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Alt 08.02.2016, 10:09   #1
Hessen-Stefan
 
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Standard Osmoseanlage - welches Eingangswasser?

Hallo!

Ich plane die Anschaffung einer Osmoseanlage.

Dabei habe ich ich eine ganz grundsätzliche Frage, für die ich bisher noch keien Antwort finden konnte: Welches Eingangswasser sollte ich verwenden?

Ich habe folgende Optionen:

Leitungswasser (wie von den Kreiswerken geliefert, sehr hart mit ca. 22°dH)
Leitungswasser (nach Wasserenthärtungsanlage, mit ca. 6°dH, dafür mehr Salz drin)
Regenwasser (aus Zisterne, dient normalerweise für WC-Spülung und Waschmaschinen)

Oder ist das für das Ergebnis ja eh vollkommen egal? Logistisch wäre der Anschluß an das Leizungswasser nach der Enthärtungsanlage am einfachsten.

Hat noch jemand eine Empfehlung für eine Anlage? Ich denke es wird auf ein einfaches Modell herauslaufen, ich habe kein Problem damit wenn mir die Anlage das Wasser nicht zum direkt zapfen bietet sondern ich mit Kanistern arbeiten muss, da sollten es doch die Anlagen mit 75 gpd Tagesleistung tun. Oder habe ich was gravierendes übersehen? Wirtschaftlich gesehen ist das Verhältnis Reinwasser/Spülwasser bei den Preisunterschieden der Anlagen ja kaum ausschlaggebend.

Geändert von Hessen-Stefan (08.02.2016 um 10:36 Uhr)
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Alt 08.02.2016, 10:54   #2
Mille169
 
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Moin Stefan!

Ich persönlich würde die Anlage nach der Wasserenthärtungsanlage installieren. Die Standzeit der Filterkomponenten wird dadurch etwas verlängert im Gegensatz zur Installation vor der Enthärtungsanlage.

Wenn du das mit Regenwasser machen willst brauchst du sicherlich noch mehr Technik. Eine starke Pumpe die das Wasser mit ca. 3-4bar in die UOA drückt. Ob das überhaupt sinnvoll funktioniert, weiß ich nicht.

Hab übrigens diese UOA: http://www.osmoseanlagen-shop.de/osm...t-139-144.html (was da nun neu dran ist seit 2016 weiß ich nicht)

Ich befülle jeweils 10 Kanister mit 5L Fassungsvermögen und stelle diese dann in den Raum wo auch die Becken stehen zwecks aufheizen. Der ganze Vorgang dauert ca. 45 Min. (ich kippe übrigens auch die ersten 5L aus der UOA weg)

Grüße, Martin
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Alt 08.02.2016, 10:54   #3
Schneckinger
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Hi,

ich bin zwar kein Osmosewasserspezialist ;-)

Aber wenn Du Regenwasser in guter Qualität aus einer Zisterne hast, warum dann noch aufbereiten. Einfach das Regenwasser (normalerweise KH + GH nahe null, PH ca 7 oder knapp drunter) mit Leitungswasser mischen, bis Du Deine gewünschten Werte hasst und fertig. ganz ohne Technik ;-)

Die Kombi mit relativ hartem Leitungswasser + Regenwasser aus dem Hahn direkt daneben ist doch der Traum eines jeden Aquarianers ;-)

Tschüß,
Schneckinger
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Alt 08.02.2016, 11:03   #4
Sonnentänzerin
 
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Hallo Hessen-Stefan

Das kommt ganz eindeutig auf Deinen gewünschten Besatz an.

Ist das eine Hausenthärtungsanlage oder ein Ionentauscher direkt beim Wasserversorger?

Dieses (Teil-)enthärtete Wasser ist hinterher vom Ionenverhältnis nicht mehr dasselbe, bös könnt ich sagen, es ist nicht mehr natürlich,
da Calcium- und Magnesiumionen gegen Natrium-Ionen ausgetauscht werden.
Der Leitwert ist auch hinterher nahezu gleich. Es ist im Fischsinne kein wirklich weicheres Wasser. Für technische Geräte schon.

Normalerweise kommt Wasser zu unseren Häusern im Kohlensäure-Gleichgewicht an, es wird dafür gesorgt, dass es bei glatten normalen Leitungen nicht korrosiv ist.

