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Alt 06.05.2022, 11:29   #1
radlhans
 
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Standard Generelle Planungsaspekte bei größeren Becken

Hallo,

irgendwann soll ja mal ein größeres Becken bei mir stehen.
Geplant ist eine Größenordnung von 450 ltr.
Und wenn man jetzt schon mal plant, geht’s dann später, wenn der Startschuss gegeben wird, schneller.

Dabei bin ich gerade bei folgenden Aspekten am Überlegen und würde dazu gerne eure Einschätzung dazu hören.

Je größer, desto teurer. Auch der Besatz (Skalare wären dann bei mir gesetzt). Umso ärgerlicher wäre es dann, wenn mal die Technik ausfällt. Also ist Redundanz angesagt! Egal, ob z.B. beide Heizer im Betrieb sind oder nur einer und der andere liegt einsatzbereit parat.

Und genau darum geht’s mir nun: bleiben wir zunächst beim Heizer: lieber 1 Heizstab in Betrieb (z.B. 300 W) oder 2 Stk (z.B. je 150 W) gleichzeitig am Laufen?

Dieselbe Frage für Filter (ich würde bei mir Außenfilter einsetzen): Lieber einen Filter in Betrieb, ausgelegt auf die gesamte Beckengröße?
Oder 2 Filter gleichzeitig in Betrieb, jeweils etwas kleiner ausgelegt?

Der Aspekt des großen Beckens käme bei beiden Punkten (Heizer und Pumpe) ja hinzu:
hätte ich z.B. einen Heizer und einen Filterauslauf ins Becken auf der linken Beckenseite und dasselbe nochmal auf der rechten Beckenseite, wäre doch die Durchströmung besser, oder?

Was meint ihr?

Grüße,
Gerd
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Alt 06.05.2022, 12:36   #2
Otocinclus2
 
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Standard

Hallo Gerd,

ein interssantes Thema.

Da planen wir doch alle gerne mit und geben munter deine Kohle aus!

Zitat:
Zitat von radlhans Beitrag anzeigen
Und genau darum geht’s mir nun: bleiben wir zunächst beim Heizer: lieber 1 Heizstab in Betrieb (z.B. 300 W) oder 2 Stk (z.B. je 150 W) gleichzeitig am Laufen?

Dieselbe Frage für Filter (ich würde bei mir Außenfilter einsetzen): Lieber einen Filter in Betrieb, ausgelegt auf die gesamte Beckengröße?
Oder 2 Filter gleichzeitig in Betrieb, jeweils etwas kleiner ausgelegt?
Redundanz ist immer sinnvoll, und sei es nur in der Form, dass Ersatz immer sofort zur Hand ist (z.B. auch an einem Wochenende).

Wenn man immer da ist und Ausfälle sofort bemerken kann, reicht das Vorhalten als Ersatz. Wenn aber die Redundanz auch mehr oder weniger lange Phasen der Abwesenheit (Urlaub!) absichern soll, dann ist der parallele Einsatz sinvoll.
Beim parallelen Betrieb würde ich, soweit möglich, die parallel betriebenen Geräte über getrennte Stromkreise absichern. Wenn mal eine Sicherung rausfliegt, liegt nicht gleich alles still, sondern das andere Gerät läuft weiter.

Filter und Heizer am besten so dimensionieren, dass auch der "Notbetrieb" in jedem Fall ausreichend ist.

Zitat:
Zitat von radlhans Beitrag anzeigen
Der Aspekt des großen Beckens käme bei beiden Punkten (Heizer und Pumpe) ja hinzu:
hätte ich z.B. einen Heizer und einen Filterauslauf ins Becken auf der linken Beckenseite und dasselbe nochmal auf der rechten Beckenseite, wäre doch die Durchströmung besser, oder?
Ja , die Durchströmung sollte besser sein, jedenfalls wenn man die Richtung der Ausläufe entsprechend positioniert.


