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Alt 10.09.2019, 08:07   #1
momo0
 
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Standard Planarien im Garnelenbecken

Hallo Leute,

ich betreibe ein 72l Becken mit Yello Fire Garnelen. Habe vor 1-2 Monaten einen kleinen, platten Wurm entdeckt. Dachte mir da noch nichts dabei, war eher erstaunt, welche Tiere man in so einem Aquarium zu Gesicht bekommt wenn man keine Fische darin hält (auch Wasserflöhe ).

Mittlerweile sehe ich häufiger diese Würmchen an der Scheibe rum krabbeln und habe das Internet befragt.

Als ich gelesen habe, dass es sich wohl um Planarien handelt und diese auch Garnelen angehen können, war ich überhaupt nicht mehr erfreut.


Nun meine Frage an euch:

Sind diese Würmer wirklich gefährliche Schädlinge, welche man töten muss oder ist davon auszugehen, dass sie ohnehin nur kranke/schwache Garnelen erwischen würden und somit "natürliche Auslese" betreiben?

Ich habe noch nie einen Wurm an einer Garnele gesehen. Einmal war eine tote Garnele im Becken, da kamen nach und nach einige Würmer und haben sie binnen kürzester Zeit vertilgt. Ich war recht erstaunt, wie schnell nichts mehr davon übrig war.
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Alt 10.09.2019, 10:19   #2
dumdi65
 
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Standard

Hi momo.

Wenn es zu viele Planarien werden, dann werden sie auch an Lebende Tiere gehen. Falls du aber nur einige hast werden diese sich in erster Linie von Aas und überresten von Futter und Pflanzen ernähren.

Hier mal eine Seite zu Planarien, falls du diese noch nicht kennst

https://www.aquasabi.de/aquascaping-...en-im-aquarium

Ich würde erst einmal mit einer Planarienfalle arbeiten bevor du etwas anderes machst.

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Alt 10.09.2019, 13:46   #3
Volker1986
 
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Mahlzeit,

stimme Balu zu, erstmal feststellen wie groß das Problem ist.

Erfahrungswerte habe ich nur mit Schnecken, welche in drei von drei Fällen von den Planarien traktiert wurden. Da war die Dichte der Planarien allerdings recht hoch.

Bei Garnelen besteht auch beim Einsatz der chemischen Keule, die m.M.n. unumgänglich ist um Planarien vollständig quitt zu werden, die Möglichkeit einen Totalverlust zu verhindern. Das setzt voraus ggf. zu handeln bevor alle den Planarien zum Opfer gefallen sind.

Viel Glück!

Gruß

Volker

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Alt 10.09.2019, 13:53   #4
momo0
 
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Danke erstmal für die Antworten, ich werde noch genauer beobachten wieviele sich da wirklich tummeln.

https://www.bilder-upload.eu/bild-23...12697.jpg.html
https://www.bilder-upload.eu/bild-d0...12725.jpg.html

das ist einer davon.


Würdet ihr Chemie einsetzten solange der "Befall" überschaubar ist? Diese Mittelchen sind ja für Garnelen wahrscheinlich auch nicht unbedenklich?
Lebendfallen gibt es wohl auch, wie sinnvoll das ist bzw. ob man damit überhaupt alle erwischt, ist fraglich .

Geändert von momo0 (10.09.2019 um 14:11 Uhr)
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Alt 10.09.2019, 14:37   #5
Volker1986
 
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Zitat:
Zitat von momo0 Beitrag anzeigen
Würdet ihr Chemie einsetzten solange der "Befall" überschaubar ist? Diese Mittelchen sind ja für Garnelen wahrscheinlich auch nicht unbedenklich?
Lebendfallen gibt es wohl auch, wie sinnvoll das ist bzw. ob man damit überhaupt alle erwischt, ist fraglich .
Achtung, jetzt kommt meine Meinung. Die wird von einigen hier nicht geteilt. Jeder entscheidet für sich.

Die meisten Planarien leben versteckt, für jede die Du siehst kannst du von weiteren ausgehen die Du nicht siehst.

Zu den Lebendfallen: Die machen Sinn um festzustellen wie stark der Befall ist und vor einem Chemiewaffen Einsatz einige Biomasse zu entfernen. Der Inhalt der Fallen ist nichts für schwache Nerven. Du wirst damit nicht alle Planarien erwischen. Ein paar entkommen immer und pflanzen sich fort.

Zum Einsatz chemischer Waffen:

Auf Garnelenfarmen wird Betelnusspalmenextrakt eingesetzt. Das Produkt ist in der EU verboten, Restbestände kann man aber noch legal erwerben, z.B. bei einem großen Auktionshaus. Erfahrungen habe ich nur mit Schnecken, die nimmt es sämtlich mit ins Jenseits. Garnelen angeblich nicht.