Nach mancher Hausenthärtungsanlage ist das Wasser leider hinterher schlechter.
Aber mal von einer korrekt arbeitenden hochwertigeren Anlage ausgehend, hast Du damit keine Probleme.
Wenn Du nicht gerade Diskus oder andere Fische halten möchtest, die in engeren Grenzen auf ihr gewohntes Wasser bestehen.

Wegen Verkeimungsgefahr desinfizieren sich moderne Anlagen nach jeder Harzregeneration automatisch mit Chlor...
SOLLTE nach anschließender Spülung eigentlich danach auch nicht mehr hoch sein.

Je nach euren Rohrleitungen werden nach der Enthärtung noch Silikate, Phosphate, Laugen zugeführt,
(die jenen Rohrschutz wieder herstellen, die VOR der Enthärtungsanlage bereits vorhanden waren...)

Wenn ihr KUPFERleitungen habt, kann das bei nicht richtig dosierenden Anlagen leider zu einer Auslösung führen.
Bitte unbedingt einen Kupfertest durchführen.
Eigene leidvolle Erfahrung.

Auch beim Regenwasser würde ich einen Kupfertest machen.
Kommt ja nicht immer gleich von oben, und je nach pH und Materialen könnte sich auch hier etwas rücklösen.

Mein Fazit:

Für "normale" Fische kann Wasser aus einer Hausenthärtungsanlage verwendet werden.
Vorher Kupfertest. Evtl wieder Zugabe von Mineralien nötig.

Enthärtetem Wasser aus Wasserwerken traue ich wesentlich mehr!
Diese Anlagen werden überprüft und arbeiten im Gegensatz zu schlecht eingestellten oder ständig defekten Hausenthärtungsanlagen immer korrekt.

Regenwasser und ankommendes Leitungswasser könnten verschnitten werden!
Auf die Obergrenze der gewünschten Fische. Das wäre das Einfachste.

Bei günstigen Umkehr-Osmose-Anlagen würde ich Erfahrungsberichte lesen, damit Du nicht von einem zwar billigen Einkaufspreis, aber danach teuren Unterhaltungskosten für Filter, noch mehr Abfallwasser, Verkeimung und ewige Wartezeit, bis aus den Tröpfeleien mal ein volle Fass wird
überrascht wirst.

Gruß Sonne
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Alt 08.02.2016, 11:23   #5
Hessen-Stefan
 
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Zitat:
Zitat von Mille169 Beitrag anzeigen
Moin Stefan!Wenn du das mit Regenwasser machen willst brauchst du sicherlich noch mehr Technik. Eine starke Pumpe die das Wasser mit ca. 3-4bar in die UOA drückt. Ob das überhaupt sinnvoll funktioniert, weiß ich nicht.
Wie schon gesagt liegt bei mir das Regenwasser an einer eigenen Leitung an, Druck etwa 4,5 bar


Zitat:
Zitat von Schneckinger Beitrag anzeigen
Aber wenn Du Regenwasser in guter Qualität aus einer Zisterne hast, warum dann noch aufbereiten. Einfach das Regenwasser (normalerweise KH + GH nahe null, PH ca 7 oder knapp drunter) mit Leitungswasser mischen, bis Du Deine gewünschten Werte hasst und fertig. ganz ohne Technik ;-)
Genau da bin ich eben nicht sicher, weil in so einer Zisterne ja nun auch alles mögliche an Ablagerungen drin ist, was so vom Dach mitkommt.

Zitat:
Zitat von Sonnentänzerin Beitrag anzeigen
Ist das eine Hausenthärtungsanlage oder ein Ionentauscher direkt beim Wasserversorger?

Dieses (Teil-)enthärtete Wasser ist hinterher vom Ionenverhältnis nicht mehr dasselbe, bös könnt ich sagen, es ist nicht mehr natürlich,
da Calcium- und Magnesiumionen gegen Natrium-Ionen ausgetauscht werden.
Der Leitwert ist auch hinterher nahezu gleich. Es ist im Fischsinne kein wirklich weicheres Wasser. Für technische Geräte schon.

Wegen Verkeimungsgefahr desinfizieren sich moderne Anlagen nach jeder Harzregeneration automatisch mit Chlor...

Regenwasser und ankommendes Leitungswasser könnten verschnitten werden!
Auf die Obergrenze der gewünschten Fische. Das wäre das Einfachste.

