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Alt 21.03.2018, 13:09   #1
radlhans
 
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Hallo zusammen,

es heißt doch immer, dass man nach dem Füttern von Gemüse (wie z.B. Gurken, Kürbis etc.) dieses nicht zu lange im AQ belassen sollte. Als Grund hört man dann, dass das Wasser ansonsten zu belastet würde.

Jetzt frage ich aber mal ganz blöd nach:
was genau ist denn bei Gemüse dabei, was „schaden“ würde?
Dass es unbehandelt, heißt: ungespritzt sein sollte, ist schon klar…
Inwieweit würden die Wasserwerte sich unerwünscht ändern? Und welche?


Ich hab‘ meine Frage deshalb bewusst mal in die Rubrik „Wasserwerte“ eingestellt.

Grüße,
Gerd

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Alt 21.03.2018, 14:26   #2
dumdi65
 
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Hallo Gerd.

Deine Frage wäre doch mal direkt ein Experiment wert. Dabei könnte man einfach mal messen welche werte sich dann verändern und wie stark sie das tun.

Gruß Balu
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Alt 21.03.2018, 14:37   #3
radlhans
 
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Zitat:
Deine Frage wäre doch mal direkt ein Experiment wert.
Wenn man so will, läuft dann bei mir schon ein Dauerexperiment - ich lasse nämlich Gurke & Co. immer einige Tage im Becken. Meist bis nur noch das lange Holzstäbchen, was als Halter diente, übrig ist.
Negative Auswirkungen habe ich bislang augenscheinlich noch nicht festgestellt. Wasserparameter habe ich aber schon länger nicht mehr gemessen.

Wäre also mal interessant, zu erfahren, was genau mit "Wasserbelastung" genau gemeint ist. Oder ob diese Proklamation evtl. nur ein "Geschwätz" ohne Grundlage ist...

Grüße,
Gerd

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Alt 21.03.2018, 15:07   #4
Birka
 
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Zitat:
Zitat von radlhans Beitrag anzeigen
Wenn man so will, läuft dann bei mir schon ein Dauerexperiment - ich lasse nämlich Gurke & Co. immer einige Tage im Becken. Meist bis nur noch das lange Holzstäbchen, was als Halter diente, übrig ist.
Negative Auswirkungen habe ich bislang augenscheinlich noch nicht festgestellt. Wasserparameter habe ich aber schon länger nicht mehr gemessen.

Wäre also mal interessant, zu erfahren, was genau mit "Wasserbelastung" genau gemeint ist. Oder ob diese Proklamation evtl. nur ein "Geschwätz" ohne Grundlage ist...

Grüße,
Gerd
@Gerd, hallo

ich kann dir lediglich dazu sagen, dass bei mir ( weicheres ) Gemüse IMMER so lange im Becken bleibt, bis es aufgefuttert ist.
Manchmal haue ich ganz schöne Portionen rein - im 330er sind viele Gemüsefresser - da wird dann das nicht so Begehrte auch erstmal 1 - 2 Tage wenig beachtet.

Ich lasse das Gemüse schon seit eh und je in den Becken, bis es vertilgt ist - die Schnecken halten sich da auch gut mit ran.

Ich konnte wirklich niemals bisher negative Auswirkungen feststellen - auch im Juwel Primo 110 Zweitbecken nicht.

Wasserwerte mess ich allerdings auch nur sehr sporadisch - ich verlasse mich auf meine fachlich geschulten Augen.

Persönlich halt ich schon lange die Geschichte mit dem belasteten Wasser durch Gemüse für Panikmache - wieder was, um gerade Neueinsteiger erheblich zu verunsichern - leider gibts diesbezüglich recht viele Mythen.

Und was ist das Ende vom Lied ?
Die armen Viecher kriegen nie Grünfutter, und wenn, dann wieder vor der Nase weggerissen - weil ja das Becken "kippen " könnte .

Ich brauche da auch keine langwierigen Messungen o.ä., mit etwas Erfahrung und gesundem Menschenverstand sieht man, wenn im Becken was nicht stimmt.
Vorraussetzung ist allerdings, man beobachtet konstant aufmerksam.

Ich meine, Schneckinger hätte auch mal geschrieben, dass er Gemüse ins Becken "wirft " und nicht mehr rausholt - vielleicht äußert er sich ja hier noch dazu.

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Birka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.03.2018, 19:35   #5
Schneckinger
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Hallo allerseits,

kann ich machen ;-)

Um mit Paracelsus zu sprechen:
"Sola dosis facit venerum!"-"Nur die Dosis macht das Gift."
Es kommt immer auf die Menge des verfütterten Grünzeugs und die Beckengröße, sowie den Besatz an.

Selbstverständlich bringt verrottendes Gemüse zusätzliche Nährstoffe in das Aquarium ein. Aber gerade Gemüse enthält wenig Eiweiß und auch meist (relativ) wenige schnell lösliche Kohlenhydrate.

Persönlich füttere/fütterte ich in ALLEN meinen Becken mit Pflanzenfressern sehr viel Gemüse und Grünzeug aus Garten und Wald. Teils kurz überbrüht, teils frisch. Dabei versuche ich die Futtermenge im Allgemeinen so einzustellen, dass die Gemüsereste nach spätestens 3 Tagen verschwunden sind. Es kann aber auch immer mal vorkommen, dass mal ein Stück dicke Kürbisschale oder ein Paprikastiel noch etwas länger im Becken "überlebt"

Nachdem ich beispielsweise in meinem großen Wirbellosenbecken fast täglich Gemüse füttere, liegt da schon einmal Gemüse, das 3 Tage alt ist (sehr wenig), das 2 Tage alt ist (auch eher wenig) und trotzdem kommt frisches dazu ;-) Wobei die mehrtägigen Reste aber fast nur harte Schalen/Strünke/Kerne sind (s.o.).

