern.
Was soll das bringen?
In der Trinkwasserverordnung steht, daß die Stadtwerke für UNS trinkbares Wasser liefern müssen, dabei dürfen sie mit allem an bestimmte Grenzwerte herangehen.
Nirgends steht, daß Garnelentaugliches Wasser aus dem Hahn kommen muss.

Und wenn man schon eine Wasseranalyse haben will, sollte man sich an Gilbers
http://www.reefanalytics.com/Laborun...hung:::69.html
wenden oder an
Triton
http://www.triton-lab.de/triton-labor/icp-oes/

Was nutzt der Wassertest im Zoogeschäft? Die benutzen auch nur die Ratetropfen von Sera, JBL oder sonstwem, das kann man auch selber machen...
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Alt 14.02.2016, 23:42   #4
Algerich
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Hallo Björn,

mit Nichten habe ich ein rechtsförmliches Vorgehen gegen den Wasseranbeter angeraten, sondern schnelle - was ein externes Labor kaum bieten wird - Lösungen zur Sachverhaltsaufklärung.

Auch Chlor kann man garnelenverträglich binden. Aber was hilft das, solange nicht bekannt ist, ob das wirklich die Ursache der Probleme ist?

Bei 500 toten Garnelen muss ein Sofortprogramm erstellt werden, damt der Halter weiß, wie er in Zukunft vorgehen soll, zumal, wenn Ruthchen schreibt, dass sie aktuell grundsätzlich verunsichert ist, wie sie Wasserwechsel durchführen soll.

Gruß!

Algerich
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Alt 14.02.2016, 23:50   #5
Dumdidum
 
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Wasserwechsel sein lassen, nur Verdunstung nachfüllen, Filterung mit Aktivkohle oder gffs sogar Zeolith, bis man weiß was los ist.

Was anderes bleibt einem eh nicht übrig, solange man dem Wasser nicht traut. Reines destilliertes aus dem Baumarkt kaufen ist auch nicht grad die beste Idee, Gallonenweise Volvic wird teuer...
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Alt 15.02.2016, 00:37   #6
jope06
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Hallo,

Zitat:
In der Trinkwasserverordnung steht, daß die Stadtwerke für UNS trinkbares Wasser liefern müssen, dabei dürfen sie mit allem an bestimmte Grenzwerte herangehen.
Nirgends steht, daß Garnelentaugliches Wasser aus dem Hahn kommen muss.
So ist es.
Einfaches Fallbeispiel
Vorher wurde das Wasser mit pH 7,5 angeliefert. Dann schraubt der Wasserversorger etwas am Wasser mit Polyphosphaten und liefert ein Wsser mit pH 9.
Dann ein schöner so gern propagierter Wasserwechsel zu 80%.
Und dann frei nach Schramm: Rumpeldipumpel weg ist der Kumpel

gruß jo
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Alt 15.02.2016, 01:08   #7
Dennis Furmanek
 
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Hallo,

wobei in Anbetracht der Datenlage die behauptete Ursächlichkeit von Polyphosphaten (welche überhaupt genau?) im Trinkwasser für diverseste Probleme im Aquarium als nicht stichhaltig belegt angesehen werden muss.
Dennis Furmanek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2016, 08:36   #8
Ruthchen
 
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Hallo ihr lieben
Hallo Algerich

Ich habe natürlich eimer und material für meine Becken, die werden auch nicht anders genutzt.
Bei meinen Gernelen handelt es sich um kreuzungen aus normale zwerggarnelen, aus rot, grun, gelb und blau. Dieser stamm ist schon über 2 Jahre alt und hat sich prächtig enrwickelt zu wunderschönen Garnelen.
Ich war so stolz auf meine getigerten in braun-schwarz und schwarz-weiss.
Der Blick heute morgen lies mich heulen. Wo sonst ein friedliches getummel war, dort ist heute das große gruseln.

Ich habe gestern noch 80% wasser rausgeholt und mit dem Wasser vom großen becken aufgefüllt. Mein wasser ist normales wasser aus der leitung, nur 30 minuten abgestanden und mit brausekopf befüllt.

Meine seltenen schnecken semisulcolpira gottschei sind auch in diesem becken.

Ich benutze filtermedium von easy life, kann das zu viel gewesen sein wenn da mal mehr reingekommen ist?

Für mich war es schrecklich das zu sehen wie alle meine Geliebten Garnelen sich krümmten und quälten.

Wenn die stadtwerke was ins wasser machen um die rohre zu spühlen, bekommen wir das nicht mit.

Ich habe zwei ganz kleine Garnelen gesichtet, die am boden rumgrabbeln als wäre nichts gewesen.

Werde gleich mal eine große Garnele aus dem großen becken nehmen und ins kleine packen, mal schauen was passiert.

Wenn alles ok ist kann ich wieder die einige Garnelen aus dem 300er nehmen und ins kleine becken setzen? ?????????????

