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Alt 03.12.2017, 19:25   #11
Bifi
 
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Hi,

bei meinem alten 126l-Becken war es auch so - am Ende war alles voller TDS und nur noch vereinzelt kamen PHS und Blasenschnecken vor, Asolene spixi sind völlig ausgestorben trotz ständiger Gemüsefütterung (schon wegen der Welse).

Das Weichwasserargument kann ich bei mir ausschließen - ich habe hartes Wasser. Der Fischbestand vergreift sich ebenfalls nicht an Schnecken.

Vor ein paar Wochen habe ich das 126l-Becken gegen ein 240l-Becken getauscht und nur wenige TDS mitgenommen - mal schauen, wie sich hier die Schneckenpopulation entwickelt.

Danke: (1)
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Alt 03.12.2017, 22:51   #12
Snausen
 
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Hallo,

in meinen Becken leben viele Turmdeckelschnecken und Posthornschnecken. Von den vor ein paar Jahren reichlich vorhandenen Blasenschnecken und Tellerschneckchen sind jetzt nur noch welche im Garnelenbecken zu finden. In den anderen Becken sehe ich davon keine mehr.

Ciao, Susanne
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Alt 03.12.2017, 22:53   #13
Algerich
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Hallo,

ds Phänomen kann ich bestätigen: ich habe in meinen Becken anfangs eine Vielzahl von Schnecken, die ich weitgehend sich selbst überlasse.

Das Ergebnis ist als erstes ein Verschwinden der Blasenschnecken, sodann werden die Posthornschnecken weniger und schließlich entschwinden innerhalb der Turmdeckelschnecken zuerst die schwarzen, dann die "normalen" indischen Turmdeckelschnecken und schließlich bleiben die "Nöppies", auch wenn auch die nicht richtig groß werden.

Ich glaube, dass die Erklärung von Kollegen Schneckinger mit dem Stichwort "Kalk" zutreffend ist: die Art, die sich am produktivsten vermehrt, beziehungsweise am schnellsten wächst entzieht den notwendigen Kalk für die anderen Arten und Tiere.

Gruß!

Algerich
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Alt 03.12.2017, 23:05   #14
Otocinclus2
 
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Zitat:
Zitat von Algerich Beitrag anzeigen
Ich glaube, dass die Erklärung von Kollegen Schneckinger mit dem Stichwort "Kalk" zutreffend ist: die Art, die sich am produktivsten vermehrt, beziehungsweise am schnellsten wächst entzieht den notwendigen Kalk für die anderen Arten und Tiere.
Dann würde sich als "Therapieversuch" ja mal empfehlen, dem betreffenden Becken zusätzlich Kalk zuzuführen - sei es in Form von Sepia-Schulpen (wie sie für Vögel im Zoohandel angeboten werden) oder in anderer, vor allem auch besser wasserlöslicher Form.

Dann würde sich ja auch zeigen, ob Laichfraß unter verschiedenen Schneckenarten ein Problem ist.


Gruß
Otocinclus2
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Alt 04.12.2017, 10:36   #15
Schneewitchen
 
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Zitat:
Zitat von Otocinclus2 Beitrag anzeigen
Dann würde sich als "Therapieversuch" ja mal empfehlen, dem betreffenden Becken zusätzlich Kalk zuzuführen - sei es in Form von Sepia-Schulpen (wie sie für Vögel im Zoohandel angeboten werden) oder in anderer, vor allem auch besser wasserlöslicher Form.

Dann würde sich ja auch zeigen, ob Laichfraß unter verschiedenen Schneckenarten ein Problem ist.


Gruß
Otocinclus2
Hi!

