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Alt 08.02.2018, 07:17   #1
GoldenClaw
 
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Standard Permeat nach zusätzlicher Silikatfilterung (Duresin Si) stark alkalisch - pH senken

Guten Morgen,

ich bräuchte mal euren Rat bei der Wasseraufbereitung meines Leitungswassers, genauer bzgl. der Silikatentfernung und pH-Einstellung.
Zunächst die Werte meines Leitungswasser:
pH: 7,2
KH: 13
GH: 17
Silikat: mit Tröpfchentest nicht bestimmbar (auch nach einfacher Verdünnung nicht)

Da ich in meinem Becken Neons und andere habe, die gerne weiches, leicht saures Wasser bevorzugen und ich auch unter Kieselalgen leide, nutze ich seit Dezember 2017 die Dennerle 190 Umkehrosmose.
Das funktioniert auch prima, KH/GH nicht mehr nachweisbar, pH 6,0. Das Silikat sinkt jedoch nur auf ca. 2,5 mg/l. Daher habe ich der Umkehrosmose ein Entmineralisierungsharz nachgeschaltet, bis vor kurzem das von Aqua-Medic. Dieses hat mir das Silikat auch entfernt, ohne den pH-Wert nennenswert zu beeinflussen. Allerdings war das Harz immer bereits nach 200-300l schon ausgelastet, sodass es gewechselt werden musste (SiO2 wieder auf 2,5 mg/l gestiegen), was mir auf Dauer zu teuer wurde. Daher habe ich mich entschieden, statt des Entmineralisierungsharzes von Aqua-Medic ein reines Silikatharz einzusetzen und nun das Duresin SI von Dupla (basischer Anionenaustauscher) der Umkehrosmose nachgeschaltet.
Soweit so gut, das Silikat ist nicht mehr nachweisbar, ebenso KH und GH. Allerdings beträgt mein pH am Ausgang nun ca. 9,0-9,5. Dass ich dieses Wasser so nicht ins Becken kippen kann, ist klar. Daher suche ich nun eine Möglichkeit, das vom Silikat gereinigte Permeat (wird in 20l-Kanistern gelagert) möglichst ohne großen Aufwand und günstig im pH abzusenken.
Spontan fallen mir dabei zwei Möglichkeiten ein:

1. CO2-Zugabe: da keine nachweisbare KH, dürfte die erforderliche Menge an CO2 rel. gering sein. Allerdings müsste ich dafür erstmal meine CO2-Anlage abstöpseln etc., was doch rel. aufwändig und m.E. auch rel. schwierig zu steuern ist bzgl. pH-Wert-Einstellung.
2. pH-Senker von Tetra/JBL etc. - hier bin ich mir unsicher, inwiefern diese funktionieren bei nicht nachweisbarer KH.

Ich habe allgemein Bedenken, wie sich der pH im Becken verhält, wenn ich das silikatfreie Permeat, das ich zuvor mit einer Säure o.ä. im pH senke, zugebe. Im Becken habe ich eine KH von 5-7 (leider auch noch nicht ganz stabil eingestellt) und einen pH von 7,0-7,2 (würde gerne auf ca. 6,7 hinunter).

Ich würde mich freuen, wenn ihr für mich einen Rat hättet, wie ich am besten vorgehe, um den pH gefahrfrei (für das Becken) und günstig zu senken, oder aber auch gerne Tipps zur nachhaltigeren Silikatentfernung aus dem Permeat nach der Umkehrosmose (ohne alle zwei bis drei Wochen das Harz tauschen zu müssen).

Bzgl. Notwendigkeit der Silikatentfernung: Ich merke sehr deutlich einen Unterschied, wenn ich das Silikatfreie Wasser einsetze bzgl. der Kieselalgenbildung. Diese geht deutlich zurück, stieg jedoch direkt wieder an, als ich unbewusst das wieder 2,5 mg/l Silikat-enthaltende Permeat (nachdem das Harz schon aufgebraucht war, hatte mit 2 Monaten o.ä. gerechnet) zugegeben hatte.

Ich danke euch vielmals.

Viele Grüße
Claw
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Alt 08.02.2018, 18:50   #2
dumdi65
 
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Hallo Claw.

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, das du kein Regenwasser lagern kannst, und auch keine Möglichkeit hast an solches zu kommen.

Den pH kannst du am günstigsten senken mit Torf, wobei Torf im Filter bei deinen werten wohl nicht ausreicht.

