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Alt 26.01.2018, 18:55   #11
Sonnentänzerin
 
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Hi Jessy

grübelst Du immer noch darüber? Du bist ja ausdauernd.
Also gut, spinnen wir mal weiter.

Hast Du denn andere Fische in diesen kleineren Becken als Deine Freundin?
Fische zuppeln ja auch gerne an den ganz kleinen Posthornschnecken.

Euer Leitungswasser Süd gilt als hart, Karbonathärte von ca 14
Gesamthärte natürlich darüber

Zitat:
Ich weiß nicht, in wie fern unsere Enthärtungsanlage die Werte beeinflusst....
Die meisten Anlagen sind Ionentauscher.
Sie tauschen von der Gesamthärte Calcium und Magnesium und spucken dafür Natriumionen ins Wasser.

Die Karbonathärte dagegen soll so einen Mindestwert nicht unterschreiten.
Oft 8.

8 hast Du also bei Deiner Messung.

Dann geht die Karbonathärte langsam runter.

Karbonathärte ist ein Säurebinder.
Wenn sie bindet, wird sie weniger.

Im Aquarium wird ständig Säure gebildet.
Wodurch?
Durch Deine Nitrifikation.

Also aus den Proteinen im Fischfutter wird Harnstoff, dann zu Ammonium bzw Ammoniak.
Ammoniakanteil ist ja pH abhängig.
Du hast leicht über 7 pH, also gibt es auch Ammoniak

Dann sind wir in der Kette irgendwann beim Nitrit

Und dann beim Nitrat.
Nitrate sind Salze der Salpetersäure.

Karbonathärte hat ja etwas mit Säurebindungsvermögen zu tun.
Also verbraucht sie sich bei zu vielen Ausscheidern im Becken.

Kleines Becken, viele Schnecken?
Viele Ausscheidungen, wenig Wassermenge
= leicht fallender Karbonathärte

Es kommt sicher noch mit darauf an, wieviel SCHNELLwachsende Pflanzen Nitrat verbrauchen, und geschnitten werden und aus dem Aquarium entfernt werden.

Und man könnte weiterspinnen und fragen, ob es alte, unangetastete TIEFE Kiesbereiche gibt, in denen teilweise wieder das Gegenteil stattfinden kann, also Nitratrückverwandlung zu Teilen Nitrit.

Nimmst Du Erlenzäpfchen oder viel Laub?
Kann ebenfalls leicht die KH senken.
Eine neuere Wurzel?
Etwas, das Säure abgibt.

Fazit:
Das kleine Becken scheint etwas überbesetzt.
Vielleicht zu viele Schnecken.

Noch ein Zeichen:
Zu viele Schnecken saugen "Kalk" aus dem Wasser.
KH sinkt.

Kein großes Drama. PH Wert sinkt dann allerdings auch. Für Schneckenhäuser vielleicht mit ein Problem.

Lösung:

Bei kleinen Becken einfach öfter Wasserwechsel und fertig.

Bei Schneckensterben:
Entscheiden, ob Du die Anzahl der Turmdeckelschnecken senkst, zugunsten ein paar Posthörner mit dafür intakten Gehäusen.

Weiterer Versuch:
Neben MEHR Wasserwechseln jedes Mal eine kleine Prise normales Aufhärtesalz mit ins Becken. Und alles gut.
Kann ein ganz normales sein, ich nehme da auch keine Rücksicht, ob noch mehr KH da ist wegen unserer Wasserenthärtungsanlage.

Ich halte sogar 40 Tylomelania in insgesamt 24 Liter Wasser, verteilt auf zwei Becken.
Ohne Ausfälle und mit besten Gehäusen.

Ich wechsel einfach nach Fütterungen viel Wasser, gebe eine Prise Aufhärtesalz dazu und fertig.

Wenn das alles nichts nutzt, dann liegt es doch mit am Manado und seiner Eisenabgabe in Verbindung mit erhöhtem Phosphateintrag durch die Enthärtungsanlage.

(oder wie bei mir auch Kupfer im Leitungswasser, ich verwende einfach einen doppelten Kohlewasserfilter direkt am Wasserhahn und habe so ein ganzes Jahr lang kupferfreies Fischwasser)

Anmerkung: ich bin auch nur eine Interessierte, vor allem für Schnecken, Wasserchemie interessiert mich inzwischen auch, aber ich bin kein Chemiemensch und hatte kein Abitur oder Studium.
Es könnten also Fehler in meinen ganzen Folgerungen sein

Die gerne aufgedeckt werden dürfen

Gruß PS

Stichwort biogene Entkalkung noch, hast Du Kalkauflagerungen auf Pflanzen?
Verwendest Du sicher eher KEIN CO2 in diesen kleineren Aquarien?
Calciumcarbonatfällung.

Danke: (1)

Geändert von Sonnentänzerin (26.01.2018 um 19:14 Uhr)
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Alt 26.01.2018, 20:04   #12
dumdi65
 
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Hallo Sonne und Jessy.

Die Harze in diesen Enthärtungsanlagen werden tatsächlich mit Salztabletten regeneriert. Während der Laufphase geben die Harze dann das aufgenommene Salz ab und nehmen diverse Härtebildner aus dem Wasser. Während der Regeneration ist dieser Prozess dann umgekehrt. Meiner praktischen Erfahrung nach, von der Arbeit, ist dieses Wasser dann wirklich nur noch bedingt für Aquarien geeignet.

Ich persönlich finde das es besser wäre, das Wasser anschließend lieber noch durch einen Vollentsalzer laufen zu lassen, um es dann mit dem richtigen Aufsalzer auf die gewünschten Werte zu bringen. Das ist aber nur meine Meinung.

