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Alt 17.01.2015, 11:02   #1
Activia_14
 
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Standard Nitrit zu hoch - sinnvolle und rasche Hilfe?

Hallo zusammen,

wir sind "Neulinge" in Sachen Aquarium, haben uns vor der Anschaffung eingelesen und das Aquarium nach dem Kauf (Mitte September 2014) erstmal einige Wochen eingefahren, ehe die ersten Fische eingezogen sind (Ende Oktober 2014). Die Wasserwerte waren immer ok, keine Auffälligkeiten. In den letzten 3 Wochen traten vermehrt Schnecken im Aquarium auf (inzwischen wieder wesentlich weniger). Innerhalb weniger Tage sind nun 3 Silbermollys verendet. Es gab keine Hinweise auf irgendwelche Krankheiten, sie hatten auch noch gefressen. Wir testen unser Wasser normalerweise mit Streifentests und hatten nun am Dienstag eine Wasserprobe mit in die Zoohandlung, damit wir dort einmal Vergleichswerte erhalten. Die Angestellte ließ sofort alle Alarmglocken schrillen und meinte "Oh mein Gott, das Nitrit ist ja irre hoch. Da muss sofort was passieren". Ihre Tipps (sie sei selbst Aquarianerin seit über 10 Jahren):

- Bio Nitrivec in Wasser (2 Meßkappen täglich ins Wasser, das Ganze über 10 Tage)
- 3 Tage lang die Fische nicht füttern, auch wenn sie Futter fordern würden (die schaffen das schon)
- in den 10 Tagen der Behandlung KEINEN Wasserwechsel durchführen
- Umstieg von Teststreifen auf einen Tröpfchentest (war allerdings nicht mehr vorrätig und kommt erst Anfang der Woche wieder)

Nach Gabe von Bio Nitrivec ging es mehr bergab. Das Nitrit stieg noch höher (lt. Teststreifen bei 5) und den Fischen ging es immer schlechter.
Daraufhin bin ich im Internet auf dieses Forum gestoßen und habe mich ein wenig eingelesen (ganz werde ich dies aufgrund der vielen Dinge hier sowieso nie schaffen ).

Zum Aquarium:

54l-Aquarium (Te**a, Easy Crystal Filter Box 300)
3 Goldmollys (2x weiblich, 1x männlich), 1 Goldmolly-Nachwuchs (ca. 3 Wochen)
4 Fadenfische
1 Panzerwels
1 Antennenwels (wurde uns vom Zoohandel verkauft, lt. einem Kollegen von uns sei dieser Wels aber eigentlich zu groß für unser "kleines Becken" )

Wir füttern 2x am Tag - Futter ist immer innerhalb von 30-45 Sekunden aufgefressen. Für die Welse haben wir zusätzliches Futter (1x täglich)

Bisherige Wasserwerte (vor dem Nitrit-Anstieg)
NO³ 0
NO² 0
GH 8°d (einmal auch zwischen 8 und 16)
KH 6 - 10 °d
pH 7,2 - 7,6
Cl 0

AKTUELL
Ich habe nun über 2 Tage lang tägliche Wasserwechsel (50%) durchgeführt und die Fische fühlen sich anscheinend besser. Die Atmung ist wesentlich ruhiger geworden, sie schwimmen nicht mehr so aufgeregt im Aquarium rum. Fressen tun alle normal, sie warten wie jeden Tag zur gleichen Zeit auf ihr Futter. Auch der kleine Goldmolly macht seine Sache echt klasse.

Gibt es Zeitangaben, wie lange man diese täglichen Wasserwechsel durchführt, bis das Nitrit sinkt? Unsere Teststreifen (T****a 6 in 1) zeigen den Nitritwert im untersten Bereich mit 0 bzw. dann erst wieder mit 1,0 (!) an Bin heute morgen schon durch die Gegend gefahren, um einen anderen Test zu bekommen, aber im direkten Umkreis war nichts zu bekommen.

Ich hoffe, ich habe alle nötigen Infos erfasst.

Bin für jeden Tipp dankbar. Man kann sich theoretisch viel aneignen und sich einlesen, aber die besten Informationen bekommt man immer noch von erfahrenen Mitmenschen! Danke im Voraus!
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Alt 17.01.2015, 11:14   #2
martin007
 
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Zitat:
Zitat von Activia_14 Beitrag anzeigen

- Bio Nitrivec in Wasser (2 Meßkappen täglich ins Wasser, das Ganze über 10 Tage)
- 3 Tage lang die Fische nicht füttern, auch wenn sie Futter fordern würden (die schaffen das schon)
- in den 10 Tagen der Behandlung KEINEN Wasserwechsel durchführen
Geschäftlich tolle Beratung: Nitrivec verkauft und bald wieder neue Fische. Wenn du sie wieder siehst sag ihr ein paar nette Worte.

Du hast eh schon selbst gemerkt das Wasserwechsel hier mehr bringt als alle unnötigen Zusätze. Du kannst ruhig auch 70-80% wechseln.
Wie lange du weiter wechselst siehst am besten an den Fischen, du kennst ja jetzt das Verhalten wenn es aus dem Ruder läuft.