Die nächste Möglichkeit, Erlenzapfen, Buchen- und Eichenlaub. Da bräuchtest du dann aber schon etliches an Menge um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Um Bei den Naturprodukten zu bleiben, Seemandelbaumrinde und auch deren Blätter. Ist teurer wie die heimischen Produkte, aber auch in der Wirkung besser.

Was es im Fachhandel gibt sind Tropol und ähnliche Mittel anderer Hersteller.

Alle vorab genannten Möglichkeiten haben aber den Effekt das sie das Wasser auch einfärben.

Die letzte Möglichkeit wäre das du dir in der Apotheke Salzsäure besorgst. Diese kann man Problemlos für das Aquarium nutzen.

Was mich aber stutzig macht, ist die Tatsache das du das Silikat anscheinend mit der Osmoseanlage ins Wasser bekommst. Darum denke ich das es wohl am besten wäre das Übel bei der Wurzel zu Packen und erst mal zu schauen ob das normal ist. Denn wenn im Leitunswasser nichts ist, muss es ja irgendwo her kommen.

Gruß Balu
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Alt 08.02.2018, 20:11   #3
GoldenClaw
 
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Hi Balu,

erstmal vielen Dank für deine Antwort.
Also das Silikat kommt schon aus dem Leitungswasser, ist dort aber dermaßen hoch, dass es über den Messbereich des Silikattröpfchentests auch nach einfach Verdünnung (die zweite habe ich mir gespart, ist ja so oder so weit zu hoch) hinausgeht. Sorry, da habe ich mich wohl etwas unklar ausgedrückt. Kurzum: Das Silikat ist im Leitungswasser extrem hoch, wird durch die Umkehrosmose immerhin auf ca. 2,5mg/l gedrückt und soll durch den anschließenden Silikatfilter dann vollständig entfernt werden.

Regenwasser kann ich leider nicht lagern bzw. Nicht gewinnen, da ich in einer Dachwohnung ohne Gartenzugang oder Balkon wohne. Mein Osmosewasser lagere ich vier 20l Kanistern nach der Gewinnung bis zum Wasserwechsel. Mir wurde inzwischen dazu geraten, das Wasser in den Kanistern mit einer Luftpumpe ordentlich durchzulüften, sodass der pH-Wert sinken sollte. Das werde ich morgen testen.
Die anderen, natürlichen Methoden möchte ich nicht unbedingt nutzen, da ich mein klares, helles Wasser doch auch sehr schätze
Bzgl Salzsäure: daran dachte ich auch bereits, jedoch frage ich mich, ob das gelöste Chlor dann nicht schädlich für die Tiere und Pflanzen im Becken sein könnte, oder verdampft das durch die Luft?

Auf jeden Fall vielen herzlichen Dank für deine Hilfe und Anregungen!
Viele Grüße
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Alt 08.02.2018, 20:31   #4
dumdi65
 
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Hallo Claw.

Normal gibt es in jeder Apotheke Salzsäure, die man Bedenkenlos nutzen kann. Mein Tip entweder einfach nachfragen, oder Googeln, denn die genaue Zusatzbezeichnung für diese Salzsäure finde ich jetzt nicht.

Der zweite Tip meinerseits wäre, einfach mal zu schauen ob bei dir in der Nähe eine Firma ist, die Osmose- und Enthärtungsanlagen vertreibt. Vielleicht haben die eine Idee wie du im Endeffekt am Kostengünstigsten eine Anlage zulegen kannst die dir alles ungewünschte herausholt.

Ich weiß ja nicht in wieweit du meine Abhandlung über die Herstellung von Schwarzwasser gelesen hast. Auf jeden Fall geht es dabei auch um die Herstellung von Weichwasser. Da gibt es von der Firma Eurowater einen Mischbettfilter der das Wasser Vollentsalzt. Aufsalzen für die Fische geht ja immer. Vielleicht wäre das ja auch eine Lösung.

Gruß Balu
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Alt 08.02.2018, 22:25   #5
Dennis Furmanek
 
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Hallo,

wie wäre es denn mit einfach Belüften. Durch das CO2 aus der Luft sollte sich der pH-Wert um 6 einstellen. In so einem völlig ungepufferten Wasser fährt der pH-Wert ohnehin Achterbahn und der Messwert ist daher eigentlich zu vernachlässigen.

Zitat:
Bzgl Salzsäure: daran dachte ich auch bereits, jedoch frage ich mich, ob das gelöste Chlor dann nicht schädlich für die Tiere und Pflanzen im Becken sein könnte, oder verdampft das durch die Luft?
Welches Chlor?

Geändert von Dennis Furmanek (08.02.2018 um 22:39 Uhr)
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