Gruß Balu
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Alt 26.01.2018, 21:39   #13
PulcherLilly
 
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Hi Sonne,
Danke für deine Geduld ich bin da ziemlich neugierig, mich beschäftigen Dinge immer so lange, bis ich eine sinnvolle Lösung habe. Sowas kann dann manchmal dauern :-D

Ich habe den gleichen Besatz drin, wie meine Freundin: Kampffisch, PHs, TDS und Garnelen.
Der Boden, sowie die Menge der Pflanzen ist gleich. Bis vor kurzem hatte ich 50% der Pflanzenmasse aus Hornkraut bestehend. Das habe ich durch vierblättrigen Wasserstern ersetzt.
Der einzige Unterschied ist das Wasser aus der Leitung.

Mein Plan jetzt als Fazit:

2 mal die Woche circa 50% Wasser wechseln. viele TDS absammeln, sodass sich die Menge dieser reduziert.
Wasser kann ich vor der Anlage zapfen, sodass ich das Wasser unbehandelt verwenden kann..... Macht das Sinn? Ich habe bedenken, dass das negative Auswirkungen haben kann, was Algen betrifft, wenn sich jetzt die Wasserparameter so verändern.
Das ist im Moment so schön am wachsen und ziemlich Algen frei. Das würde mich wahnsinnig machen, wenn das Becken zu algt.....Aber Aufhärtesalz hätte ja den gleichen Effekt, als wenn ich Wasser vor der Anlage abnehme, oder?

Circa 4 Erlenzapfen sind seit Monaten drin, Laub nur alle paar Wochen mal für die Garnelen. Ich fütter alle paar Tage 1-2 Kürbis Chips für die Garnelen.
Die Wurzeln in dem Becken sind alle älter.


Was die biogene Entkalkung angeht, das habe ich gar nicht. Keine Ablagerungen auf den Pflanzen.

LG Jessy
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Alt 26.01.2018, 22:42   #14
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Hallo Balu

Ich hatte das Pech in der letzten Wohnung, Wasserenthärtungsanlage im Wasserwerk.
Und freute mich auf den Umzug, aber zack: Enthärtungsanlage im Haus, nichts abzapfbar vor der Anlage.
Tja.
Aber ich muss sagen, ich komme gut zurecht.
Ist Natrium im Wasser dadurch, und von mir aus eben auch Phosphat.
Aber Pflanzenpracht habe ich trotzdem.

Vollentsalzungsanlage möchte ich persönlich nicht, da ist für mich die Grenze erreicht.
Dafür halte ich einfach nur Tiere, die keine Probleme mit meinem komischen Wasser haben.
Roter Neon und andere Weichwasserfische wären da sicher nichts, da dieses Wasser ja nicht weich ist im Sinne eines Fisches.
Nur Calcium- und Magnesium-ärmer.

Und meine geliebten zig Schnecken kann ich auch gut halten, durch einfache Zugabe fertigen Aufhärtepulvers. Kein großer Aufwand also.


Hallo Jessy

Also wenn Du Wasser VOR der Enthärtungsanlage zapfen könntest, das wäre ja fein und einfach dazu.

Dann hast Du ja wieder ein ganz normales, natürliches Ionenverhältnis.
Ohne Natrium.

Ja genau, so sehe ich es ebenfalls:
Beim Wasser NACH der Anlage könntest Du Aufhärtesalze zugeben, um genau das zu haben, was Du ohne Anlage als Wasser hättest.

(Mit der Anlage fehlen ja Anteile, die man entweder wie ich einfach durch ein komplett aufsalzendes Aufhärtesalz für Osmosewasser ergänzen kann, oder speziell wieder korrigieren durch Einzelgabe von Calcium und Magnesium, also Gips und co)

Meiner persönlichen Meinung nach bekommt ein gut laufendes Becken mit Mikroorganismen, aktivem Boden und natürlichem Mulm in Kombination mit gutem Pflanzenwuchs und aktuell KEINEN Algenproblemen
gar keine Algen.

Selbst wenn man in so ein Becken einen veralgten Algenstein aus einem Becken mit verzweifeltem Besitzer einsetzen würde.
Die würden sich nicht halten.

Weil Mirobiologie und Biofilme und gesunde Pflanzen so eine Konkurrenz für neue böse Algen wären.

(ich bekomme gar keine bösen Algen, weil ich meine "guten geliebten Grünalgen" hege und pflege und diese als Konkurrenz sehe und als einen Grund, warum sich bei mir keine anderen Algen ausbreiten können.
Aber dies ist meine eigene Theorie.
Da ich ja auch so eine Interessierte bin, wäre es echt mal einen Versuch wert, mir Blaualgen in eines der Becken zu setzen, um das vielleicht wirklich zu beweisen, aber dafür fehlte mir dann doch etwas Mut )

Ich kann nur sagen, dass meine Posthornschnecken, die ich von einem Kleinbecken mit mäßigem Wasserwechsel in mein neues Becken mit Fächergarnelen mit extremen Wasserwechseln umgesetzt habe, plötzlich wieder ein schönes Gehäuse bekommen und statt grau wieder blau aussehen.
Auch meine Pianoschnecken im selben neuen Becken sehen wieder viel besser aus. Sie waren vorher in einem filterlosen Aquarium.
Was wohl für diese Schnecken nicht so geeignet ist.

Berichte doch mal, wenn Du Lust hast, was sich bei Dir zukünftig mit Deinen Schnecken jetzt tun wird.

Gruß Sonne
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