Der Besatz ist auch nicht gerade der beste.

Geändert von martin007 (17.01.2015 um 11:18 Uhr)
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Alt 17.01.2015, 11:15   #3
Tina Planlos
 
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Hallo,

zu der Frau, die seit 10 Jahren eigene Aquarien besitzt, sag ich jetzt mal nichts. Mach nochmal einen Wasserwechsel, am besten gleich 80-90%, so viel, wie halt geht. Einen Zeitplan zum Wasserwechsel gibt es so an sich nicht, ich würde einfach schauen, wie es den Fischen geht, minimal aber ein Mal pro Woche 80% Wasser wechseln. Es sei denn natürlich, die Fische schnappen wieder nach Luft, dann sofort einen Wasserwechsel.

Standard ist bei mir 1-2 Mal pro Woche 80%, je nach Größe des Beckens (je kleiner, umso häufiger) und nach Besatz (je mehr Besatz, umso häufiger). Ist ja aber bei so kleinen Becken auch schnell getan.

Zum Besatz:

Für die Mollys liest du mal bitte hier: http://www.zierfischforum.info/fisch...gsbericht.html

Über einen Antennenwels im 54er lässt es sich vortrefflich streiten. Ich würde es nicht machen. Hast du ihm eine Wurzel reingepackt? Die braucht er für die Verdauung.

Welche Fadenfische hast du?

Welche Panzerwels-Art? Panzerwelse sind grundsätzlich Gruppentiere, also mindestens ab 6 Exemplaren halten, was ICH aber immer noch zu wenig finde, ich wäre für 10+, kommt aber halt auch auf die Art drauf an.

LG, Tina
Tina Planlos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2015, 11:24   #4
Öhrchen
 
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Hi,
zur effektivsten Maßnahme, großer Wasserwechsel, wurde ja schon was gesagt. Es ist wirklich das absolut Sinnvollste, was du machen kannst bei hohen Nitrit (und bei vielen anderen Dingen auch).

Die Frage ist aber, warum auf einmal Nitrit anfällt! Da funktioniert etwas im Abbau bzw Umbau von Nitrit zu Nitrat nicht. Das kann sein, weil die Filterung im Aquarium einfach überfordert ist mit der Menge der Stoffe, die abzubauen sind. Die Anzahl der Fische ist jetzt nicht so extrem hoch (wobei zB so ein Antennenwels schon verdammt viel Dreck macht, aber der wird noch nicht ausgewachsen sein?). Aber wie sieht es mit Wasserwechseln normalerweise aus? Und mit der Fütterung? Steigende Schneckenzahl spricht für ein übergutes Nahrungsangebot...
Am besten füllst du diesen Fragebogen einmal aus (mit Copy&Paste einfügen), zumindest den Teil, der sich nicht direkt auf Krankheiten der Fische bezieht.

- Genaue Beschreibung des Problems (am besten mit nem Foto)
- Beckengröße
- Besatz
- Wasserwerte
- wie oft und wie viel Wasser wird gewechselt
- welche Symptome zeigt der Fisch
- sind andere Tiere auch betroffen
- gab es evtl. vor kurzem ähnliche Probleme, bzw. andere Krankheiten, Todesfälle, etc
- wurde evtl schon mit Medikamenten behandelt, wenn ja, mit was und wie lange
- welchen Erfolg brachte die Behandlung (falls bereits eine erolgt ist)
- wurden in letzter Zeit neue Fische eingesetzt, wenn ja, sind die neuen Fische oder der Altbestand betroffen
- wurde sonst etwas gravierendes am Becken, bzw. der Technik verändert (zb Filter getauscht, Bodengrund gewechselt, neuer Dünger oder andere "chemische" Mittelchen (zb um Wasserwerte zu verändern) verwendet, etc.)
Öhrchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2015, 11:25   #5
martin007
 
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Zitat:
Zitat von Tina Planlos Beitrag anzeigen

Welche Fadenfische hast du?

Welche Panzerwels-Art?
To: um zu vermeiden das solche Fragen überhaupt gestellt werden müssen wäre gut den wissenschaftlichen Namen der Arten zu nennen.
martin007 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2015, 18:32   #6
Dumdidum
 
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Standard

Ich bin zwar noch neu im SW, aber bei den Ratschlägen zu 195% WW frage ich mich immer folgendes:
Wie sollen sich Nitrit abbauende Bakterien ansiedeln, wenn man ihnen das Essen wegnimmt?

Wenn zuviel Nitrit im Wasser ist, ist ein WW natürlich sinnvoll. Aber ich würde lieber jeden Tag nur 50% machen, statt sofort 90% und das auch noch mehrmals.
Eventuell Bakterien hinzugeben als Hilfe, z.B. MicrobeLift NiteOut II.

