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Alt 22.02.2018, 11:36   #1
Flo1994
 
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Standard Schnecken - Laichräuber?

Hallo zusammen,

ich habe geplant, dass ich in meinem Zuchtbecken aber auch in meinem Gesellschaftsbecken noch ein paar Schnecken mit einsetze, hatte da evtl. an Zebrarennschnecken und TDS gedacht.
Jetzt ist natürlich die Frage, fressen die Rennschnecken/TDS den Laich von beispielsweise Freilaichern oder kann ich die Schnecken bedenkenlos einsetzen?

Wenn sie den Laich fressen, könnt ihr mir andere Schneckenarten nennen, die den Laich nicht anrühren, jedoch das Becken etwas "sauber" halten?
Mir geht es hauptsächlich um minimale Algen, Futterreste und das der Bodengrund etwas durchwühlt wird.

Danke euch im Voraus.

Gruß Flo
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Alt 22.02.2018, 11:44   #2
Archilleos
 
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Standard

Zebrarennschnecken sind, soweit ich weiß, komplette Vegetarier. Die dürften Laich nicht anrühren.

TDS hingegen sind zumindest Laichräuber was andere Schneckeneiergelege angeht, von daher wäre es nicht unmöglich, wenngleich es natürlich davon abhängt, wo sich der Fischleich befindet. TDS werden selten auf Blätter kriechen, kann aber passieren.
TDS sind auch praktisch unmöglich wieder aus dem Becken zu entfernen, wenn man die mal loshaben wollen würde.

Natürlich gibt es die klassische Blasenschnecke, die vollkommen harmlos ist und eine prima Gesundheitspolizei ist. Apfelschnecken (zumindest die, die noch gehandelt werden dürfen wie die Zebraapfelschnecke) sind da auch eine Option.
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Alt 22.02.2018, 13:06   #3
Flo1994
 
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Danke für die schnelle Info.

Das klingt doch schon einmal gut, dann werde ich mir Zebrarennschnecken zulegen.
Mit den TDS sollte ich dann wahrscheinlich etwas vorsichtig sein, da ich aktuell in meinem Zuchtbecken Schmetterlingsbuntbarsche drinnen habe und die meist auf Schieferplatten ablaichen.
Vielleicht hat da ja noch jemand andere Erfahrungen.

Blasenschnecken könnte ich auch ein paar von meinem anderen Aquarium ins Zuchtbecken rein tun

Da ist jetzt nur noch das Problem mit der Wasserhärte, da ich eigentlich sehr sehr weiches Wasser habe wegen den ramirezis. Ist das ein Problem für diese Schnecken?

Und wie viele kann ich ein 54l Zuchtbecken bzw. 130l oder 180l Gesellschaftsbecken einsetzen?

Geändert von Flo1994 (22.02.2018 um 13:09 Uhr)
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Alt 22.02.2018, 13:11   #4
Schneckinger
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Hi Flo,

grundsätzlich sind alle Schnecken fleissige Laichräuber. Daher stellen sie in ZUCHTbecken mit Fischen, die ihre Gelege nicht bewachen immer ein Risiko dar.

Insgesamt kommt es allerdings sehr auf die ART an. Und das gilt sowohl für die Schnecken als auch für die Fische.

Manche Fischeier (Panzerwelse) sind so hart, dass viele Schneckenarten sie gar nicht fressen können. Zuchtprofis setzen sogar extra Posthorn- oder Blasenschnecken zu ihren Panzerwelsgelegen, damit diese die Eier "sauberlutschen".

Anders sieht es bei den teils sehr kleinen und oft eher weichen Eiern von freilaichenden Fischen wie Salmlern und Bärblingen aus. Die werden eigentlich von praktisch jeder Schnecke (und auch Garnelen) gerne vertilgt. Übrigens hatten bei mir auch Neritiniaarten (Renn- und Napfschnecken) selten etwas gegen einen gelegentlichen Proteinsnack aus Frostfutter. Und da sie auch recht harte Algen sehr effektiv abraspeln können, dürften sie auch in der Lage sein die meisten Fischeier zu "knacken".

Apfelschnecken fressen übrigens auch mit Begeisterung Eier aller Arten. Gerade die schon genannte Asolene Spixi frisst alles was sie kriegen kann. Neben Fisch und Schneckeneiern gerne auch einmal ganze Schnecken anderer Arten.

Daher ist mein Prinzip:
-In jedes Gesllschaftsbecken kommen bei mir Schnecken.
-Ebenfalls in Zuchtbecken mit Lebndgebärenden Arten oder solchen, die ihre Gelege effektiv verteidigen.
-Keine Schnecken kommen bei mir in ZUCHTbecken mit eierlegenden Arten, die ihren Laich nicht bewachen.

Tschüß,
Schneckinger

Edit:
Gerade Mikrogeophagus ramirezi ist nach meiner Erfahrung eher ungeschickt, was die Verteidigung seiner Gelege gegen Schnecken angeht. Oft schauen sie seelenruhig zu, wie ein Ei nach dem anderen vertilgt wir. Und speziell in der Nacht sind sie völlig hilflos. Die Schnecken sind für die Fische dann praktisch unsichtbar, diese finden die Eier aber per Geruchssinn problemlos. Und die Turmdeckelschnecken können dazu auch noch von "unten" durch den Kies angreifen. Keine gute Idee für ein Zuchtbecken mit M.ramirezi .-(

Geändert von Schneckinger (22.02.2018 um 13:17 Uhr)
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Alt 22.02.2018, 13:18   #5
Flo1994
 
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Hi Schneckinger,

danke für deine ausführliche Erklärung.
Das heißt also, du würdest in meinem Fall keine Schnecken ins Zuchtbecken setzen?
Die Ramis werden ihren Laich zwar verteidigen, allerdings werden sie die Schnecken nicht als Gefahr ansehen, tippe ich mal.
Höhlenbrüter wie apistogramma Arten oder bestimmte Welse stellen da weniger Probleme oder?

Danke für die Hilfe!

LG Flo
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Alt 22.02.2018, 13:21   #6
Schneckinger
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Hi nochmal,

jep, ich würde absolut keine Schnecke in ein Ramirezi-Becken einsetzen. Apistogrammaarten sind da übrigens fast genauso "ungeschickt".

Höhlenbrütende L-Welse dagegen halten ihre Bruthöhlen meist sehr konsequent von JEDEM "Ungeziefer" frei.

Tschüß,
Schneckinger
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Alt 22.02.2018, 13:26   #7
Flo1994
 
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sorry, hatte deinen Nachtrag zu spät gelesen

Dann muss ich mir wohl was anderes überlegen, gibt's denn, wie oben beschrieben, eine Möglichkeit für mich oder gestaltet sich das eher schwierig?
Evtl. Sturisoma? oder sind das auch Laichräuber? Allerdings ist da die Beckengröße ein Thema...
Was gäbe es denn noch für Möglichkeiten?

Dann werde ich in meine Gesellschaftsbecken auf jeden Fall Schnecken aufstocken

Geändert von Flo1994 (22.02.2018 um 16:02 Uhr)
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