Bei günstigen Umkehr-Osmose-Anlagen würde ich Erfahrungsberichte lesen, damit Du nicht von einem zwar billigen Einkaufspreis, aber danach teuren Unterhaltungskosten für Filter, noch mehr Abfallwasser, Verkeimung und ewige Wartezeit, bis aus den Tröpfeleien mal ein volle Fass wird überrascht wirst.
Es ist ein Ionenaustauscher im Haus, der also mit Salztabletten arbeitet. Wir haben Kunststoffrohrleitungen im Haus, aber wegen der Wasserenthärtung gehe ich wegen dem hohen Natriumgehalt davon aus das dieses Wasser auch nicht optimal geeignet ist, oder?

Wegen der Osmoseanlage bin ich auch noch unschlüssig. Die Unterhaltskosten sind natürlich ein wichtiges Argument. Da fehlt mir noch der richtige Ansatz.

Danke schon mal für all eure Tips!
Hessen-Stefan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2016, 11:48   #6
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Zitat:
Wir haben Kunststoffrohrleitungen im Haus, aber wegen der Wasserenthärtung gehe ich wegen dem hohen Natriumgehalt davon aus das dieses Wasser auch nicht optimal geeignet ist, oder?
DAS war bei mir immer das geringste Übel.
Trotz 60 mg/l im Wasser hatte ich in der alten Wohnung
(Wasserwerk Ionentauscher mit Natronlauge)
immer sehr guten Pflanzenwuchs. Auch etwas anspruchsvollere Pflanzen wachsen damit noch gut.

In der neuen Wohnung Hausenthärtungsanlage, wieder Natrium im Wasser,
Pflanzenwachstum sehr gut.

Ich habe keine komplizierten Aquarienbewohner, alle kommen mit dem Natriumgehalt gut zurecht.

Es ist vor allem nichts für reine Weichwasserfische, da dieses Wasser nicht wirklich "weich genug" ist.

KUNSTSTOFFleitungen sind das Ungefährlichste bei Hauswasserenthärtung UND Aquarium

Die Anlage benötigt dann viel weniger an chemischen Zusätzen, liebevoll Minerallösung genannt, die NACH der Enthärtung zugespritzt werden.
Evtl sogar KEINE.

Also kein Kupfer.

Dann kannst Du dieses enthärtete Wasser gut verwenden,
und auch sehr gut in Deine Osmoseanlage einspeisen (Natrium ade)

Und dieses Osmoseanlagen-Endprodukt auch beruhigt wieder mit dem Wasser aus der Enthärtungsanlage mischen.
(Verdünnung Natrium)

Etwas zu hartes Wasser ist übrigens für fast alle Fischarten gar kein Problem. Ausnahmen angesprochene Diskus und echte Weichwasserkanditaten.
Den meisten ist es lieber, wenn dafür wenigstens nicht an großen Wasserwechseln gespart wird.
Als ein super perfekt auf Härte eingestelltes Wasser, das aber wegen Mehraufwand immer nur in kleinsten Teilen gewechselt wird.


Gruß Sonne
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Alt 08.02.2016, 11:54   #7
Hessen-Stefan
 
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Danke für Deine ausführliche Antwort!
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Alt 12.02.2016, 18:20   #8
hbmänchen
 
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zu Regenwasser würde ich nicht nehmen
Der Regen wäscht einen großen Teil der gasförmigen und staubförmigen Schadstoffe aus der Luft aus und reinigt sie dadurch und das ist dann alles im Wasser
und zu Leitungswasser (nach Wasserenthärtungsanlage, mit ca. 6°dH, dafür mehr Salz drin) verstehe ich nun nicht ganz da wird das Wasser enthärtet
also werden Kalzium- und Magnesium-Ionen sowie aucg Eisen-Ionen entzogen
das sind salze warum sollen da jetzt auf einmal mehr salze drin sein ?

kurz gesagt Ich würde das Wasser direkt ohne Enthärtungsanlage also das vom Wasserwerk benutzen
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Alt 12.02.2016, 20:08   #9
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Hallo Roland

Zitat:
verstehe ich nun nicht ganz da wird das Wasser enthärtet
also werden Kalzium- und Magnesium-Ionen sowie aucg Eisen-Ionen entzogen
das sind salze warum sollen da jetzt auf einmal mehr salze drin sein ?
Ionentauscher, im Harz werden Kalzium- und Magnesium-Ionen eingetauscht gegen Nitrat.
Nur getauscht, nicht entzogen.

Danach wird das Harz dann regeneriert.

Gruß Sonne
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Alt 12.02.2016, 20:39   #10
hbmänchen
 
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ach das ist eine die man wieder regenerieren kann
dann erst recht nicht benutzen da ist zu viel Natrium im Wasser
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