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Alt 12.01.2020, 11:52   #1
Leomily
 
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Standard Ph und GH/KH senken

Hallo zusammen,

seit 5 Wochen läuft mein Becken (300 l, 120x50x50). Der Nitritpeak kam klar und deutlich durch (ging bis 0,8 hoch).
Derzeitiger Besatz:
4 Rennschnecken (wir haben hier schneckenfreundliches Algen-Wasser und die Schnecken haben ordentlich was zu fressen)
1 Geweihschnecke
ca. 3 Posthornschnecken (sind mit den Vallisnerien eingezogen)
unzählige Blasenschnecken (wahrscheinlich leider mit dem Moos eingezogen)

Wasserwerte:
pH: 7,5
Nitrit: 0,05
GH: 12
KH: 7

geplanter Besatz:
auf jeden Fall rote Neons und SBB plus 1 Antennenwels (bei dem Skalarpaar, welches ich ursprünglich einsetzen wollte, scheiden sich ja die Geister wegen der Höhe von 50 cm, da bin ich selbst sehr zwiegespalten)

Nun meine Frage...
Wie kann ich auf möglichst unkomplizierte Weise pH und GH/KH senken? Geht das nur mit einer Osmoseanlage oder gibt es noch andere Möglichkeiten. So ist das Wasser ja nicht gerade geeignet für die Neons oder SBB.

Ich habe vor 1,5 Wochen bereits 250 g Torf (Floratorf aus dem Baumarkt) in den Filter gesetzt (im Nylonstrumpf). Damit ging der pH um 0,5 runter, also auf 7,0. Nach einer Woche war er wieder bei 7,5. Nun habe ich gestern Abend den Torf erneuert und die Menge verdoppelt auf 500g. Bisher konnte ich noch keine messbare Veränderung feststellen.

Bisher habe ich eine "kleine" Mangrovenwurzel (ca. 15/20 cm) im Becken, die große (40 cm) wässert gerade noch. Die Wurzeln färben das Wasser ja ebenfalls, aber nehmen sie auch Einfluss auf die Wasserwerte? Und wenn ja, lässt die "Wirkung" irgendwann wieder nach?

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, es wäre schön, wenn ich Ende Januar endlich die ersten Tiere einziehen lassen könnte.
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Alt 12.01.2020, 13:01   #2
dumdi65
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Hallo.

Kannst du die GH und KH Werte noch nachreichen, wie diese sich nach dem Einsatz des Torfs entwickelt haben? Danach kann man mehr dazu sagen
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Alt 12.01.2020, 17:12   #3
David Teichfloh
 
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Hi,

mit GH=12 wird das mit Torf schwer.
Ich habe hier GH=6 und kommen mit Torf auf GH=2 bis 3.
Daher bin ich auf Umkehrosmose umgestiegen. Dennoch habe ich im Becken GH=3 bis 6 und ph=6 (je nachdem, wie viele Blätter ich ins Becken reinwerfe...).
Bei dir wird der Torf schnell verbraucht sein. Und die Menge im Filter wird nicht reichen. Besser, du bereitest das Wasser vor dem WW mit Torf auf (z.B. Torfkanone oder "händisch").
David Teichfloh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2020, 20:27   #4
Leomily
 
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Ach so, GH war vor Torfeinsatz bei 15 und KH bei 9.
Wie bereite ich das Wasser denn mit Torf vor?
Eine Torfkanone benötigt doch auch wieder eine extra Pumpe, oder? Und wenn ich das Wasser vorher "durchziehen" lasse, muss ich dann jeden Eimer einzeln behandeln? Wie lange muss der Torf "ziehen"?
Mein Ziel wäre eine GH von 5-6 und ein pH von 6-6,5 (wobei 6,5 ja schon fast wieder zu viel für die SBB wäre?).
Auch wenn ich mich doch nochmal in den Bereich Osmoseanlage/Umkehrosmose (mit der Thematik habe ich mich noch gar nicht beschäftigt und daher auch noch kein Grundwissen, deswegen sorry, wenn ich da begrifflich was vertauschen sollte) einlesen werde, schonmal die Frage wie das mit der Umkehrosmose funktioniert? Könntest du mir da vorab ein paar kurze Infos geben?
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Alt 12.01.2020, 20:42   #5
DEUMB
 
