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Alt 14.06.2019, 15:20   #1
Skakkraks
 
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Hallo,

nehmen wir mal an, ein gut eingefahrener Topffilter läuft für ca. 24 nur an Frischwasser und wird dann wieder angeschlossen, der Sand und sämtliche Deko sind neu und ohne Bakterienkulturen, der Besatz wird wieder hinzugefügt.
Ist dann mit einem hohen Ammoniak- , bzw. Nitritanstieg innerhalb der nächsten Tage zu rechnen?
Gruß

Geändert von Skakkraks (14.06.2019 um 15:26 Uhr)
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Alt 14.06.2019, 16:09   #2
dumdi65
 
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Hallo.

Ich persönlich gehe davon aus das es einen Peak gibt, nur nicht so als wäre auch der Filter neu. Es ist ja so das auch im Bodengrund massenhaft Bakterien siedeln, diese müssen sich ja neu Bilden. Auch gehe ich davon aus das durch das Frischwasser nicht alle Bakterien im Filter überleben, sich aber auf der anderen Seite wieder gleich wieder neue Bilden.

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Alt 14.06.2019, 20:07   #3
Otocinclus2
 
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Zitat:
Zitat von Skakkraks Beitrag anzeigen
Ist dann mit einem hohen Ammoniak- , bzw. Nitritanstieg innerhalb der nächsten Tage zu rechnen?
Eher nicht.

Man sollte die (Über-)Lebensfähigkeiten von Bakterien nicht unterschätzen, auch wenn es unter denen relativ empfindliche und unempfindliche gibt.

Bakterien können viele widrige Umstände weitaus besser überleben, als komplexere Organismen. Selbst ganz heftig ungünstige Bedingungen wie z.B. Sauerstoffmangel (bei aeroben Bakterien wie Nitrobacter und Nitrosomonas) oder extreme Temperaturen (im Plus- oder Minusbereich) quittieren Bakterien nicht gleich mit dem Exitus. Sie bilden dann Dauerformen wie Sporen und Cysten, die bei besseren Bedingungen schnell wieder aufleben.

Nährtoffmangel ist für Bakterien da noch die leichteste Übung.
Nährstofflimitierung kommt in der Natur immer wieder vor - dauerhaft ideale Bedingungen sind da eher die Ausnahme. Das können sie auch ohne Bildung von Sporen und Cysten locker überstehen. Bakterien schalten dann vom Wachstums-/Vermehrungsstoffwechsel einfach in den Erhaltungsstoffwechsel oder bilden Ruhestadien ("schlafende Zellen") mit noch weiter reduziertem Stoffwechsel.

https://depositonce.tu-berlin.de/bit...okument_37.pdf

Zitat:


"Nicht-sporenbildende Bakterien können in der Umwelt und im Labor mit drei verschiede-nen Wachstumssituationen konfrontiert werden: das „normale“, schnelle Wachstum unter nährstoffgesättigten Bedingungen (wie sie meist oder ausschließlich im Labor vorkom-men), das langsame Wachstum unter nährstofflimitierenden Bedingungen sowie das Nicht-Wachstum unter Bedingungen, die ein weiteres Wachstum nicht erlauben (Wick et al. 2001). Zu letzterem zählen zum einen Bakterien, die unter nährstofflimitierenden Be-dingungen Hungerstadien ausbilden, welche aber noch einen aktiven Erhaltungsstoff-wechsel betreiben sowie zum anderen Ruhestadien oder schlafende Zellen, die einen reduzierten Stoffwechsel aufweisen (Dormanz)."


Mit einer 24-Stunden-Diät wird man wohl kaum eine Bakterie beeindrucken können!


Gruß
Otocinclus2

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Alt 14.06.2019, 20:16   #4
carpenoctemtom
 
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Moin, ich denke, dass kann man generell nicht voraussagen. Es kann gut gehn und es kann schief gehn. Ich hatte schon beides, ohne sagen zu können, was den Peak verursachte, bzw. warum es keinen gab. Allerdings gab es bei mir keinen Mega-Peak und die Fische waren zum eingreifen ein gutes Barometer. Nur einmal hat mich ein Peak meine Neolamprolongus brichardi dafodil Familie gekostet. Ich weis bis heute nicht, woran es wirklich lag...
Tom

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Alt 14.06.2019, 20:43   #5
dumdi65
 
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Ich denke auch das es besser ist auf zumindest einen kleinen Peak vorbereitet zu sein, als Grundsätzlich davon auszugehen das nichts passiert. Wie heißt es so schön: vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste.
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Alt 15.06.2019, 09:34   #6
David Teichfloh
 
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Hi,

der entscheidenten Punkt ist nicht der Filter, sondern die Menge an Bakterien. Der Filter und die in ihm vorhandenen Bakterien halten wirklich einiges es. Solange genug Durchfluß und damit Sauerstoff vorhanden ist, geht es den Bakterien gut.

Entscheident ist das "neue" Aqua. Es ist leer, frei von Bakterien.
Wenn du jetzt Fische einsetzt, bekommen die Bakterien im Filter wieder zu fressen. Aber es können zuwenige sein - je nach dem, wieviele Tiere du einsetzt. Dann kannst du durchaus einen Nitrit-Peak bekommen.
Also schön langsam besetzten....

Danke: (2)
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Alt 16.06.2019, 21:35   #7
Otocinclus2
 
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Zitat:
Zitat von David Teichfloh Beitrag anzeigen
der entscheidenten Punkt ist nicht der Filter, sondern die Menge an Bakterien.
Da kommt es auf zwei Dinge an:
Zum einen auf das Volumen des Filters, zum anderen auf die Filtermedien und hier speziell, wieviel Siedlungsfläche den Bakterien geboten wird.

1 Liter Siporax hat z.B. eine Besiedelungsfläche für Bakterien von 270m².

In einem gut eingelaufenen Filter können also durchaus mehr als ausreichend aktive Bakterien leben, um auch in einem ansonsten ganz neu aufgesetzten Becken einen Nitritpeak zu verhindern.

Und falls man Zweifel hat:
Auch mit einem Oxydator lässt sich ein Nitritpeak vermeiden, weil der in der Lage ist, Nitrit auch ohne Bakterien zu Nitrat zu oxydieren.


Gruß
Otocinclus2

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