Vor (kurz-)Urlauben füttere ich teilweise sogar Gemüse auf Vorrat:
-Ein Teil weichgekocht
-Ein Teil ganz kurz überbrüht
-Ein Teil komplett roh.
So ist es möglich die Tiere für bis zu ca. 5,6 Tagen mit Gemüse zu versorgen, ohne dass das Wasser zu sehr belastet wird.

Eine gute Faustregel zum Gemüsefüttern ist in meinen Augen:
Nur so viel füttern, dass das Futter im Normalfall nach spätestens 3 Tagen verschwunden ist.

Selbstverständlich kommt es auch auf die Art des Grünzeugs an. Ein dickes Stück ROHES Möhrchen wird in den meisten Becken tagelang herumliegen, ohne das Wasser groß zu belasten. Für die Mehrzahl unserer Pfleglinge wird es allerdings auch erst mit langsam beginnender Zersetzung -nach 2-3 Tagen- interessant, weil weich genug. Salatgurke können dagegen viele Fische und Wirbellose direkt fressen. Besteht allerdings auch fast nur aus Wasser...

Vorsichtig wäre ich bei stark zuckerhaltigem und weichem (Banane!) Obst. Der Zucker löst sich schnell im Wasser und das weiche Fruchtfleisch zersetzt sich schnell. Ähnlich ist es bei sehr stärkehaltigen Pflanzenteilen wie z.B. Karoffel/Süßkartoffel und Ähnlichem. Hier füttere ich dann wirklich nur soviel, dass alles nach spätestens einem Tag verschwunden ist.

Falls noch Gemüsefragen offen bleiben, einfach nachhaken ;-)

Tschüß,
Schneckinger

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Alt 21.03.2018, 21:15   #6
Sonnentänzerin
 
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Hallo

Ihr müsst mal an einem Stück frischer oder kurz überbrühter Zucchini riechen, wenn ihr es nach drei Tagen im warmen Aquarium wieder herausholen müsst...
übel

Dann war es natürlich irgendwie auch zu viel.

Ich lasse es nämlich auch immer komplett drinnen, habe aber auch in jedem Becken sichere "Verbraucher".

Komischerweise riecht mein Trockengemüse Zucchini nicht, und hier wird auch nichts so schleimig.

Aber:

erst diese Woche ist es mir passiert, dass ich es im 25 Liter Tylomelania-Aufzuchtbecken mit drei anstatt üblicher zwei Stücke Zucchini übertrieben habe.

Grenze überschritten.
Das war direkt nach dem üblichen Wasserwechsel. Gemüse hinein.
Am nächsten Vormittag recht spät in dieses Becken geschaut:

Bakterientrübung.
Grau-weiße Trübung. Und es kann auch Nitrit entstehen.

Ich musste zwei Mal direkt hintereinander 90% absaugen.

Bei 25 Litern ein Klacks, bei größeren Becken könnte man jetzt sagen, wäre es ja nicht passiert. Außer man wirft 10 Stücke Trockenzucchini für eine Welsfamilie ins Wasser.

Oder man hat ein ganz neues Becken.

Es kann also wirklich etwas passieren.

Wenn ich an diesem Tag jetzt Schicht gehabt hätte, spät am Abend bei diesen Fensterbankbecken nichts mehr gesehen hätte.

So etwas kann man auf keinen Fall länger als ein paar Stunden ohne Wasserwechsel lassen.

Gruß Sonne

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Sonnentänzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.03.2018, 22:45   #7
bryce2071@gmail.com
 
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also bei mir hat der schleim mal den zweiten filter komplett dicht gemacht. die reinigung war extrem ecklig und stinkig.

seit dem bin ich mit den Mengen extrem vorsichtig.
bryce2071@gmail.com ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.03.2018, 06:52   #8
radlhans
 
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Hallo,

danke für eure Beiträge und das Mitteilen eurer Gewohnheiten und Erfahrungen!
Die ähneln sich ja schon. Ja, so habe ich es mir auch schon gedacht - mach's ja selber so.

Wenn ich mal kurz zusammenfasse, lässt sich sagen:

eine Wasser-"Belastung" ist wohl vorhanden, aber nicht in der Form, dass es - die verträgliche Dosis vorausgesetzt - das Biosystem sofort empfindlich stört und das Becken durcheinander bringt.
Hier wie auch bei allem anderen Futter ist eine Überfütterung zu vermeiden.

Es ist also auch das ein Thema, bei dem man die Umstände und Hintergründe betrachten muss.
Allgemeine Aussagen wie "Grünzeug darf man nicht zu lange im AQ lassen" sind dann zu allgemein und verleiten dazu, etwas schnell falsch zu verstehen und zu verallgemeinern.
Gerade Anfänger sind dafür aufgrund ihrer noch geringen Erfahrung und ihren noch geringen Wissens anfällig.

Grüße,
Gerd

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Stichworte
grünfutter, gurke, kürbis, wasserwerte

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