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Alt 23.10.2017, 20:09   #1
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Standard Erfahrungsbericht: Fuval Edge Filterupgrade Eheim Liberty 75

Hallo zusammen,

gute Erfahrungen soll man teilen, daher möchte ich heute mal über meine Erfahrungen bzgl. des Filters im Fluval Edge und eine mögliche Alternative berichten. Für den einen oder anderen Edge-Besitzer evtl. interessant.
Ich habe zwei dieser schönen, aber nicht ganz unkomplizierten Becken. In einem leben 5 Corydoras habrosus im anderen ein Betta splendens.

Was mich bei beiden Becken von Anfang an gestört hat, war der Filter. Zwar kommt man ganz bequem an das Filtermaterial heran und kann den Filter ganz frei bestücken (ähnlich zum Juwel Bioflow) aber unter dem Strich hat der Filter doch etliche Nachteile:
  • Der Impeller lässt sich nur reinigen, wenn man den Filter rausnimmt und den Motor unter dem Filter abschraubt. Das geht nicht ohne vorher den Filter komplett zu entleeren.
  • Wenn die innere Öffnung nicht auch mindestens halb gefüllt ist, "plumpst" das Wasser auch auf niedrigster Filtereinstellung ins Becken. Das erzeugt zum einen ziemlich starke Verwirbelungen (nicht gut für den Betta) und wenn das Becken bis unter Glas gefüllt ist, hat man immer unerwünschte Luftblasen.
  • Sicher gibt es da Fertigungstoleranzen, aber ich betreibe zwei Becken ja schon eine ganze Zeit und lautlos ist definitiv anders.

Das Becken mit dem Betta steht bei mir auf dem Schreibtisch und aus 50cm Entfernung kann selbst ein schwaches sonores Brummen doch gehörig nerven
Nach 1 Woche Einlaufzeit wurden beide Filter durch den Biofilm zwar etwas leiser aber waren immer noch vernehmbar. Und das auch, wenn der Filter ausgebaut war, also sich die Vibrationen nicht auf das Gehäuse übertragen konnten. Mit der Zeit (ca. 9 Monate Betrieb) wurde das allerdings wieder schlimmer. Besonders nach einem TWW ging das Gebrumme immer öfter und lauter los.

Grund dafür ist der Impeller. Das Fügelrad sitzt ziemlich lose und mit viel Spiel auf dem Magneten und wird von einem Mitnehmer am Magneten angetrieben. Durch dieses Spiel kann der Impeller auch bei Fertigungstoleranzen reibungslos auf der Achse laufen. Sitzt der Impeller allerdings nicht komplett auf der Achse sondern wandert während des Betriebs nach oben, "schlackert" das Flügelrad und erzeugt hörbare Geräusche.

Anfänglich ließ sich das noch beheben, indem man im laufenden Betrieb mit einem spitzen Gegenstand (leere Kugelschreibermine) in der Nähe der Achse den Impeller nach unter gedrückt hat, so dass die Achse oben 1mm hrausschaute. Irgendwann half aber auch das nicht mehr, weil der Impeller im Betrieb immer 1-2mm nach oben wandert und das Plastik vom Flügelrad immer mehr ausnudelt.

Irgendwann war es mir dann definitiv zu viel und ich bin habe mich entschlossen zwei neue Filter zu kaufen, die dann vielleicht etwas länger zufriedenstellend laufen. Dass der Fluval Filter nur ein lizensiertes Modell des baugleichen AquaClear 20 ist, ist ja allgemein bekannt. Leider war der in verschiedensten örtlichen Aquaristikgeschäften nicht vorrätig oder wurde zu Apothekenpreisen von 35€ angeboten (im Netz um die 20€).


Umbau

Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass man den Eheim Liberty 75 (2040) mit etwas Bastelei in das Edge bekommt, daher habe ich dann kurzentschlossen ein Exemplar für 22€ im örtlichen Handel erworben.
Zuhause angekommen musste ich dann feststellen, dass der Eheim Filter doch deutlich höher und tiefer ist und habe mich schon auf umfassende Umbauarbeiten eingestellt.
Entgegen Berichten aus dem Netz muss man aber nicht am Lampenbügel herum dremeln. Ein Abstandhalter von ca. 5mm zwischen Filter und vorderer Gehäusewand reicht (Rest von einer Aquarienunterlage) , dann geht der Bügel zu. Damit der Deckel des Edge auch wieder genau drauf passt, muss man am Inneren des Deckels etwas weg dremeln (unsichtbar von außen). Alternativ kann man die Auflagekehle des Filters etwas vertiefen, dann hängt der Filter etwas tiefer.

Filterbestückung und Wartung

Der kleine Filterrahmen sieht zwar auf den ersten Blick etwas mickrig aus, nach der Entnahme des groben Filterschwamms stellte sich aber heraus, dass der Schwamm genauso groß ist wie der Inhalt des alten Filters. In der Pumpenkammer ist zudem noch genau Platz für ein Säckchen Siporax.

Den Impeller kann man zudem auch bei gefülltem Filter entnehmen und ggf. reinigen. Gerade beim Edge nicht ganz unwichtig, da das komplette Entfernen des Filters aufgrund der Kabelführung ziemlich fummelig ist.

Betrieb

Im Betrieb fallen gleich mehrere Dinge positiv auf.
  1. Vorrangig die Lautstärke: Meine alten Ohren hören fast gar nichts mehr Besonders im Vergleich zu der andereren "Ratterkiste" fiel sofort auf, wie leise der Filter ist. Vor allem wenn man den Deckel des Filters weg lässt, aber der passt eh nicht "unter die Haube" Inzwischen sind beide Becken umgerüstet und ich ertappe mich dabei, dass ich den Deckel des Edge abhebe, um mich zu vergewissern, dass der Filter noch läuft
  2. Mechanische Filterleistung ist deutlich höher als beim alten Filter. Auch auf niedrigster Stufe und bei deutlich weniger Strömung im Becken.
  3. Der Wasserstand kann deutlich niedriger sein, ohne dass sich Luftblasen bilden. Dass Wasser fällt aus dem Filter nicht direkt ins Becken, sondern auf eine Plattform, so dass vornehmlich eine Oberflächenbewegung erzeugt wird.

Fazit

Wer einen Dremel zur Hand hat und sich nicht scheut, an unsichtbaren Stellen ein paar Millimeter Material zu entfernen, sollte über einen Umstieg nachdenken. Wenn ich gewußt hätte, wie groß der Unterschied ist, hätte ich den Originalfilter sofort rausgeworfen. Zumal der Eheim auch nicht teurer ist, als ein baugleicher Ersatz.


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Stichworte
aquaclear 20, edge, eheim, fluval, liberty, liberty 75

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