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Zitat:
Zitat von Leomily Beitrag anzeigen
Mein Ziel wäre eine GH von 5-6 und ein pH von 6-6,5 (wobei 6,5 ja schon fast wieder zu viel für die SBB wäre?).
Meine SBB-Paare haben alle bei ca. pH von ca. 7,2 und und GH von 7 gelebt und "geliebt" und sie sind so ziemlich alle relativ alt geworden (für ihre Verhältnisse). Und auch das Paar das in den nächsten Wochen bei mir einziehen wird, wird bei diesen Werten bei mir leben. Früh gestorben sind bei mir die SBB nur durch meine Dummheit bzw. meine Fehler. M. ramirezi sind nicht so überempfindlich wie ihnen oft nachgesagt wird. Man muss wie immer im Leben einfach nur wissen was man macht.
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Alt 12.01.2020, 20:48   #6
dumdi65
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Zur Umkehrosmose, kurz Osmose, kannst du dich hier

https://www.zierfischforum.info/tech...oseanlage.html

einlesen.

Fakt ist das de Werte immer noch zu hoch sind, da wirst du mit Torf alleine nichts erreichen.

Zur kurzen Erklärung: Die GH ist beim Absenken des pH Wertes weitestgehend zu vernachlässigen. Der pH Puffer ist die KH. Wenn du auf einen Wert von ~ 6 pH kommen willst sollte die KH nicht über 3 liegen, eher bei 2,5. Das wäre für deine Fische auch völlig ausreichend.

Das erreichst du nur durch den Einsatz einer Osmoseanlage. Die billigere Art und Weise ist dann das O-Wasser mit Leitungswasser so lange zu mischen bis du die gewünschten KH Werte hast, natürlich sinkt dadurch auch die GH.

Die andere Möglichkeit ist nur Osmosewasser zu nehmen und dieses aufzuhärten. Dafür gibt es im Handel z.B. dieses hier

https://www.garnelenhaus.de/saltyshr...ral-gh-kh-750g

Zur Torfkanone gibt es verschiedene Möglichkeiten wie man ans Ziel kommt. David z.B. hat eine Tonne in die er den Torf und das Osmosewasser gibt. Durch Luftsprudler wird diese Mischung zwischendurch umgewälzt, Luftpumpe läuft über Zeitschaltuhr.

Falls du Interesse an weiteren Möglichkeiten einer Torfkanone hast dann kann ich dir meine Ansatzweise aufzeigen und im Web werden auch noch genug Möglichkeiten gezeigt

Danke: (1)
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Alt 12.01.2020, 22:36   #7
Leomily
 
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Zitat:
Zitat von DEUMB Beitrag anzeigen
Meine SBB-Paare haben alle bei ca. pH von ca. 7,2 und und GH von 7 gelebt ...
Selbst das würde mich ja dann immer noch vor das Problem stellen, dass ich durch den Torfeinsatz nur auf eine GH von 12 gekommen bin (die ist interessanter Weise nicht wieder gestiegen, obwohl der pH nach einer Woche gestiegen war )
Dem pH nur begrenzt Beachtung zu schenken scheint irgendwie nicht so ganz die Lösung meines Problems zu sein.

Vielen Dank für den Link Balu. Entweder habe ich beim ersten Einlesen so manches gründlich missverstanden, oder die ganze Sache mit der UOA ist eine extrem zeitaufwendige Angelegenheit? Zur KH habe ich zunächst nichts gefunden, lediglich die GH wurde erwähnt (wenn diese am Ende bei 5 liegt, dürfte die KH ja schätzungsweise bei 2-3 liegen?). Um meine 250 Liter "umzuwandeln" (Osmosewasser mit Leitungswasser verschneiden) bräuchte ich demzufolge etwa 170 Liter Osmosewasser, bei eine Geschwindigkeit von 8 l/h sind das 21 Stunden, um mein Becken einmalig herzurichten.
Auf 80 l WW kämen wöchentlich nochmal etwa 6-7 Std. Wasseraufbereitung. Wenn ich nicht irgendwas daran völlig missverstanden habe, dann kann ich das zeitlich überhaupt nicht auf die Reihe bekommen, zumal ich noch 2 Kinder habe, die zudem jeweils ein 80er Becken (Platys und Guppys) haben und mein 160 l Axolotlbecken möchte auch gepflegt werden