Bin gespannt, wie's weitergeht!


Gruß
Otocinclus2
Otocinclus2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2022, 13:57   #3
dumdi65
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Hi Gerd.

Schön das du dir schon vorher Gedanken machst.

Wie würde ich es machen? Ich würde 2 gleich große Filter nehmen wo jeder einzelne das Becken zur Not alleine versorgen kann über einen Zeitraum von sagen wir mal 14 Tagen. Zusätzlich würde ich Durchlauferhitzer in jeden Filterkreislauf setzen, natürlich auch ausreichend groß. Weil ansonsten sich nur ein entsprechendes Filterbecken anbieten würde, natürlich mit Ersatzpumpe.
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Alt 06.05.2022, 15:57   #4
Atlantis
 
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Und meine Herangehensweise wäre tatsächlich von allem nur ein Gerät in Betrieb zu nehmen und wenn überhaupt, dann ein Gerät in Reserve liegen zu haben.

Geräte doppelt laufen lassen ist sicher auch möglich und schafft Ausfallsicherung in gewissen Grenzen, aber kann oder muss oder soll man sich gegen (fast) alles absichern? Mir ist schon klar, hatte man einen Schadensfall sagt man sich hätte ich mal...., dennoch wäre meine Vorgehensweise wie oben beschrieben. Das liegt vielleicht auch daran dass die meisten Aquarien bei mir tatsächlich sehr technikarm betrieben wurden und werden. Dass das nicht immer und überall funktioniert ist mir klar.

Bei sehr sensiblem und teurem Besatz wäre eine doppelte Geräteverwendung sicher sinnvoller als bei Normalbesatz. Soweit meine Meinung.
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Alt 07.05.2022, 09:36   #5
radlhans
 
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Moin und danke für eure Meinungen dazu soweit!


Es stimmt, Redundanz ist sinnvoll, sollte aber dennoch in einem vernünftigen Maß angewendet werden.
Im Meerwasserberiech beispielsweise geht es um ganz andere Werte. Da wäre es sicherlich angebracht, doppelte Technik laufen zu lassen bzw. Vorkehrungen zu treffen (ich denke da z.B. an eine Notstromversorgung etc.).


Aber hier bei uns im Süßwasserbereich und insbesondere bei meinem 450ltr-Wunsch-AQ muss man es ja nicht übertreiben. Längere Abwesenheiten wie z.B. Urlaub lasse ich bei meinen Überlegungen mal außen vor – das passiert nämlich nicht so häufig
Insofern bleibt bei meiner Gefahrenanalyse nur der Fall übrig, dass irgendwas von der Technik mal plötzlich versagt: das wäre Filter/Pumpe, Heizer und (weniger kritisch) die Beleuchtung!


Dauert es mal ein paar Tage, um eine neue Beleuchtung heranzuschaffen, ist es m.E. nicht so wild.



Heizer: im Sommer ist ein Ausfall weniger schlimm als im Winter.
Außerdem habe ich als mittlerweile langjähriger Aquarianer sowieso einige kleiner Heizer herumliegen, die erstmal als Notersatz herhalten können, bis ein neuer da ist. Also auch nicht so wild!



Bleibt noch der Filter bzw. die Pumpe. Im Falle eines Außenfilters (meine favorisierte Variante) ist beides ineinander vereint. Ein Ausfall dessen wäre schon schwerwiegender. Nun gut, man könnte sich übergangsweise behelfen, indem man nur eine Umwälzpumpe im Becken betreibt (die man auch sowieso herumliegen hat). Bakterien sind genügend im gesamten AQ auf Einrichtung, Kies etc. vorhanden; nur die mechanische Filterung würde wegfallen.
Aber trotzdem, hier wäre es m.M.n. sinnvoll, einen 2. Auenfilter dergleichen Art parat stehen zu haben. Gerade, wenn ein Defekt am Wochenende auftritt, wo man nicht mal so schnell in einen Laden kommt, der genau solchen einen Außenfilter auf Lager hat.