Das ist wie der Ratschlag in den üblichen Büchern:
Füllen sie das Becken und warten sie 3 Wochen. Was soll in den 3 Wochen passieren?
Auch Bakterien können verhungern.
Dumdidum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2015, 19:00   #7
Mii
 
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Standard

Hallo Björn,

klar nimmt man den Bakterien das Essen weg. Allerdings gilt es bei einer Nitrit-Vergiftung als erstes für das Wohl der Fische zu sorgen. Und da ist in diesem Fall "Mehr = Besser".

Und ein 90% Wasserwechsel lässt noch lange nicht alle Bakterien verhungern. Dazu kommt noch, dass die Fische weiter ausscheiden und vorhandene Stoffwechselprodukte in den verschiedenen Abbaustadien noch im Becken vorhanden sind (im Gegensatz zu einem ganz frischen Becken ohne Fische).
Mii ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2015, 19:47   #8
Dumdidum
 
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Hängt wohl auch davon ab, wieviel Nitrit man misst.
Wenn ich plötzlich von 0,5mg/l überrascht werden würde und die Tiere schon hechelnd in der Ecke liegen, würde ich auch 90% machen.
Besser ist es natürlich, schon viel früher zu reagieren.
Bei 0,1mg/l reicht auch täglich 50%, kurzzeitig 0,05mg/l ist nicht ganz so tragisch.
Dumdidum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2015, 20:51   #9
JoeBorg
 
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Standard

Moin Activia,

Zitat:
Zitat von Activia_14 Beitrag anzeigen
Die Wasserwerte waren immer ok, keine Auffälligkeiten. In den letzten 3 Wochen traten vermehrt Schnecken im Aquarium auf (inzwischen wieder wesentlich weniger).
Das mit den Schnecken ist so ein grober "Bio-Indikator", dass da tatsächich zu viel Nahrung für diese vorhanden ist. Also entweder wird, im Verhältnis zu dem, was das Becken verarbeiten kann, zu viel gefüttert und/oder zu viele Abbauprodukte aus der Verdauung und aus dem Pflanzenabfall noch nicht abgearbeitet.
Dieses Überschuß führt letztendlich dann auch zu dem Nitritproblem.

Zitat:
Zitat von Activia_14 Beitrag anzeigen
...
3 Goldmollys (2x weiblich, 1x männlich), 1 Goldmolly-Nachwuchs (ca. 3 Wochen)
4 Fadenfische
1 Panzerwels
1 Antennenwels (wurde uns vom Zoohandel verkauft, lt. einem Kollegen von uns sei dieser Wels aber eigentlich zu groß für unser "kleines Becken")
Der Antennenwels (ancistrius XXX - was für einer ist das, und wie groß ist der im Moment?) dürfte einen großen Teil Deines Problems produzieren. Auch bei 4 Fadenfische: welcher?- wenn ich das mal mit der Glaskgel beurteile, dürften das trotzdem theoretisch auch das eher 2 zuviel sein.
Der Panzerwels als einzelnes Tier gehört raus, oder nach dem entfernen der anderen ggf. aufgestockt. Interessant wäre jedoch auch hier, welche Art.
Denn: der macht am ehesten Deinen Schnecken Konkurrenz
Ich wiederhole mal die Bitte von oben: liste doch mal bitte die lateinischen Namen mit auf.

Warum hat es wohl bislang funktioniert (kann man das "hat funktioniert" mit 3 Monaten überhaupt behaupten?)?- Wahrscheinlich sind die Fische nach und nach eingezogen. Inzwischen hat sich einfach genug Futter plus Abfallprodukt angesammelt, dass der Abbau nicht hinterher kommt. Sicher wird sich der Bakterienhaushalt anpassen - aber an dem Mehr an Schnecken kannst Du erkennen, dass das Bio-Klima nicht OK ist.

Kannst Du auch ein Bild von Deinem Becken posten? Nach 3 Monaten dürftest Du zwar so oder so keine besondere Algenmenge o.ä. haben, aber es ist denkbar, dass Du zumindest von Zeit zu Zeit in viel größeren Abständen nicht füttern brauchst (sobald Du den Besatz angepasst hast).Was Du schreibst, würde sich ggf. auch an grünen Algen vergnügen, wenn es Hunger hat, die Mollys tendentiell sogar bei Hunger an kleineren Schnecken. Ich selbst reise viel und kann in einem etwas länger laufenden (keineswegs "dreckigen") 50er Becken auch schonmal 3 Wochen nicht füttern, ohne dass es zu Ausfällen kommt. Und dies über Monate hinweg mit diesem Takt.

Die Verkäuferin hat übrigens gemacht, wozu sie da ist: sie hat Dir Produkte verkauft. Das ist, solange sie im Laden steht, vermutlich das einzige, was sie kann. Das ist OK, dafür ist sie dort. Ob das für Deine Tiere gut ist, hast Du ja gesehen. Es ist gut, dass du Dich für Deine Tiere interessierst und Dir woanders eine zweite Meinung einholst.

Viele Grüße,
Joe
JoeBorg ist offline   Mit Zitat antworten
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