Fenbendazol, Handelsname Panacur, ist billiger und eigentlich eine Wurmkur für Wirbeltiere. Nach Berichten im Internet kann es bei Überdosierung die Fortpflanzung von Garnelen beeinträchtigen und zu Erbschäden führen. Richtig dosieren sind die Chancen also vorhanden, dass die Garnelen es schaffen.

Da du schon mal gesehen hast wie eine Garnele gefressen wurde würde ICH PERSÖNLICH einen Einsatz von Chemiewaffen vorbereiten. Maximal noch eine Woche beobachten, evtl. mal einen Köder rein um die Planariendichte abzuschätzen und sie dann mit Chemiewaffen töten.

Wie gesagt meine Meinung, der ich Probleme lieber gleich löse als sie auf Dauer schwelen zu lassen.

Gruß

Volker

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Alt 10.09.2019, 14:58   #6
dumdi65
 
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die zweite Möglichkeit ist, nur mit Fallen arbeiten, und das jeden Tag um die Dichte klein zu halten.

Möglichkeit 3: Garnelen herausfangen, Aquarium samt Inhalt entsorgen. Neuanfang mit InVitro Pflanzen.

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Alt 10.09.2019, 21:25   #7
Otocinclus2
 
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Hallo momoO,


wenn du dich mit dem Einsatz von synthetischen chemischen Mitteln nicht anfreunden magst, versuch es doch mal mit bio-chemischen Mitteln: Knoblauch!

Schau mal hier (OAM 04/2006; Seiten14 - 21):
http://www.oammagazin.de/index.php/o...6/8-oam-2006-4

und hier (OAM 07/2006 Seite 11):
http://www.oammagazin.de/index.php/o.../11-oam-2006-7

oder auch hier:
http://www.kakerlakenparade.de/planarien.html

Dort wird allerdings auch die spezifische olfaktorische Nebenwirkung noch einmal betont:

Zitat:
"Nebenwirkung: Aufgrund unsäglichen Geruches entfernt man nicht nur Planarien aus dem Becken sondern auch mitunter langjährige Lebenspartner aus der gemeinsamen Wohnung."

Ob man Letzteres als ungewollten Kollateralschaden oder vielleicht doch als ebenso erwünschte wie erfreuliche Nebenwirkung bewerten möchte, ist ja Jedem selbst überlassen...

Wichtig: Knofi wirkt nicht gegen die Dauereier der Planarien. Man wird die Behandlung also noch mindestens einmal wiederholen müssen, sobald die Biester aus den Dauereiern geschlüpft sind.
Das wird die Freundschaft zu den Nachbarn sicherlich noch weiter festigen!


Gruß
Otocinclus2

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Alt 10.09.2019, 22:10   #8
Volker1986
 
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Zitat:
Zitat von Otocinclus2 Beitrag anzeigen
Wichtig: Knofi wirkt nicht gegen die Dauereier der Planarien. Man wird die Behandlung also noch mindestens einmal wiederholen müssen, sobald die Biester aus den Dauereiern geschlüpft sind.
Das ist auch bei den anderen wirksamen Präparaten so. Bei Fenbendazol auch deshalb von großer Wichtigkeit, um keine Resistenzen zu erzeugen.

Interessante Kollateralschäden Otocinclus .

Gruß

Volker
Volker1986 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2019, 08:16   #9
momo0
 
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Zitat:
Möglichkeit 3: Garnelen herausfangen, Aquarium samt Inhalt entsorgen. Neuanfang mit InVitro Pflanzen.
das könnte ich nie!!!! Kann doch nicht die ganzen Garnelen entsorgen wie Müll. All die kleinen Babys und tragenden Weibchen . Dann kann ich gleich abwarten ob sie gefressen werden oder nicht.


Das mit dem Knoblauch hört sich interessant an, allerdings frage ich mich ob dieser für Garnelen schädlich ist. Wobei in dem einen Bericht steht, dass sogar die Schnecken mal über den Knoblauch krochen und ihn gut vertragen haben.

Geändert von momo0 (11.09.2019 um 08:26 Uhr)
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Alt 11.09.2019, 08:41   #10
Volker1986
 
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Moin,

hier noch ein Erfahrungsbericht zu Knoblauch.

http://www.welse.net/SEITEN/planarie.htm

Besonders das Ergebnis unten:

"... die einzusetzende Menge ist erheblich und die Geruchsbelästigung nahezu unerträglich..."

trübt die Freude über diese Methode leider etwas.

Gruß

Volker

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