Meine Eltern hatten früher (vor 25 Jahren) ein 25 l Becken, haben Guppys und Mollys und Neons (Neonsalmler) da rein geworfen, ohne sich Gedanken über Wasserwerte oder irgendwas zu machen (da kam alle 2 Wochen das komplette Wasser raus, der Innenfilter wurde komplett gereinigt und es kamen 25 l Frischwasser rein). Die Neons und Guppys haben es auch überlebt, aber diese Art der Tierhaltung ist ja nun nicht mein Ziel

Andererseits muss es ja auch irgendwie möglich sein diese Tiere ohne 8 stündigen Wasserwechsel zu halten.

Was mich dann wohl wieder zum Torf zurück bringt.
Ist es denn möglich meine Werte mittels Torfkanone zu erreichen? Oder irgendwelche Mischformen? Also zum Teil über Torf und zum Teil auf andere Weise?

Sorry, ich hoffe ich nerve nicht zu sehr, irgendwie hatte ich mir die Anpassung der Wasserwerte leichter vorgestellt. Zumal Neons ja in sooo vielen Aquarien zu Hause sind, werden die denn alle unter "falschen" Wasserwerten gehalten? Denn so wirklich weiches Wasser wird ja wohl nicht allzu oft aus den Leitungen kommen?
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Alt 12.01.2020, 23:12   #8
Leomily
 
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Wenn ich das mit der Torfkanone richtig verstanden habe, dann müsste ich einmalig das komplette Aquarienwasser durch die Torfkanone schicken, also einmal komplett durch Torfwasser ersetzen, oder? Würde ich dadurch mit einer neuen Einlaufphase starten müssen? Die Bakterien sitzen ja eigentlich im Filter, Bodengrund, etc.
Zum Wasserwechsel würde ich dann lediglich jedesmal das Torfwasser verwenden, oder?
Unterm Strich wäre das für mich die attraktivste Variante. Zwar auch mit einem entsprechenden Zeitaufwand verbunden, aber ich denke der wäre überschaubar. Wenn ich theoretisch die Torfkanone in die Badewanne stelle, könnte ich das Wasser aus der Brause doch direkt durch die Kanone schicken?
Klar dauert es dann etwas länger, bis das Wasser durchgelaufen ist.
Habt ihr Erfahrungswerte, wie lange die Herstellung von Torfwasser etwa dauert? Klar, abhängig von der Menge, das kann ich mir dann selbst umrechnen.
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Alt 12.01.2020, 23:16   #9
dumdi65
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Also es ibt auch Osmoseanlagen die mehr Durchsatz haben. Das würde den Zeitfaktor senken.

Oder du benutzt Regenwasser, das ist auch weich, wenn du da ohne Probleme eine Möglichkeit hast es zu sammeln.

Nochmal zum besseren Verständnis: den pH kannst du nur dauerhaft senken mit Torf. Dazu brauchst du weiches Wasser das entweder aus einer Osmoseanlage kommt oder du benutzt Regenwasser. Das Problem ist das die KH im Wasser den pH Wert puffert damit er im neutralen Bereich bleibt, die GH hat damit im Endeffekt nichts zu tun. Durch den Torf schaffst du aber einen anderen Puffer damit der pH nicht zu sauer wird, das ist die Huminsäure die vom Torf abgegeben wird und die pH auf einen bestimmten Wert puffert. Dieser Wert ist der pH Wert vom Torf selbst, der sich aber mit jeder Charge verändern kann.

Hoffe es ist soweit verständlch.

Willst du jetzt mit diesem Wasser eine bestimmte GH oder KH einstellen, dann mußt du es entweder mit Leitungswasser verschneiden, oder du gibst ein Aufhärtesalz für GH und KH zu, und stellst dadurch deine gwünschten Werte ein. Der pH Wert wird dann zwar auch wieder ansteigen, aber auf einen Wert deutlich unter 7 bleiben.
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Alt 12.01.2020, 23:46   #10
Leomily
 
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Also brauche ich entweder Osmosewasser oder Regenwasser (an das ich leider nicht rankomme, Dachgeschoss Mietwohnung), um den pH überhaupt effektiv senken zu können? Rein mit der Torfkanone komme ich nicht weiter?
Leomily ist offline   Mit Zitat antworten
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