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#1 |
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Registriert seit: 07.11.2012
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Hallo.
Ich bin gestern über diesen Thread gestolpert, er ist sehr alt. http://www.zierfischforum.info/archi...ufhaerten.html Aber ich will mich dennoch dazu äußern. Dort schrieb ein Nutzer namens "Nieselprim" auf der ersten Seite: "Ein echter Säuresturz ist sehr selten. Hinterfrage doch mal alle, die Dir von dieser Gefahr erzaehlen, ob sie einen echten Säuresturz schon einmal hatten?!" ### Ich hatte das schon zweimal. Das zweite Mal vor zwei Tagen. Deshalb bin ich über die Google-Suche auch in diesem Thread gelandet. Die zitierte Behauptung ist in meinen Augen verharmlosend und verantwortungslos. Derselbe Nutzer schreibt weiterhin: "Und selbst den überstehen deine Fische wunderbar. Und bei KH1 ist es auch kein Drama wenn due pH-Wert auf 6,5 oder tiefer sinkt, das wäre eher normal." ### Ein pH-Wert von 6,5 ist kein Säursturz, sondern Normalwert in einem Südamerikabecken. Wenn jemand solche Verhältnisse durcheinanderbringt, sollte man vorsichtig werden mit seinen sonstigen Aussagen. Ein Säuresturz hat pH-Werte von <5 zur Folge. Bei mir waren es 4,8. Und das geht nicht spurlos vorüber. Bei mir sind nahezu alle Garnelen gestorben. Massenhaft Rückenstriche und 8 Amanos. Es war eigene Dummheit, ich habe ein neu eingerichtetes, gründlich eingefahrenes Becken (mit großem Mattenfilter) mit CO2-Vesorgung bestückt. Druckgas, Nachtabschaltung, 1 Blase/Sekunde. Beckeninhalt Netto: 280L. 1,30m lang. Also ordentliches Mittelmaß. Trotzdem ist es "gekippt". Die Schuld lag bei mir allein, ich habe mit CO2 herumgespielt obwohl mein kH-Test alle war und ich das also nicht messen konnte. Eines Morgens dann das Schlachtfeld. Möhrenrote Garnelen wie hingestreut. Einige wenige oben am Filter, an der Wasseroberfläche, die noch gelebt haben. Messung von pH und kH zweimal am Tag, drei Tage lang hätte zur Einstellung genügt, doch ich habe es versäumt. Die Pflanzen assimilierten in dem CO2-reichen Wasser wunderbar, es bläselte überall. Ein vitaler Unterwassergarten. Doch den Garnelen ist es nicht bekommen. Und wie gesagt, nur eine Blase CO2/min in einem gut bepflanzten 130cm-Becken! (130x50x50cm) Weiteres Zitat: "Dieser Säuresturz ist kein Ammenmärchen, kommt aber weitaus weniger selten vor, als es in Foren und von Verkäufern eingeredet wird." ### Ich entgegne: Zum Säuresturz kommt es offenbar ganz leicht, wenn die kH niedrig ist und CO2 eingeleitet wird und in der Einstellungsphase nicht gemessen und Akutverschiebungen mit Wasserwechseln entgegengewirkt und mit Natron eine genügend hohe kH eingestellt wird. Das erste Mal hatte ich so ein Phänomen in einem 60cm-Becken mit Bio-CO2! Das hatte keine Nachtabschaltung. Es war ein Zwischenbecken, in das ich 60 Amanos vorübergehend einsetzte, die ich sehr preiswert (80Cent/Tier) bei Ebay-Kleinanzeigen gekauft hatte. 24 davon sind verreckt. Lagen am nächsten Morgen als roter Kadaverhaufen herum. Meine Schuld, ganz klar, aber "weiches Wasser + CO2" ist eine definitiv gefährliche Sache, die man nicht verharmlosen sollte! Damals habe ich gemessen und gerechnet und kam auf einen CO2-Wert von 70mg/l!! :-o Da legen sich die Garnelen einfach auf die Seite. Den paar Welsen die mit im Becken waren hat das übrgens nicht viel ausgemacht. Die haben "nur" schnell geatmet. Stress war es für die natürlich auch. Aber die haben es schadlos überstanden. Und nun passierte mir dasselbe ein zweites Mal in einem viel größeren Becken, mit WENIGER CO2. Ich könnte mich sowas von in den A... beißen! Aber das war jetzt genug Lehrgeld. Nochmal passiert mir sowas nicht! Möglich, dass es bei mir nur im 2. Fall ein wirklicher "Säuresturz" war und im ersten Fall eine CO2-Vergiftung. Aber letztlich ist das kein großer Unterschied ob die Fische oder Garnelen wegen Kiemenverätzung oder enzymatischer Verschiebung sterben oder weil sie das eigene Kohlenstoffdioxid wegen zu hoher CO2-Konzentration im Wasser nicht abatmen können. Also wenn ihr mit sauerem Weichwasser (Amazonas-Aquaristik) experimentiert, nehmt das Risiko eines Säuresturzes ernst! Messt mehrmals am Tag und reagiert auf Verschiebungen! Und habt immer etwas Natron und eine Feinwaage zuhause! Faustregel: 3g Natriumhydrogencarbonat auf 100 Liter Wasser, erhöhen die KH um 1°. Viele Grüße! Geändert von Maschinenkanone (07.11.2012 um 18:01 Uhr) |
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#2 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hallo,
Deine beiden CO2 Vergiftungen untermauern doch nur: das Risiko eines Säuresturzes ist zu vernachlässigen, solange überhaupt noch nachweisbare KH im Becken ist und man es mit der CO2-Versorgung nicht übertreibt. Weder Natron noch Feinwaage sind notwendig in der Weichwasseraquaristik. LG Heiko |
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Registriert seit: 07.11.2012
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Hallo Heiko.