Hatte ich auch schonmal dran gedacht, da bei mir alle Schnecken Gehäuseschäden haben, habe sehr weiches Wasser hier.
Allerdings habe ich mir ja dem Wasser entsprechende Fische zugelegt, weiß nicht ob die jetzt ne Portion Kalk so toll finden würden - und die Fische sind mir doch wichtiger als die Schnecken
Schneewitchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2017, 11:02   #16
Susanne2015
 
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Hi zusammen,

Da muss ich mal "hinterherholpern"....bei mir ist es dasselbe. Hatte mal soviele schöne rote PHS, und nun seh ich fast keine mehr, nur ganz vereinzelt und leider sehen die auch nicht schön aus. Haben so bräunlich-grau aussehende Gehäuse. Auch bei mir boomen die TDS. Ich habe auch weiches Wasser. Blasenschnecken hatte ich noch nie, dazu kann ich nichts sagen.
Susanne2015 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2017, 15:37   #17
Sonnentänzerin
 
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Hallo

Ich wage sogar zu behaupten, dass die "üblichen" Turmdeckelschnecken im Kies andere Schnecken nicht nur wegen Nahrungskonkurrenz und Laichraub, sondern sogar DIREKT ausrotten.

Bei mir leben die Tiere nur in einem Becken, dem Größten, mit den 15 Fächergarnelen.
Da diese Tiere große Futtermengen benötigen, werden sie bei mir nicht nur über Strömung zugefüttert, sondern zusätzlich auch auf dem Boden.

Mit großen Mengen abgesunkenem Frostfutter, tierisch und vegetarisch,
Futtertabletten und Futterflocken, usw

Ich füttere in einer Linie ganz vorne an der Scheibe zu.
Und halte genau in dieser vorderen Reihe den Kies niedrig und sauber.

Deshalb kann ich das Ganze recht gut beobachten.
Nach so einer Fütterung räumen die Massen an Turmdeckelschnecken dann auf, dafür habe ich sie eingesetzt.

Aber auch meine anderen Schnecken halten sich dann natürlich gerne vorne auf.
Gibt es sehr viel Futter, wie bei mir, ist alles unauffällig.

Nach einer längeren Pause ohne Zufütterung, z.B Krankenhausaufenthalt und aus Vorsicht nur dezente Fütterung konnte ich beobachten, dass VIELE hungrige Turmdeckelschnecken sogar Schnecken mit Deckel töten können.
Sie verhindern das Schließen, sie können sehr junge Tylomlania zum Verhungern bringen, indem sie diese ständig bedrängen, sodass die Gelben nicht heraus können.
Immer nur in Kombination längerer Futterpausen.

Deshalb nehme ich neugeborene Tylomelania heraus und ziehe sie woanders groß, auch wegen meiner Mollys.

Ebenfalls wegen meiner Mollys leben alle Apfelschnecken woanders, da diese Fische sich nicht nett zu den Schnecken verhalten.
Aber auch, weil selbst große Apfelschnecken von MASSEN kleiner Turmdeckelschnecken aktiv gefährdet sein können.

Wie gesagt, habe ich wirklich viele kleine Turmdeckelschnecken, und nebenbei im selben Becken nur noch große Tylomelanias.
Und extrem wenig Posthornschnecken.

Kalkkonkurrenz scheidet bei mir übrigens aus, da ich mein mittelhartes, leider auch noch durch eine Hausenthärtungsanlage fließendes Wasser aktiv mit Aufhärtesalz hochkalke.
Und das auch ständig per Leitfähigkeitsdauermessung im Auge habe.

Gruß PS

Geändert von Sonnentänzerin (08.12.2017 um 15:40 Uhr)
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Alt 11.12.2017, 13:38   #18
momo0
 
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Das ist ein interessanter Ansatz, dass andere Schnecken wirklich von den TDS getötet werden können ist mir neu bzw. wusste ich nicht.

Man lernt gerne was Neues dazu.
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Alt 12.12.2017, 10:48   #19
radlhans
 
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Hallo auch von mir an dieser Stelle!

Dieses Thema ist interessant und die bisherigen Vermutungen hören sich für mich plausibel an.