Lg
ruth
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Alt 15.02.2016, 09:11   #9
Sonnentänzerin
 
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Hallo Ruth

Sch...e!!! Es tut mir so wahnsinnig leid für Dich!!

Als unsere Hausenthärtungsanlage mehrere Defekte hintereinander hatte, kam es bei mir zu Leitfähigkeitswert-Unterschiede zwischen 900 und 300 innerhalb sehr kurzer Zeit.
Einmal kam saurer pH aus der Leitung, danach alkalisch, und auch eigenes im Gerät produziertes Chlor mehrfach hintereinander-
Ansonsten immer Polyphosphate.
Die Wasserwerke schon speisen einmal gH 18, dann wieder Mischwasser mit gH 13° ein... die Hausanlage müsste jedes Mal umprogrammiert werden

Es hat mich eher schleichend einige Fische gekostet.
Aber keine Garnele.
Ich halte Red Fire, Amano, Molukken- und GabunFächergarnelen.

Wasserwerke leiten nichts Chemisches zur Rohrfreiputzung in die Rohre ein.
Je nach Restaurierungsarbeiten speisen sie vermehrt schützende Polyphosphate ein, die manchmal wohl ärgerlich sein können, aber wohl mehr beim Thema Veränderungen, die sich z.B günstig für die Entwicklung von Blauaugen zeigen. Auch das nur, wenn es diesen Bakterien auch sonst gut passt. Ich habe nämlich keine.

Sie sorgen für leicht alkalische Werte als Korrosionsschutz, und eben damit sich nichts aus dem Rohrsystem herauslöst.
Das klingt zwar teilweise beängstigend, es ist aber eben lebensmitteltauglich, und in diesem Punkt auch garnelentauglich.

Bei Bedarf wird Chlor oder Chlordioxid zugeführt, was aber sehr selten vorkommt. Und auch selten so hoch sein dürfte, dass es bei einmaliger Verwendung alle Garnelen tötet.

Easylife:
Habe ich tagelang Erfahrungen gelesen, da ich es nach diesem Ereignis jetzt auch zuhause habe.

Ich habe EINEN Bericht gelesen, dass am nächsten Morgen ALLE Malawi-oder Tanganjika Barsche tot waren, aber:
Er hatte mehr Easylife verwendet als angegeben, wohl viel mehr.
Und er hat es deshalb verwendet, weil er eine ich glaube Weißtrübung im Becken hatte.
Möglich also, dass Easylife das nicht alles gebunden bekam, die Fische also an den Bakterien starben.
Passt auch eher, als Tod durch Gesteinsmehle.

Kennst Du meinen Wasserfilter schon?
Der hat mir so einiges dazwischen abgepuffert!!!
Jetzt verwende ich sogar ZWEI Kohlepatronen hintereinander.
Den weißen Feinfilter im angehängten Bild habe ich lieber durch schwarz ersetzt.

Du brauchst niemanden zur Installation. Gardenaanschluss nach Entfernen des Perlators am Wasserhahn.
Schlauch zum Carbonfilter, Schlauch nach dem Carbonfilter.
An diesen Wasserwechselschlauch.
Dann spart man sich auch die Brause, das Abstehen lassen, Kohle hält sehr viel zurück.
Durch mein Gerät darf auch lauwarmes Wasser.

Der Filter war nach Bestellung innerhalb 2 Tagen da.
Es gibt auch sehr viel günstigere Modelle an Carbonfiltern,
ich hatte nur keine Lust mehr auf Experimente mit Materialien bei Anschlüssen u co.

Gruß Sonne
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Wasserfilter gegen Kupfer.jpg (69,7 KB, 26x aufgerufen)
Sonnentänzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2016, 11:16   #10
Öhrchen
 
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Hallo Ruth,

das tut mir auch echt leid. Da tut man was, was man x-mal schon so gemacht hat, und auf einmal geht es furchtbar schief, und man hat keine Ahnung, warum
Meine erste Vermutung war Chlor, aber wenn die Wasserwerke sagen, se wurde keins eingesetzt? Außerdem riecht man das.
Dann eher in die Richtung, wie es bei Sonne passiert ist, Wasser verändert sich und irgendwas löst sich aus der Leitung.
Oder die Geschichte Ammonium zu Ammoniak, durch pH Wert Veränderungen - würde ich mir aber auch nicht so unmittelbar nach dem WW vorstellen.
Bevor du das Leitungswasser wieder zum Wechseln einsetzt, prüfe es, so böse es klingt, mit einer "Testgarnele". Wenn die sich normal verhält, kannst du das Wasser wohl verwenden, Und wenn sie Vergiftungsanzeichen zeigt, hast du gute Chancen, sie zu retten, wenn du sie rechtzeitig wieder rausholst. Aber dann erwischt es wenigstens nicht alle.
Easy Life ist auch in Überdosierung unbedenklich. Steht drauf, und ich kann mir auch nicht vorstellen, daß Tonerden/Zeolith so viel Schaden anrichten können. Ich würde es im Gegenteil weiter verwenden.
Öhrchen ist offline   Mit Zitat antworten
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