Bleiben noch meine Bedenken, dass ein Filterauslauf auf einer Seite des Beckens nicht für genügend Durchströmung über das gesamte, große Becken erzeugt.
Aber zum einen laufen ja viele Becken dieser Größenordnung so und zum anderen käme es ja dem Wunschbesatz mit Skalaren entgegen, die eh nicht so viel Strömung mögen.
Und außerdem könnte ich ja – falls es doch nicht so ganz reicht – noch eine kleine Strömungspumpe an anderer Stelle positionieren.

Zu den Varianten meines Wunschbeckens: da bin ich schon einiges gedanklich durchgegangen.



a)
die Variante mit externem Filterbecken hat für sich, dass mehr Wasser(menge) im Umlauf ist.
Da würde ich im Hauptbecken mittig hinten einen Ablaufschacht planen und den Zulauf aus dem Filterbecken einmal links und einmal rechts im Hauptbecken.
Nicht so anfreunden will ich mich allerdings mit der Zugänglichkeit des Filterbeckens unten im Schrank und der Dimensionierung des Filterbeckens und des Ablaufschachtes bzw. dessen Höhen, dass im Falle eines Technikausfalles oder einer Verstopfung trotzdem alles Wasser da bleib, wo es soll – nämlich in den beiden Becken!


b) mit HMF: vom HMF bin ich ehrlich gesagt wieder abgekommen. Den hatte ich jahrelang im 125er Becken. Aber seitdem dieses mit Außenfilter läuft, ist das Wasser glasklar. Auch die immer wieder kommenden Pinselalgen (mal mehr, mal weniger) setzten sich dann an die Matte, so dass diese dann irgendwann doch mal ausgetauscht werden musste.


c) somit bin ich auf die Variante mit Außenfilter gekommen.

Mal sehen, wann das alles mal realisiert werden wird. Nicht gleich morgen und hoffentlich nicht erst in ferner Zukunft, sondern in absehbarer Zeit mal!
Wie heißt es doch so schön: Vorfreude ist die schönste Freude 😊
Und wer mich kennt, weiß, dass ich, bevor ich was starte, vorher genauestens geplant und durchdacht habe.

In diesem Sinne!


Grüße,

Gerd

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Alt 12.05.2022, 00:40   #6
fernday
 
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Sich Gedanken über einen Technikausfall zu machen ist immer gut. Aber noch schlimmer wäre es wenn wir einen Strom Blackout haben. Laut Experten haben wir schon das ein oder andere mal kurz davor gestanden.

Die Umstellung auf erneuerbare Enegien, weg vom Atomstrom, Cyberangriffe, Versorgungsschwierigkeiten von Öl und Gas, oder Naturkatastrophen, lassen ein solches Zenario nicht weniger werden. Und wie lange ein Stromblackout dauern kann weiß niemand. Da hilft dann nur noch ein Notstromaggregat.

In meinem größeren Becken sind zwei Innenfilter in Betrieb, allein schon weil es gleichmäßiger aussieht. Wenn da mal einer ausfältt ist es nicht schlimm. Oder wenn die Heizung ausfällt macht das auch nichts. Letztens hatte ich vergessen den Stecker der Heizung ans Stromnetz anzuschließen. Das Becken war eine Woche ohne Heizung, ohne das ich es gemerkt habe. Die Temperatur war konstant auf 20 Grad, obwohl ich nur abends im Zimmer die Heizung anmache. Im Winter sinkt nachts bzw. tagsüber die Temparatur im Zimmer auf 15 Grad. Die 20 Grad im Becken kommen von den zwei Innenfilter, die durch ihre Pumpe zusätzlich als Heizung wirken. Ich habe auch nur Fische im Becken die das aushalten.
fernday ist offline   Mit Zitat antworten
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