Bei meinem „großen“ Becken (dem 125er) habe ich auch das beobachten müssen, was ihr auch gesehen habt: anfangs gab’s Blasen und Turmdeckelschnecken, mittlerweile nur noch (haufenweise) TDS. Das Wasser ist mittelhart und das Becken mit Fischen besetzt, die sich nicht an den Schnecken vergreifen.
So weit, so gut (oder auch nicht)!


Jetzt mein kleines Becken (25er), welches diesen Trend nicht bestätigt:
Dort hatte ich mir mal PHS eingeschleppt. Mittlerweile haben die sich sehr gut vermehrt. Außerdem sind hier nur noch einige TDS drin, die nicht sehr groß werden. Das Wasser ist dem im 125er-Becken sehr ähnlich. Unterschied: hier im kleinen Becken füttere ich nur sehr, sehr wenig – manchmal nur 1x oder 2x die Woche ganz wenig.
Hier sind also die PHS in der Überzahl! Und das schon mehr oder weniger stabil über mehrere Wochen/Monate!
Das widerspricht also den Thesen bezüglich Kalk-Konkurrenz (Schneckinger) und Nahrungskonkurrenz (Sonne). Ist aber nur bei diesem einen Becken zu beobachten und evtl. nur ein Einzelfall. Müsste man nochmal alles überdenken und weitere, mögliche Faktoren betrachten, warum’s hier so ist.


Grüße,
Gerd


Nachtrag (ist mir gerade noch ein- bzw. aufgefallen):
im 125er schwächeln meine Pflanzen gerade etwas. Fe-Dünger gebe ich eigentlich genügend dazu, trotzdem sieht'S mir aus, als ob die Pflanzen immer noch Fe-Mangel anzeigen (u.a. gelblich und Nekrosen). Parallel dazu haben die vielen TDS teils sehr schwache und angegriffene Gehäuse - zu wenig Kalk im Becken? Ein Stützen der These Kalkmangel/Gehäuse??
Werde hier mal zusätzlich Kalk zudüngen (aus Pottasche selbst hergestellt) und schauen, was passiert.
Btw: kann zuviel Kalk schaden? Es gibt zwar - glaube ich - mittlerweile Kalk-Tests, aber das ist mir zu aufwendig...

Geändert von radlhans (12.12.2017 um 10:57 Uhr)
radlhans ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 12.12.2017, 11:01   #20
Sonnentänzerin
 
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Hallo

Idee:

Gerd
In Deinem kleinen 25 Liter Becken, befinden sich da vielleicht Pflanzen, von deren Reste vor allem größere Posthornschnecken profitieren,
Turmdeckelschnecken aber eher wenig anfangen können?

Z.B Echinodorus, gelb werdende Blätter könnten von der Radula der Posthornschnecken zuerst geknackt werden, sodass diese gegenüber der Turmdeckelschnecken einen Nahrungsvorteil hätten

Kalkkonkurrenz:
habe ich in meinem 12 Liter Becken ebenfalls beobachtet.
Das wird bewohnt von neu geborenen Tylomelania zur Anzucht,
wenigen Red Fire und ziemlich vielen leeren, kalkarmen Miniposthornschneckenhäusern.
(nachdem ich einmalig nach Hand-OP alle Wasserwechsel geplant erst nach 5 Wochen machen konnte)
Gebe ich bei Schwierigkeiten, in einem gewissen Zeitraum wöchentlich Wasserwechsel einhalten zu können, aber zwischendurch einfach Kalk ins Becken, reicht es für alle.

Momo
ich habe im 300er MASSEN an Turmdeckelschnecken.
Sie sind dort sehr wertvoll, denn die Massen entstehen ja gerade dadurch, dass in dieses Becken sehr viel Futter gegeben wird.

Nur deshalb sind dann andere Schnecken manchmal in Gefahr, weil sie sozusagen von einer Lawine an Turmdeckelschnecken begraben werden können, und dort nicht mehr herauskommen, wenn sie entweder
sehr klein sind, oder auf Luftzufuhr von oben angewiesen sind.

Ansonsten sind die kleinen Turmdeckelschnecken wirklich keine Killer

Gruß Sonne
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