Widersprechen sich deine beiden Aussagen nicht? Wenn die kH gegen Null absackt (z.B. wegen eingeleitetem CO2) und dann "aufgelöst" ist, kann sie auch das im Wasser gelöste CO2 nicht mehr binden und der pH rutscht ab. Ein Wasserwechsel wäre eine Lösung oder ein paar Gramm NaHCO3. Beides bringt Härtebildner ins Wasser und stabilisiert das Milleu. |
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#4 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Moin,
1. CO2 kann niemals die KH absacken lassen, die lösen sich völlig unabhängig voneinander im Wasser 2. CO2 alleine verursacht keinen dramatischen Säuresturz oder pH Wert Gruß Knut |
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#5 |
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Registriert seit: 07.11.2012
Beiträge: 8
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Zu 1.: Ok, da bin ich wasserchemisch nicht so fit.
zu 2.: Definitiv senkt CO2 den pH-Wert. Natürlich erst in entsprechenden Größenordnungen, aber H2O+CO2 -> H2CO3. In wie weit das jetzt auf die aquaristisch relevanten Mengen CO2 zutrifft kann ich wiederum nicht sagen. Ich hätte Lust, das mal in einer Waschflasche zu simulieren und zu messen. |
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#6 | |
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Gast
Beiträge: n/a
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Moin,
jepp, verdoppelt man den CO2 Gehalt, so sinkt der pH um 0,3 Einheiten Zitat:
Gruß Knut |
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#7 | ||
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Gast
Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat:
LG |
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#8 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hi,
habe gerade mal gemessen: KH 0,5 pH 5,8-5,9 CO2 Dauertest steht bei einem Hellgrün. Ich wüsst nun wirklich nicht was bei Weichwasser und CO2 dramatisch sein sollte. Das Becken in der Konstellation läuft so schon seit Jahren und da gabs nie Probleme. Gruß |
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#9 |
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Registriert seit: 07.11.2012
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Erstmal danke an alle bis hierhin!
@ Heikow: "Die Reaktion von CO2 mit Wasser zu Kohlensäure liegt bei weit unter einem Prozent des eingewaschenen Kohlendioxyds. Das ist zu vernachlässigen." ### Was passiert mit dem Rest? Liegt der als "frei verfügbares CO2" im Wasser vor, oder wie muss ich mir das vorstellen? Also 99% des eingewaschenen CO2 dissoziieren nicht? . . . @ zuheissgebadet: "KH 0,5 pH 5,8-5,9" ### Was hältst du denn in dem Becken? Auch Garnelen? . . . Und eine Frage an Alle: Habt ihr eine Erklärung für mein "Unglück"? Oder braucht ihr noch Werte zu einer Mutmaßung? Die Werte vom Zeitpunkt des Unglückes die ich kenne schreibe ich hier mal hin: 280L Netto T: 24°C Mattenfilter über Eck pH: 6,0 kH: konnte ich nicht messen, ist im Leitungswasser aber konstant bei 4°! Und die wurde NICHT künstlich gesenkt! GH: konnte ich auch nicht messen, die ist aber im Leitungswasser konstant zw. 13 und 16. CO2 eingeleitet: 1 Blase/sek über Flipper Becken gut bepflanzt, Pflanzen gesund und wachsend. pH ist aktuell (seit heute Mittag nach 25% WW und "Becken offen" und "bewegter Wasseroberfläche mittels Zusatzpumpe" und "CO2 aus") stabil bei 6,5. Die verbleibenden Garnelen hängen trotzdem noch durch. Bewegen sich kaum. Wie kommt es eigentlich, dass in meinem AQ der pH auf 6,0 sinkt, wenn das nicht das CO2 war? Geändert von Maschinenkanone (07.11.2012 um 20:03 Uhr) |
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#10 |
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Gast
Beiträge: n/a
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hi,
nein keine garnelen. ich ziehe da apistogramme macmasteri drin. ist nen 500 Liter aq. Gruß |
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| Stichworte |
| co2, säuresturz, weichwasser |
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